Kantersiege und enge Fights am ersten Spieltag
A-Jugend-Bundesliga weiblich: Das passierte am Wochenende
Vorrunde 1
Handewitter SV – JSG Fredenbeck/Stade/Harsefeld 33:29 (19:10)
Nach ausgeglichenen Anfangsminuten übernahm Handewitt zunehmend die Kontrolle in der Abwehr und stellte die Gäste mit einer kompakten Defensivarbeit vor große Probleme. Klare Torchancen für Fredenbeck/Stade/Harsefeld blieben rar, während sich der Handewitter SV Tor um Tor absetzen konnte und mit einer deutlichen 19:10-Führung in die Halbzeit ging. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Handewitt zunächst spielbestimmend und baute den Vorsprung in der 35. Minute sogar auf 13 Tore aus. Jedoch geriet das Spiel der Gastgeberinnen zunehmend ins Stocken, sodass sich Fredenbeck/Stade/Harsefeld Tor für Tor heranarbeiten und die Partie in der Schlussphase noch einmal offen gestalten konnte. Am Ende brachte der Handewitter SV den Vorsprung aber über die Zeit und sicherte sich einen 33:29-Auftaktsieg zum Saisonstart.
VfL Oldenburg – VfL Bad Schwartau 19:34 (8:19)
Kaum zu bremsen war für die Gastgeberinnen der Bad Schwartauer Offensivdrang. Mit einer kompakten Abwehr erkämpften sich die Gäste immer wieder Bälle und belohnten sich mit eingenetzten Treffern. Vor allem der 7:0-Lauf brachte den Gästen kurz vor der Halbzeit die Vorentscheidung: Innerhalb weniger Minuten zog Bad Schwartau von 7:12 auf 7:19 davon und ging mit einer komfortablen Führung in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Oldenburg merklich und verkürzte den Rückstand bis zur Mitte der zweiten Halbzeit auf neun Tore. Die Gäste fingen sich jedoch rechtzeitig und zogen in der Schlussphase mit einem weiteren starken Lauf erneut auf 15 Tore davon. Beste Werferin der Partie war Janne Bern mit sieben Treffern für Bad Schwartau, auf Oldenburger Seite war Leefke Peters mit vier Toren erfolgreichste Werferin. Am Ende sicherte sich der VfL Bad Schwartau einen deutlichen 34:19-Auswärtserfolg zum Saisonauftakt.
Vorrunde 2
SG 09 Kirchhof – HSG Blomberg-Lippe 21:29 (14:15)
Kirchhof überraschte zu Beginn mit einer siebten Feldspielerin und brachte die favorisierten Gäste früh in Bedrängnis. „Das war unser Plan, sie damit zu überraschen", so SG-Spielerin Leonie Deist. Die Taktik ging zunächst auf: Angetrieben von Alina Czaja und Mia Hannemann zog Kirchhof auf 5:2 davon. Blomberg-Lippe fand aber zunehmend besser ins Spiel, ging durch Charlotte Beier in der 21. Minute erstmals in Führung (9:8), ehe Kirchhof knapp mit 15:14 in die Kabine ging. Nach der Pause forderte die Überzahl-Taktik jedoch ihren Tribut: Mit nur acht einsatzfähigen Feldspielerinnen musste Trainer Christian Denk umstellen. Blomberg-Lippe nutzte die Schwächephase konsequent, drehte das Spiel mit einem starken Lauf von 14:16 auf 14:22 und baute den Vorsprung dank einer verbesserten Abwehr sowie eines variablen Angriffsspiels immer weiter aus. Am Ende stand ein deutlicher 29:21-Auswärtserfolg für die Gäste. Trotz der Niederlage zog Denk ein positives Fazit: „Das war ein entschlossener Auftritt von uns, ehe die Kräfte weg waren." Beste Werferin der Partie war Charlotte Beier mit zwölf Treffern, bei Kirchhof überzeugte Torhüterin Pauline Grimm mit 16 Paraden.
Frankfurter HC – SG NARVA Berlin 34:22 (14:12)
Die Gäste aus Berlin verschliefen bei ihrer Bundesliga-Premiere deutlich den Start und liefen von Beginn an einem Vier-Tore-Rückstand hinterher. Auch nach der Anfangsphase fand das Team von Michel Mölte keinen Zugriff auf die Partie. Die Gastgeberinnen hingegen spielten konsequent ihr Spiel, setzten sich im Angriff durch und verzeichneten dank starker Abwehrarbeit wertvolle Ballgewinne, die sie mit erfolgreichen Gegenstoßtreffern belohnten. Die Berlinerinnen kämpften sich schließlich zurück und nutzten eine doppelte Unterzahl der Frankfurterinnen zum Ende der ersten Halbzeit für einen 5:0-Lauf, mit dem sie auf 14:12 verkürzten. Nach dem Seitenwechsel verpassten die Gäste jedoch erneut den Start und wurden dafür von den Gastgeberinnen prompt bestraft, die den Vorsprung wieder auf fünf Tore ausbauten. Zwar berappelte sich NARVA im weiteren Verlauf noch einmal und versuchte, den Rückstand zu verringern, musste sich am Ende aber deutlich geschlagen geben.
