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Buxtehude zittert sich zum Auftaktsieg
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Buxtehude zittert sich zum Auftaktsieg

A-Jugend-Bundesliga weiblich: Das passierte am Wochenende

Vorrunde 1

VfL Bad Schwartau – Handewitter SV 28:34 (15:17)

Ein Sieg der Moral: Handewitt musste im Derby beim VfL Bad Schwartau erst eine Schwächephase überstehen, ehe sich die Gäste am Ende durchsetzten. Lange Zeit verlief die hart umkämpfte Begegnung auf Augenhöhe, was sich auch in acht Zeitstrafen widerspiegelte. Handewitt fand zunehmend besser ins Spiel und erarbeitete sich bis zur Pause eine knappe 17:15-Führung. Nach dem Seitenwechsel geriet der Spielfluss der Gäste jedoch ins Stocken – mehrere Abschlüsse landeten an Pfosten oder Latte, defensiv fehlte phasenweise der nötige Zugriff. Bad Schwartau nutzte diese Phase und blieb dank konstanter Leistung in der Partie. Handewitt stabilisierte sich jedoch rechtzeitig, fand als Mannschaft zurück in die Spur und setzte sich in der entscheidenden Phase Tor um Tor ab. Am Ende brachten die Gäste ihren Vorsprung sicher über die Zeit und sicherten sich mit dem zweiten Sieg in Folge zudem die Tabellenführung.

SV Werder Bremen – VfL Oldenburg 37:43 (14:18)

Mit 80 Toren in 60 Minuten boten beide Teams ein wahres Torfestival, das die Freunde des Offensivhandballs voll auf ihre Kosten kommen ließ. Das Spiel begann zunächst nervös, sodass sich keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. Die Oldenburgerinnen nutzten schließlich eine von Bremen genommene Auszeit in der 20. Minute besser und konnten sich in der Folge nach und nach bis zur Pause absetzen. Nach dem Seitenwechsel erwischten die Gästinnen erneut den besseren Start und bauten ihren Vorsprung weiter aus. Die Bremerinnen zogen zwar das Tempo an, konnten den Abstand jedoch nicht verringern. Auch eine überragende Jette-Marleen Hoffmann, die mit 14 Treffern die erfolgreichste Werferin des Spiels war, konnte die Niederlage nicht verhindern. Der VfL dominierte weiterhin die Partie und ließ sich auch von den zahlreichen Zeitstrafen in der zweiten Hälfte nicht verunsichern, sondern spielte sein Spiel souverän zu Ende.

JSG Fredenbeck/Stade/Harsefeld – Buxtehuder SV 33:35 (19:15)

Zittersieg zum Derby-Auftakt: Titelverteidiger Buxtehude fand bei der JSG Fredenbeck/Stade/Harsefeld erst spät in die neue Saison. Nach einer noch ausgeglichenen Anfangsphase waren die Gäste nicht konsequent genug in ihren Abschlüssen, sodass sich die JSG zur Pause mit vier Toren absetzen konnte. Nach dem Seitenwechsel setzten die Hausherrinnen genau dort an und verwalteten zunächst ihren Vorsprung. Buxtehude kämpfte sich jedoch mit einem 5:0-Lauf beeindruckend zurück und glich aus. Damit war der Ausgang wieder völlig offen, ehe sich die Gästinnen in der Schlussphase erstmals in Führung brachten. Die Gastgeberinnen gaben sich jedoch nicht auf und konnten in der 56. Minute nochmal ausgleichen. Am Ende behielt jedoch Buxtehude die stärkeren Nerven und entschied die Partie für sich.

Vorrunde 2

HSG Blomberg-Lippe - TV Hannover Badenstedt 26:29 (11:14)

Einen erfolgreichen Auftakt in die neue Saison feierte der TV Hannover-Badenstedt mit einem 29:26-Sieg bei der HSG Blomberg-Lippe. Der Erfolg gelang trotz personeller Einschränkungen, da zeitgleich auch das Juniorteam des Vereins im Einsatz war und sich die Kader beider Mannschaften stark überschneiden. Nach ausgeglichenem Beginn (3:3) übernahmen die Gäste zunehmend das Kommando und zogen über 3:7 und 5:10 davon, getragen vor allem von einer konzentrierten und disziplinierten Abwehrleistung. Blomberg-Lippe fand in dieser Phase kaum Mittel, um den Rückstand zu verringern, und ging mit einem Rückstand von drei Toren in die Kabine (11:14). Auch nach dem Wechsel gelang es den Gastgeberinnen zunächst nicht, den Anschluss herzustellen: Hannover-Badenstedt baute den Vorsprung erneut auf fünf Tore aus. In der Schlussphase steigerten sich die Gastgeberinnen noch einmal, mussten sich am Ende aber dennoch geschlagen geben.

