Neue Gesichter und große Ambitionen: Die Talente der weiblichen A-Jugend Bundesliga
Start in die JBLH-Saison 2026/27
Endlich geht es wieder los. Am Wochenende startet die neue Saison der weiblichen A-Jugend Bundesliga mit vielen neuen Gesichtern. Einige von ihnen haben dabei bereits internationale Erfolge mit den DHB-Nachwuchsteams gefeiert und andere kamen schon im Frauenbereich zu Einsatzzeiten. Diese Namen könnten in der Saison 2026/27 besonders interessant werden.
Mit 16 schon im Frauenhandball angekommen
Zu den prominentesten neuen Gesichtern gehört die 2010 geborene Torhüterin der HSG Bensheim/Auerbach, Jana Skill. In der vergangenen Saison stand sie noch bei den B-Juniorinnen der TSG Münster in der Jugend-Bundesliga zwischen den Pfosten und sammelte zudem bereits Spielpraxis in der 3. Liga bei den Frauen der TSG Leihgestern. In Bensheim soll sie jetzt das A-Jugend-Team sowie die Junior Flames in der 3. Liga untersetzten. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass Skill schrittweise an den Bundesliga-Kader der Frauenmannschaft herangeführt werden soll und ihre Klasse zeigte sich dabei bereits auf internationaler Bühne. Mit der U16 gewann sie diesen Sommer die European Open in Göteborg und blieb beim 29:17 Finale gegen Ungarn die ersten elf Minuten ohne Gegentor. Wenige Tage vor dem Bundesliga-Start wurde sie erneut für die deutsche U17-Nationalmannschaft nominiert.
Internationale Erfahrung für den Deutschen Meister
Auch beim amtierenden Deutschen A-Jugend-Meister Buxtehuder SV findet sich ein interessanter neuer Name im Kader. Die 2009 geborene Rückraumspielerin Nora Lange soll in der neuen Saison neben Einsätzen im A-Jugend-Team auch an das Drittliga-Juniorenteam des BSV herangeführt werden. International ist Lange ebenfalls keine Unbekannte mehr. Im Sommer 2025 gehörte sie der deutschen Auswahl an, die beim European Youth Olympic Festival in Skopje die Goldmedaille gewann und inzwischen wird die Rückraumspielerin auch im Kader der deutschen U17/U18 geführt. Beim Titelverteidiger aus Buxtehude trifft sie jetzt auf ein Umfeld, das den Übergang vom Nachwuchsbereich in den Frauenhandball seit Jahren konsequent fördert.
Als Torjägerin auf die große Bühne
Einen anderen Weg nimmt Marlene Blatt. Die Rückraumspielerin wird in ihrem letzten A-Jugend-Jahr mit Zweitspielrecht für die Flames in der Bundesliga auflaufen, bleibt aber auch für die HSG Fürth/Krumbach im Frauenbereich spielberechtigt. Dort spielte sie zuletzt in der A-Jugend Bezirksoberliga und sammelte gleichzeitig Erfahrung im Frauen-Oberligateam. In Bensheim kann sie nun erstmals zeigen, ob sich ihre Torgefahr auch auf dem höchsten deutschen Jugendniveau durchsetzt.
Mia Hannemann setzt früh ein Ausrufezeichen
Bei der SG 09 Kirchhof gehört Mia Elin Hannemann zu den neuen Spielerinnen im Rückraum. Gemeinsam mit Rechtsaußen Jordis Krämer und der zurückkehrenden Torhüterin Kira von Döllen verstärkt sie eine insgesamt sehr junge Kirchofer A-Jugend. Noch bevor das erste Bundesligaspiel absolviert ist, hat Hannemann jedoch schon gezeigt, welche Rolle sie offensiv übernehmen könnte. In einem Vorbereitungsspiel gegen den Regionalligisten HSG Hungen/Lich erzielte sie beim 31:29-Erfolg gleich acht Treffer und war damit eine der auffälligsten Spielerinnen ihrer Mannschaft.
Viel Bewegung bei der TSG Münster
Kaum ein anderes Team muss zu Saisonbeginn so viele neue Spierinnen integrieren wie die TSG Münster. Nach den Abgängen der Jugendnationalspielerinnen Emma Althaus und Jana Skill gehören gleich sechs externe Zugänge zum neuen Aufgebot. Sophie und Marie Bradasch kommen dabei vom TSV Pfungstadt, Leni Clemens, Sinja Quade und Luna Bansemir vom TuS Nordenstadt und Ida Klinkner vom TV Idstein beziehungsweise der HSG EppLa.
Besonders interessant könnte dabei Luna Bansemir werden. Sie kennt den körperlicheren Handball im Erwachsenenbereich bereits aus der Oberliga und erzielte dort für Nordenstadt bereits einige Tore. Für Münster wird wichtig sein, die vielen neuen Spielerinnen schnell zu einer Einheit werden zulassen. Als eine der wenigen Bundesliga-Teams muss sich der Mannschaftskern angesichts der vielen neuen Gesichter erst noch finden.
Text: Jan-Malte Minnerug / Foto: IMAGO
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