Zweigeteilte Tabelle nach zwei Spieltagen
3. Liga Frauen Nord 26/27: Alle Infos zum 2. Spieltag
- Fünf Teams mit perfektem Start: Frankfurt, Schwerin, Neubrandenburg, Hannover-Badenstedt und Bielefeld/Jöllenbeck stehen nach zwei Spieltagen bei 4:0 Punkten.
- Aufsteiger Neubrandenburg weiter makellos: Fortuna gewinnt auch beim HC Leipzig II mit 32:28 und bestätigt den starken Saisonstart.
- Bielefeld/Jöllenbeck dreht Sechs-Tore-Rückstand: Der TuS 97 gewinnt in Buxtehude trotz 23:29-Rückstand in der Schlussviertelstunde noch mit 32:31.
- Oldenburg meldet sich eindrucksvoll zurück: Nach der Auftaktniederlage feiert die VfL-Reserve beim 36:25 gegen Nord Harrislee einen klaren Start-Ziel-Sieg.
Der zweite Spieltag der Staffel Nord in der 3. Liga der Frauen hatte alles zu bieten von ungefährdeten, deutlichen Siegen bis zum Last-Second-Krimi war alles dabei an diesem Wochenende. Es ergibt sich durch die Ergebnisse ein interessantes Tabellenbild nach dem zweiten Spieltag. So teilt sich die Tabelle jetzt schon in zwei Hälften, haben doch fünf Mannschaften nach ihrem Auftaktsieg auch das zweite Spiel gewonnen und ebenfalls fünf Mannschaften, die noch gänzlich auf die ersten Punkte warten. Zwei Ausreißer gibt es dann doch mit dem VFL Oldenburg 2 und SC SFN Vechta, die beide jeweils schon beide Seiten der Gefühle erleben durften.
HSG Eider Harde: Frankfurter HC 25:30 (14:16)
Das Auftaktspiel des Spieltages am Samstag zwischen der HSG Eider Harde und dem Frankfurter HC ließ im Vorfeld ein eindeutiges Ergebnis erwarten. So waren die Karten im Vorfeld klar verteilt, wenn der Aufsteiger den Meisterschaftsfavoriten zu Gast hat. Doch die HSG Eider Harde hat sich am Samstag in ausgezeichneter Form präsentiert und gezeigt, dass man phasenweise auch mit den großen Namen der Liga mithalten kann. Vor allem die Nummer 4 von Harde Ellis Meg Bruhn hatte einen überragenden Tag erwischt, verwandelte sie alle ihre sechs 6/6 Siebenmeter und erzielte dabei zusätzlich 5 Feldtore. Das sorgte dafür, dass sich die HSG Eider Harde fast die komplette erste Halbzeit in Führung lag und sich sogar bis auf fünf Tore absetzen konnte. Aber ein Topteam wäre kein Topteam, wenn man nicht an die eigene Stärke vertraut und sich trotz aller Widrigkeiten das Spiel noch dreht. So konnten die Frankfurterinnen sich nach gut 13 gespielten Minuten Tor um Tor herankämpfen und haben sich noch in der ersten Halbzeit mit dem Ausgleich (bei 26:35) und der ersten eigenen Führung (bei 27:31) belohnt. Ab dem Zeitpunkt hatten die Frankfurterinnen das Spiel längst an sich gerissen und ließen sich, die Führung und den Sieg nicht mehr nehmen. Zwischenzeitlich konnte sich der Frankfurter HC mit 8 Toren absetzen. Am Ende bleibt ein leistungsgerechtes 25:30 Endergebnis, bei dem beide von sich behaupten können, alles gegeben zu haben.
HSG Blomberg-Lippe: SV Grün Weiss Schwerin 25:35 (13:16)
Wenig zu holen für die Bundesliga Reserve aus Blomberg-Lippe gegen die Grün-Weissen aus Schwerin. So lässt sich das Spiel der beiden wohl am besten beschreiben. Am Ende müssen die Blombergerinnen akzeptieren, dass die Schwerinnerinnen am gestrigen Sonntag die bessere Mannschaft waren. Einzig die ersten sieben Minuten konnte die HSG offen gestalten und auch zweimal mit einem Tor in Führung gehen, aber ab dem 3:3 bei 7:13 kamen die Gäste aus Schwerin immer besser ins Spiel und konnten sich langsam und stetig absetzen. Das konnten am Ende auch nicht die 8 Tore von Charlotte Beier auf Blomberger Seite verhindern. Allerdings konnte Mitte der zweiten Halbzeit die HSG Blomberg-Lippe noch einmal für etwas Spannung sorgen und durch Charlotte Beier in der 43:58 Spielminute ausgleichen. Das Problem die anschließende Torlosphase beider Mannschaften beendete der SV Grün Weiss Schwerin durch Tamina Kugler in der 46:40 Minute. Anschließend schien bei den Gastgeberinnen die Luft raus zu sein und die Gäste aus Schwerin konnten sich schlussendlich absetzen bis zum Endstand von 25:35.