HC Leipzig – Frankfurter HC 23:27 (11:16)

Die Gastgeberinnen setzten früh ein Zeichen: Mit viel Körperlichkeit und Intensität ging der HC Leipzig couragiert zu Werke und führte nach rund sieben Minuten bereits mit drei Toren. Der Frankfurter HC ließ sich davon jedoch nicht beirren, fing sich und drehte die Partie binnen weniger Minuten in einen deutlichen Vorsprung. Getragen von einer stabilen Defensive zog der FHC bis zur Halbzeit auf 16:11 davon und blieb auch nach dem Seitenwechsel tonangebend – zur Mitte der zweiten Hälfte wuchs der Vorsprung sogar auf sieben Tore an. Leipzig biss sich an der kompakten Abwehr der Frankfurterinnen zunächst die Zähne aus, fand in der Schlussphase aber noch einmal zu alter Stärke zurück und verkürzte auf vier Tore. Zeitstrafen und Auszeiten auf beiden Seiten sorgten in den Schlussminuten für einen zerfahrenen Spielfluss, ehe der Frankfurter HC die Nerven behielt und sich den knappen, aber verdienten 27:23-Auswärtssieg sicherte.

SG NARVA Berlin – SG 09 Kirchhof 17:40 (9:22)

Auch im zweiten Saisonspiel blieb die SG NARVA Berlin chancenlos. Ohne ihre Spielmacherin Charlize Tesch geriet die Mannschaft bereits früh in Unterzahl in Rückstand und fand danach nie zurück in die Partie. Eine frühe Auszeit von Trainer Michel Mölter verpuffte wirkungslos, sodass sich Kirchhof immer deutlicher absetzen konnte und mit einem Vorsprung von 13 Toren in die Halbzeitpause ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Kirchhof das überlegene Team und baute den Vorsprung ungebremst weiter aus. Zusätzlich erschwert wurde die Partie für die Gastgeberinnen durch fünf Zeitstrafen, die den eigenen Spielfluss immer wieder unterbrachen. Spätestens zur Spielmitte war die Entscheidung längst gefallen, sodass Kirchhof die verbleibende Zeit souverän herunterspielte und am Ende einen ungefährdeten 40:17-Kantersieg feierte. 

Vorrunde 3

HSG Kleenheim-Langgöns – TSG Oberursel 30:19 (16:8)

Im Derby der Mittelhessen setzte sich die HSG Kleenheim-Langgöns deutlich gegen die TSG Oberursel vor heimischer Kulisse durch. Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und gingen früh mit 4:1 in Führung. Nach einer kurzen Schwächephase, in der Oberursel zwischenzeitlich sogar in Führung ging, fing sich Kleenheim und zog bis zur Halbzeitpause auf 16:8 davon. Auch nach dem Seitenwechsel behielt die HSG die Kontrolle über das Spiel. Mit konstanter Abwehrarbeit und treffsicherem Angriff baute das Team den Vorsprung kontinuierlich aus und führte zur 48. Minute bereits mit 25:13. Oberursel fand über die gesamte zweite Halbzeit kein Mittel mehr gegen die starke Kleenheimer Offensive. Bis zum Schlusspfiff verwaltete die HSG ihren komfortablen Vorsprung sicher und entschied das Derby letztlich verdient für sich.