Vorrunde 3
TSV Bayer Leverkusen – HSG Kleenheim-Langgöns 18:36 (7:16)
Der Saisonauftakt begann für beide Teams zunächst nervös, ehe sich die HSG Kleenheim-Langgöns zunehmend absetzen konnte. Nach elf gespielten Minuten stand es erst 4:1, dann fand die HSG nach einer Auszeit der Gastgeberinnen besser in die Partie und zog bis zur 25. Minute auf 14:5 davon. Bis zur Halbzeit ließ die Abwehr der Gäste nur sieben Gegentore zu, sodass es zur Pause 14:7 stand. Nach dem Seitenwechsel baute die HSG mit einem 7:0-Lauf ihren Vorsprung weiter aus und setzte sich zwischenzeitlich auf 24:9 ab. In der Schlussphase ließ die Konzentration bei den Gästen etwas nach, was Leverkusen nutzte, um noch sieben weitere Treffer zu erzielen. Am Ausgang der Partie änderte dies jedoch nichts mehr: Die HSG Kleenheim-Langgöns gewann letztlich deutlich mit 36:18. Beste Werferin der Partie war Laura Euler mit 12 Treffern, davon 5 verwandelten Siebenmetern, auf Seiten der Gäste
BV Borussia 09 Dortmund – TSG Münster 39:35 (19:23)
Zu Beginn begegneten sich beide Mannschaften auf Augenhöhe, ehe sich Münster ab der 11. Minute erstmals absetzen konnte und den Vorsprung nach und nach auf sechs Tore ausbaute. Dortmunds Trainer Dominik Schlechter reagierte mit einer Auszeit, die Wirkung zeigte: Der BVB kämpfte sich bis zur Halbzeit wieder auf drei Tore heran. Dass die Gäste dennoch mit vier Toren Vorsprung in die Kabine gingen, lag an einem späten Treffer von Emma Pilz, die kurz vor der Sirene zum 19:23 traf und damit ein Ausrufezeichen setzte. Nach der Pause zeigte sich der BVB deutlich verbessert und glich in der 43. Minute durch einen 3:0-Lauf erstmals aus. Die Schlussphase hatte es dann noch einmal in sich: Beide Mannschaften mussten jeweils eine Zwei-Minuten-Strafe hinnehmen, ehe Dortmund die eigene Überzahl besser nutzte und durch einen weiteren 3:0-Lauf erstmals in der Partie in Führung ging. Die Partie blieb bis zum Schluss hart umkämpft, beide Trainer wurden zwischenzeitlich verwarnt. Dortmund behielt jedoch die Nerven und sicherte sich mit einem abschließenden 3:0-Lauf den Auftaktsieg in einem intensiven Spiel.
TSG Oberursel – HSV Solingen 21:36 (7:22)
Für die TSG Oberursel war es ein historischer Moment: Erstmals in der Vereinsgeschichte trat die weibliche A-Jugend in der Jugendbundesliga an. Der Gegner hatte es dabei gleich in sich – zehn Spielerinnen des HSV-Kaders wurden in der vergangenen Saison noch Deutscher Meister in der B-Jugend und brachten diese Erfahrung nun mit in die A-Jugend. Das machte sich früh bemerkbar: Solingen-Gräfrath zeigte von Beginn an eine starke Vorstellung, überzeugte mit hohem Tempo, konsequentem Angriffsspiel und einer stabilen Abwehr und ging mit einer deutlichen 22:7-Führung in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel ließ der Favorit zwischenzeitlich etwas nach, fand aber wieder zu seiner gewohnten Stärke zurück und entschied die Partie letztlich klar mit 36:21 für sich. Für Oberursel war die Partie ein erster Eindruck vom Niveau der neuen Liga und lieferte wertvolle Erfahrung für den weiteren Saisonverlauf in der höchsten Spielklasse.
Vorrunde 4
HSG Bensheim/Auerbach – HSG Stuttgart/Metzingen 34:29 (16:13)
Beide Mannschaften starteten ausgeglichen in die Partie. Schließlich standen sich hier zwei Final-Four-Teilnehmer der vergangenen Saison gegenüber, die sich noch zu gut aus dem Spiel um Platz drei der deutschen Meisterschaft kannten, das Metzingen für sich entschied. Die Bensheimerinnen hatten somit eine Rechnung offen und konnten sich in der 11. Minute erstmals absetzen. Die Baden-Württembergerinnen gaben jedoch nicht auf und glichen durch einen 3:0-Lauf wieder aus. an Willner nahm sich eine Auszeit, woraufhin seine Mannschaft die Führung bis zur Halbzeit wieder auf drei Tore ausbaute. In der zweiten Hälfte knüpften die Flames an ihre starke Leistung an und bauten den Vorsprung auf neun Tore aus. Metzingen reagierte mit einer frühen Auszeit, und verkürzte, angetrieben von einer starken Mira Benders (5 Treffer in der 2. HZ), noch einmal auf sechs Tore. Die Auftaktniederlage konnte aber trotzdem nicht verhindert werden.