HC Leipzig II : SV Fortuna 50 Neubrandenburg 28:32 (10:17)
Der Aufsteiger aus Neubrandenburg scheint vollkommen in der Liga angekommen zu sein und bei der maximalen Ausbeute von 4:0 Punkten ist man bei der Fortuna mehr als zufrieden nach den ersten beiden Spieltagen. Aus Sicht der Bundesliga Reserve des HC Leipzig muss man sich langsam, aber sicher wieder damit anfreunden, dass es diese Saison auch in der Nord Staffel einzig und allein um den Klassenerhalt geht und man dafür jeden Punkt benötigen wird. Am Ende war der Aufsteiger aus Neubrandenburg die klar bessere Mannschaft und gewinnt verdient auch in der Höhe mit 28:32, auch wenn die Anfangsphase den Leipzigerinnen gezeigt hat, dass man mithalten kann. Jetzt müssen die Leipzigerinnen dahin kommen die Leistung der Anfangsphase konstanter über die komplette Spielzeit abrufen zu können.
TV Hannover-Badenstedt: SC SFN Vechta 35:30 (18:13)
In Hannover gab es ein Offensivspektakel zwischen dem TV Hannover-Badenstedt und dem SC SFN Vechta. Am Ende können beide mit Mannschaften mit ihrer offensive zufrieden sein, und getreu dem Motto „Solange ich vorne zweimal treffe, darf ich hinten ein kassieren" ging das Spiel am Ende an die Gastgeberinnen aus Hannover. Dabei fallen auf beiden Seiten jeweils zwei Spielerinnen auf. Bei Vechta waren Svenja Ruhöfer und Katharina Reisbich mit jeweils 6 Feldtoren zielsicher unterwegs, bei Ruhöfer kommen zusätzlich noch 4/4 Siebenmetertore hinzu, dachten sich Marlen Wills und Jule-Marie Jördens, dass können wir besser und haben sich mit jeweils 9 Feldtoren warm geworfen. Sowohl Wills als auch Jördens waren beide mit hauptverantwortlich dafür, dass ihr Team so ungefährdet und locker den Heimsieg einfahren konnte.
VFL Oldenburg 2: TSV Nord Harrislee 36:25 (18:10)
Der VFL Oldenburg konnte am Sonntag den klassischen Start-Ziel-Sieg einfachen von Anfang bis Ende in Führung und konnten diese stetig ausbauen. Für die Bundesliga Reserve des VFL also der erste Sieg in der Saison nach dem man vergangene Woche noch in Jöllenbeck sich geschlagen geben musste. Für die Gäste des TSV Nord Harrislee ein gebrauchter Tag in Oldenburg war man doch auch zuversichtlich und mit gehörig Selbstvertrauen und selbstbewusst nach Oldenburg gefahren musste man schnell feststelle, dass beim gestrigen Spiel nichts zu holen sein wird. Für den TSV in doppelter Hinsicht bitter, hatte man sich doch nach dem Spiel gegen Hannover-Badenstedt vergangene Woche, welches man knapp mit einem Tor verloren hatte, doch so viel ausgerechnet. So startet man mit 0:4 Punkten beim TSV und muss sich vielleicht doch noch eingestehen Zeit zu brauchen.
Buxtehuder SV: TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck 31:32 (20:18)
Der Abschluss des Spieltages erfolgte in Buxtehude. Es gibt Niederlagen und es gibt Niederlagen, dass gestern war aus Sicht des BSV eine Niederlage gegen sich selbst. Am Ende muss sich die Bundesliga Reserve vorwerfen das Spiel selbst verschenkt zu haben. So haben die Buxtegirls das Spiel ab der 18. Spielminute eigentlich im Griff gehabt und konnten sich bis auf sechs Tore absetzen in der 45. Spielminute. Aber das Tor von Maja Schönefeld zum 29:23 war retrospektiv betrachtet auch der Wendepunkt zugunsten des TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck. Am Ende fragt man sich bei Buxtehude woran es gelegen hat in der letzten Viertelstunde und bei Bielefeld/Jöllenbeck nimmt man die zwei Punkte mit. Die Buxtegirls verlieren am Ende mit einem Tor das Spiel, trotz zwischenzeitlicher sechs Tore Führung und der Topscorerin in den eigenen Reihen Maja Schönefeld, der ganze 9 Tore gelungen sind.
Text: Beat Kutter / Bild: Gabi Müller
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