HSV Solingen-Gräfrath – BV Borussia Dortmund 36:24 (20:14)

Nach ausgeglichenen Anfangsminuten übernahm der HSV zunehmend die Kontrolle in der Abwehr und stellte die Gäste mit einer kompakten Defensivarbeit vor große Probleme. Dies nutzte Maira Völkers Team gnadenlos aus und setzte sich deutlich von den Dortmunderinnen ab, sodass es mit einem deutlichen 20:14 in die Halbzeitpause ging. In der zweiten Halbzeit blieben die Gastgeberinnen konstant und dominierten weiterhin das Spiel. Der BVB versuchte noch einmal heranzukommen, fand aber keine Mittel gegen die starken Solingerinnen und musste sich schließlich mit einer deutlichen Niederlage geschlagen geben. Der HSV feierte damit den zweiten Sieg in Folge und darf sich nun auf ein echtes Spitzenspiel freuen: Am Wochenende trifft das Team auf die HSG Kleenheim-Langgöns – dann geht es um die Tabellenführung.

TSG Münster – TSV Bayer Leverkusen 37:25 (19:11)

Von der ersten Minute an setzte Münster ein deutliches Zeichen: Ein früher Hattrick von Julia Neumann brachte die Gastgeberinnen mit 3:0 in Front und gab die Richtung für die gesamte Partie vor. Münster kontrollierte in der Folge weite Strecken des Spiels, musste Leverkusen jedoch beim zwischenzeitlichen 14:11 nochmal herankommen lassen. Mit vier Treffern in Serie antwortete Münster und ging mit 19:11 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel verkürzten die Werkselfen bis zur 37. Minute auf 24:18, ehe eine Auszeit der Gastgeberinnen den Spielverlauf entscheidend veränderte. Münster startete einen 5:0-Lauf und baute die Führung in der Folge kontinuierlich aus, während Leverkusen im Rückraum zunehmend an Optionen fehlte. Auch eine Umstellung auf Manndeckung brachte für die Gäste keine Wende mehr, sodass sich Münster am Ende deutlich durchsetzte und die ersten Saisonpunkte in der heimischen Halle feierte.

Vorrunde 4

TSV EBE Forst United – HSG Bensheim Auerbach 21:46 (11:24)

Die favorisierte HSG Bensheim/Auerbach bestätigte auswärts gegen den TSV EBE Forst United ihre Rolle und setzte sich am Ende deutlich mit 46:21 durch. Von Beginn an übernahmen die Gästinnen die Kontrolle und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus – zur Halbzeit stand bereits ein 24:11 zu Buche. Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf nichts: die Flames blieben konstant und zogen Minute für Minute weiter davon, während Forst United trotz couragierter Gegenwehr keine Mittel gegen die überlegene Offensive der Gäste fand. Auf Seiten der HSG war Jette Dürk mit neun Treffern erfolgreichste Werferin, gefolgt von Hanna Walther (7) und Stella-Marie Wendel (5). Bei Forst United erzielte Franziska Janzen sieben Tore und war damit die auffälligste Spielerin im eigenen Team. Am Ende stand ein ungefährdeter Auswärtssieg der HSG Bensheim/Auerbach, der die Favoritenrolle klar unterstrich.
 
SG TG Altdorf/DJK Ettenheim – HC Erlangen 27:31 (15:16)
Dramatik pur in den ersten 30 Minuten: Beide Mannschaften packten in der Abwehr beherzt zu, was sich in insgesamt sechs Zeitstrafen bereits in der ersten Halbzeit niederschlug. Die Gastgeberinnen erwischten dabei den besseren Start und führten zeitweise mit zwei Toren, ehe Erlangen im weiteren Verlauf immer wieder ausglich. Nach einem knappen Hin und Her stand es zur Halbzeit 15:16 für die Gäste. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie zusehends zugunsten des HC Erlangen. Die Gäste erspielten sich Mitte der zweiten Halbzeit einen Vorsprung von bis zu sechs Toren und ließen sich diesen trotz couragierter Gegenwehr der Black Pearls nicht mehr nehmen. Immer wieder scheiterte Altdorf/Ettenheim an der eigenen Chancenverwertung, während Erlangen seine Angriffe konsequenter zu Ende spielte. Am Ende setzten sich die Gästinnen aus Erlangen mit 31:27 durch. Für die SG Altdorf/Ettenheim gilt es nun, bis zum nächsten Heimspiel gezielt an der Nutzung ihrer Torchancen zu arbeiten.
  
Text: Tove Siegel | Foto: TSG Münster
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