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Aufsteiger-Derby: Ottobeuren empfängt Günzburg
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Aufsteiger-Derby: Ottobeuren empfängt Günzburg

B-Jugend-Bundesliga männlich: Das steht am Wochenende an

Staffel 1:

MTV Lübeck – SG Flensburg-Handewitt (Samstag, 16.30 Uhr)

VfL Lübeck-Schwartau – HC Hamburg (Samstag, 17 Uhr)

Johannes Krüger richtete anerkennende und lobende Worte an den Gegner aus Lübeck. „Ein unbequemer Gegner, der noch seine Punkte holen wird", lobte der Trainer des HC Hamburg den MTV für seine couragierte Leistung im Spiel vor einer Woche, das mit 31:29 an Hamburg ging. Worte, die gleichzeitig auch eine Warnung für die SG Flensburg-Handewitt sind. Jonah Sowadas Truppe hatte am 1. Spieltag durch die Verlegung des Heimspiels gegen Kiel frei und ist nun das erste Team, das sich in Lübeck beweisen muss. Nur knapp zehn Kilometer nördlich der Hansehalle sind Krügers Hamburger in Bad Schwartau gefordert. „Wir wollen die Anzahl unserer Fehler reduzieren, die gegen Lübeck noch zu war", erklärt der Trainer der Gäste. Die Partie zwischen Kiel und Rostock wurde verlegt. Der THW wird somit erst in einer Woche in die Saison starten. Fast alle anderen Teams in der B-Jugend-Bundesliga haben dann schon zweimal gespielt.

Staffel 2:

HC Bremen – TSV Burgdorf (Samstag, 16.30 Uhr)

TV Bissendorf-Holte – HSG Schaumburg-Nord (Sonntag, 14.45 Uhr)

ATSV Habenhausen – VfL Horneburg (Sonntag, 15 Uhr)

Es kann im ersten Saisonspiel nicht alles von null auf hundert laufen. „Angriff gut, defensiv noch ein paar Baustellen. Aber das gehört in diesem Prozess zum frühen Saisonzeitpunkt dazu und ist normal", sagte Burgdorfs Trainer Michel Sperling über 47:27-Kantersieg beim ATSV Habenhausen. Auch am 2. Spieltag geht’s für die „Jungrecken" gegen eine Mannschaft aus Bremen, diesmal gegen den HC, der mit einem Remis gegen Qualifikant HSG Schaumburg-Nord loslegte. Beim ATSV, der am Sonntag den VfL Horneburg erwartet, wird es nicht einfach die erfolgreiche Vorsaison mit dem Erreichen des Final-Four um den DHB-Pokal zu wiederholen. Mit Matteo Aufderheide und Paul Scheibe fallen zwei Unterschiedsspieler langfristig aus. „Wir sehen eine coole Entwicklung der Mannschaft, die Ausfälle wiegen schwer. Wir wollen versuchen, ohne Druck, mit Leichtigkeit und Spaß unsere Chance auf enge Spiele zu erhöhen", sagt Trainer Eik Hapke. Burgdorf war ein zu großes Kaliber. „Gegen Horneburg versuchen wir Heimspielatmosphäre zu genießen und aufzusaugen und dadurch eine Leichtigkeit zu finden, die uns trägt und hilft", so Hapke. Gegner Horneburg kehrte nach einjähriger Abstinenz erfolgreich in die B-Jugend-Bundesliga zurück. Wenn der VfL am Sonntag seinen zweiten Sieg folgen lässt, wäre der Ertrag aus der ganzen Runde 2024/25 bereits egalisiert. Es war ein Tor, das für Horneburg und gegen Bissendorf-Holte entschied. „Zu Hause schafft man die Wettkampf-Einstellung ja manchmal schneller. Wir wollen es gegen Schaumburg-Nord besser machen und vor allem in der Abwehr Betriebstemperatur erreichen", sagt TVBE-Trainer Benedikt Niemann vor der Partie gegen Neuling HSG Schaumburg-Nord. Der Qualifikant meldete sich mit einem Remis gegen Bremen an. „Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können und in die Bundesliga gehören, wenn wir uns an unsere Absprachen halten", stellte Trainer Max Gutzeit zufrieden fest. Beide Teams trafen in der Vorbereitung beim Schaumburg-Cup aufeinander. In der verkürzten Spielzeit von 2x20 Minuten gewann Bissendorf mit 24:22. „Ich glaube es wird ein Spiel, das man sich gut ansehen kann. Auf beiden Seiten gibt es starke Techniker", kündigt Niemann an.