HC Erlangen – TSV EBE Forst United 46:27 (21:11)
Steffi Mittasch hatte allen Grund zur Freude. Ihre Erlanger Mannschaft zeigte Dominanz, trotz Doppelbelastung einiger Spielerinnen vom Vortag aus der 3. Liga. „Wir konnten heute auch glänzen. Das zeigt, wie gut wir aufgestellt sind", freute sich die Trainerin. Immerhin sechs Spielerinnen waren erst am Vortag beim Sieg der Frauen in Haßloch im Einsatz gewesen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase, in der beide Mannschaften erst in Spiel finden mussten, steigerten sich die Erlangerinnen zunehmend und konnten sich deutlich absetzen. Forst United fand in der Folge keinen Zugriff mehr in der Abwehr, und auch Miriam Dietrich, beste Werferin ihres Teams mit 7 Treffern, konnte die Niederlage nicht verhindern. Erlangen ließ in der zweiten Halbzeit nichts mehr anbrennen und untermauerte mit dem klaren Sieg die starke Auftaktform der weiblichen HC-Teams in dieser Saison.
TuS Steißlingen – SG TG Altdorf/DJK Ettenheim 29:24 (14:13)
Der Saisonauftakt begann denkbar nervös. Beiden Teams war die Anspannung deutlich anzumerken. Zahlreiche technische Fehler und Fehlwürfe prägten Anfangsphase, sodass sich keines der Teams für ihre harte Defensivarbeit belohnen und entscheidend absetzten konnte. was sich in dem Halbzeitstand von 14:13 widerspiegelte. Nach dem Seitenwechsel erwischte Altdorf/Ettenheim den besseren Start und zog dank einer starken Torhüterleistung von Mia Kurz erstmals auf 2 Tore davon. Steißlingen reagierte mit einer Auszeit, um frische Impulse in der Deckung zu setzen. Das zeigte Wirkung: Die Mannschaft gewann merklich an Zugriff und agierte fortan deutlich konzentrierter. In der Schlussphase brach Altdorf/Ettenheim dann ein und konnte die zuvor starke Leistung nicht mehr abrufen. Steißlingen nutzte diesen Einbruch und entschied schließlich die Partie für sich.
Text: Tove Siegel | Foto: René Weiß
HAUPTPARTNER & AUSRÜSTER
PARTNER
Handball.net: Deine Plattform für Handball in Deutschland
Handball.net ist die digitale Plattform für Handball in Deutschland. Hier findest du Spielpläne, Ergebnisse, Tabellen, Liveticker, Statistiken, News, Livestreams und Videos ? von den Nationalteams über Profiligen bis zum Amateurhandball. Ob du deinem Verein folgst, Ergebnisse suchst, Spiele live verfolgen möchtest oder aktuelle Handball-News lesen willst: handball.net bündelt die wichtigsten Informationen an einem Ort. Mit ?Mein Handball? kannst du deine Favoriten speichern und deinen persönlichen Handball-Alltag noch einfacher organisieren.
Auf Handball.net findest du Spielpläne, Ergebnisse, Tabellen und Wettbewerbe aus dem Handball in Deutschland. Dazu gehören verfügbare Spieldaten aus unterschiedlichen Ligen, Altersklassen, Landesverbänden und Wettbewerben ? vom Amateurbereich bis zu ausgewählten Top-Wettbewerben.
Im Spielkalender kannst du nach Spielen suchen, Termine prüfen und Ergebnisse verfolgen. Außerdem findest du Informationen zu Vereinen, Teams, Hallen, Wettbewerben und Statistiken. So behältst du den Überblick über den aktuellen Spielbetrieb und findest schnell heraus, wann und wo dein Team spielt.
Mit ?Mein Handball? kannst du handball.net persönlicher nutzen. Du kannst Vereine, Teams und Wettbewerbe als Favoriten speichern und schneller auf die Inhalte zugreifen, die für dich besonders wichtig sind.
So findest du Spielpläne, Ergebnisse und relevante Updates einfacher wieder. Das ist hilfreich, wenn du selbst spielst, ein Team trainierst, dein Kind im Verein begleitest oder regelmäßig einem bestimmten Verein folgst.
Livestreams, Videos und Highlights findest du im Bereich ?Livestreams & Videos? auf handball.net. Dort kannst du ausgewählte Handballspiele live verfolgen, Highlights ansehen und wichtige Szenen oder Spielzusammenfassungen nachträglich abrufen.
Im Livecenter erhältst du außerdem aktuelle Informationen zu laufenden Spielen. So kannst du Handball auch dann verfolgen, wenn du nicht selbst in der Halle bist.
Handball.net richtet sich an alle, die Handball in Deutschland verfolgen oder aktiv mitgestalten. Dazu gehören Handballspieler, Trainer, Vereine, Eltern, Fans, Schiedsrichter sowie die interessierte Handball-Community.
Die Plattform hilft dir, schnell die Informationen zu finden, die zu deiner Rolle passen ? von Spielplänen und Ergebnissen über News bis hin zu Livestreams, Vereinsinformationen und persönlichen Favoriten.