Staffel 3:

SC Magdeburg – HSG Lemgo (Freitag, 19 Uhr)

MTV Braunschweig – GWD Minden (Samstag, 15.30 Uhr)

HBV Jena – JSG Melsungen/Körle/Guxhagen (Samstag, 16.30 Uhr)

Das Spitzenspiel macht am Freitagabend den Anfang für den 2. Spieltag in der B-Jugend-Bundesliga. Mit dem SC Magdeburg und der HSG Lemgo treffen zwei überlegene Sieger des 1. Spieltags aufeinander. „Magdeburg wird ein richtiges Brett für uns. Wir werden versuchen, alles reinzuhauen", kündigt HSG-Trainer Lars Bakker an. Von der Leistungsstärke der Teams her dürfte es ein interessanter Kampf die Meisterrunden-Plätze werden. Einschätzungen sind nach 60 Liga-Minuten schwierig, aber das Auftaktspiel zeigte zumindest Mindens Trainer Lasse Franz, dass seine Grün-Weißen auch gegen Magdeburg trotz einer am Ende deutlichen Niederlage „phasenweise top mitgehalten" hat. Der MTV Braunschweig könnte eher der eigenen Kragenweite entsprechen. „An ein paar Stellschrauben ist noch zu drehen, aber die Richtung stimmt", sagte Trainer Udo Falkenroth nach der Niederlage bei der favorisierten JSG Melsungen/Körle/Guxhagen. Der B-Jugend-Pokalsieger von 2025/26 ist am Samstag in Jena zu Gast.

Staffel 4:

Dessau-Roßlauer HV – Füchse Berlin (Samstag, 14 Uhr)

SG NARVA Berlin – 1. VfL Potsdam (Sonntag, 12 Uhr)

HC Elbflorenz – SC DHfK Leipzig (Sonntag, 13 Uhr)

An den ersten beiden Spieltagen haben es die Füchse Berlin mit zwei vermeintlich schwächeren Gegnern in Staffel 4 zu tun. Nach dem Sieg gegen den HC Elbflorenz begeben sich die Füchse auf Reisen in Richtung Dessau. „Wir richten den Fokus voll auf uns", erklärt Trainer Fabian Ludwig, welchen Kurs er einschlägt. Die Hauptstädter haben allen Grund dazu, auf ihre eigenen Stärken zu vertrauen. Schließlich treten sie in der Bundesliga als Titelverteidiger an. „Wir haben mit der Mannschaft ein klares Ziel formuliert: Wir wollen wieder Deutscher Meister werden", erklärt Ludwig. Dass der eine oder andere B-Jugendliche dabei fest für die A-Jugend vorgesehen ist, ändert an dieser Ausrichtung nichts. Beim SC DHfK Leipzig war unter der Woche die Abwehr das große Thema. 39 Tore, die NARVA Berlin den Sachsen einschweißte, war zu viel. „Grundsätzlich wollen wir den Schwung aus unserem Sieg mitnehmen, aber wir müssen zusehen, dass wir die Deckung kompakter stellen und unsere Torhüter besser unterstützen", geht Trainer Jonas Höhnicke auf den Schwerpunkt für das Spiel in Dresden ein.

Beim 1. VfL Potsdam, dem nächsten NARVA-Gegner, setzt Trainer Uwe Kalski auf die kämpferischen Tugenden, die die Mannschaft in der ersten Jahreshälfte ins Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft brachte. So sollen die Ausfälle der Leistungsträger Franz Röding, Emil Schley und Adrian Zwanzig kompensiert werden. „Das können wir als Kollektiv schaffen. Wir haben auch in dieser Woche an taktischen und individuellen Dingen gearbeitet. Am Sonntag wollen wir nach dem Abschlusstraining am Samstag zum zweiten Mal die Auswärtssituation erfolgreich managen. Wenn wir das richtige Mindset an den Tag legen, können wir erfolgreich sein", sagt Kalski. Am 1. Spieltag funktionierte es mit einem klaren Sieg in Dessau. NARVA dürfte stärker einzuschätzen sein.

Staffel 5:

VfL Gummersbach – Bergischer HC (Samstag, 16 Uhr)

TSV Bayer Dormagen – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (Sonntag, 12 Uhr)

JSG Köln – TuSEM Essen (Sonntag, 12.15 Uhr)

Zwischen dem Sieg gegen Dormagen (Trainer Karsten Wefers: „Wir haben viel Positives gesehen") und der Partie in Gummersbach haben die Spieler des BHC zwar reichlich Zeit miteinander verbracht, allerdings nicht in der Trainingshalle. Drei Viertel des Teams befanden sich auf Klassenfahrt, sodass kein üblicher Trainingsbetrieb stattfinden konnte. „So nehmen wir eben das gute Gefühl aus dem Dormagen-Spiel mit. Das hat Bock auf mehr gemacht", freute sich Wefers über die starke Frühform seines Teams. Auch die Gegenseite hatte nicht viel auszusetzen. Mit körperlicher Physis und guten Angriffsideen behielt Gummersbach gegen Essen die Oberhand. Das erste von vielen NRW-Duellen dieser Saison steht für Aufsteiger JSG Köln an. Nach dem Zittersieg in Dutenhofen kommt TuSEM Essen in die Domstadt. „Wir versuchen an die sehr gute erste Halbzeit aus dem Spiel gegen Dutenhofen anzuknüpfen", gibt JSG-Trainer Dustin Thöne sein Ziel vor. Auf Essener Seite setzt Trainer Viktor Dziabel den Hebel im Angriff an. „Da hatten wir gegen Gummersbach Probleme uns zu behaupten. Ich hoffe, unsere Schlüsse daraus gezogen zu haben." Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen macht sich in dieser Saison auf viele Wege zu bislang unbekannten Gegnern auf. Nach einer Saison einer Staffel mit größtenteils ostwestfälischen und niedersächsischen Gegnern, schlägt der Mannschaftsbus diesmal bei den Auswärtsfahrten meistens in Richtung südlicheres Nordrhein-Westfalen ein. In Dormagen wartet auf Jan Sommerfelds Team am Sonntag zur Mittagsstunde ein schwerer Brocken. „Dormagen hat im ersten Spiel eine Niederlage gegen den Bergischen HC hinnehmen müssen. Deshalb wissen wir, dass sie nun zu Hause gegen uns alles daransetzen werden, diese Auftaktniederlage wieder wettzumachen. Wir wissen um die Qualitäten im Rückraum und am Kreis, die uns erwarten. Auch die Körperlichkeit und das System, mit dem Dormagen verteidigen wird, müssen wir annehmen und uns wehren. Außerdem wird es wichtig sein, die Tiefenräume zu bespielen. Es wird eine schwierige Herausforderung, aber wir freuen uns darauf."

Staffel 6:

HLZ Friesenheim-Hochdorf – SG Zweibrücken (Samstag, 18 Uhr)

TSG Münster – TSV Pfungstadt (Sonntag, 13.30 Uhr)

TV Großwallstadt – HSG Rodgau Nieder-Roden (Sonntag, 14.30 Uhr)

Derby-Wochenende in Staffel 6: Die drei Auswärtsteams müssen am Samstag und Sonntag nur verhältnismäßig kurze Strecken zu ihrem Gegner zurücklegen. Das gilt für den TSV Pfungstadt zum Beispiel bei seinem Auswärtsspiel gegen die TSG Münster. „Nach dem letzten Spiel wollen wir den Blick direkt wieder nach vorne richten und neu angreifen. Entscheidend wird sein, unsere Leistung über die gesamten 60 Minuten konstanter auf die Platte zu bringen. Wir wollen wieder mehr über unser Tempospiel kommen und insgesamt die Fehlerzahl reduzieren. Gerade bei den technischen Fehlern und den Fehlwürfen müssen wir uns steigern. Wenn uns das gelingt, wollen wir den nächsten Schritt machen und ein anderes Gesicht als im letzten Spiel zeigen", sagt TSV-Trainer Lukas Huberty.

Großwallstadt und Nieder-Roden kämpfen ihrem Aufeinandertreffen beide um die ersten Punkte in dieser Saison. „Unser Ziel ist es, die Fehler aus der zweiten Halbzeit des Spiels gegen Münster zu verbessern. Uns erwartet wieder keine einfache Aufgabe", ist sich Nieder-Rodens Coach Lennart Jackl sicher. Hochstimmung herrscht bei der SG Zweibrücken. „Wir gehen die Bundesliga sowieso mit großer Freude und viel Demut an. Mit dem Sieg gegen Großwallstadt ist uns zudem ein Einstand nach Maß gelungen", freut sich Trainer Stefan Bullacher. Jetzt kommt ein weiterer Faktor für gute Laune hinzu: das Rheinland-Pfalz-Derby beim HLZ Friesenheim-Hochdorf.

Staffel 7:

SG BBM Bietigheim – JSG Balingen-Weilstetten (Samstag, 13.30 Uhr)

HC Erlangen – SG Pforzheim/Eutingen (Sonntag, 13.30 Uhr)

Rhein-Neckar Löwen – TVB Stuttgart (Sonntag, 14 Uhr)

Den Sieg feiern, den Moment genießen und auf die nächste Aufgabe vorbereiten – so lautete die Abfolge der Balinger nach dem Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen. Die „Junggallier" setzten gegen eine andere Spitzenmannschaft direkt ein Ausrufezeichen. „Der Sieg war kein Zufall. Wir wollen im Flow bleiben und wissen aber, dass wir auch am Samstag wieder 100 Prozent bleiben", fordert JSG-Trainer Tobias Thumm für das Auswärtsspiel in Bietigheim erneut vollen Einsatz. Die Enztaler stehen ebenfalls bei zwei Zählern. Sie entschieden einen Krimi gegen Pforzheim knapp für sich, nachdem sie die Anfangsnervosität abgelegt hatten. Der HC Erlangen, am Sonntag Gastgeber für Pforzheim, und der TVB Stuttgart, der bei den Rhein-Neckar Löwen einen nach der Auftaktniederlage angestachelten Gegner erwartet, steht vor ihrem ersten Spiel. Vor einer Woche steckte der Erlangener Mannschaftsbus in einer Vollsperrung auf der Autobahn fest.

Staffel 8:

TSV Ottobeuren – VfL Günzburg (Samstag, 15.45 Uhr)

TSV Allach – HT München (Samstag, 16.30 Uhr)

Frischauf Göppingen – JANO Filder (Sonntag, 14.45 Uhr)

Der TSV Ottobeuren und der VfL Günzburg sind parallel in die Bundesliga aufgestiegen und haben auch in der Vergangenheit einige Parallelen aufzuweisen. Schon in der D-Jugend spielten die beiden Jahrgänge gegeneinander, zuletzt war man zwei Jahre lang Gegner in der Regionalliga. „Wir sind uns immer auf Augenhöhe begegnet. Ich denke die Tagesform wird den Ausschlag geben", sagt Ottobeurens Trainer Herbert Tschugg. Die beiden Lokalrivalen kennen sich bestens und somit auch die Stärken der Gegenseite. Tschugg hebt vor allem Günzburgs Rückraum mit Ferdinand Wiedig, Paul Antony und Mateo Christl hervor. Im Münchener Stadtduell empfängt der TSV Allach HT München. Der amtierende B-Jugend-Pokalsieger Allach musste einen großen Umbruch verkraften. „Ich bin sehr stolz, was wir nach einer eher kurzen Vorbereitung auf der Platte gezeigt haben", blickt Trainer Anja Kreitmair auf das erste Saisonspiel gegen Filder zurück. „Eine Mannschaft wie JANO über 40 Minuten auf Augenhöhe in Schach zu halten, war eine hervorragende Leistung zum jetzigen Zeitpunkt", kommentierte sie die 28:36-Niederlage. Im Topspiel kämpfen Frischauf Göppingen und JANO Filder am Sonntag um die vorderen Platzierungen.

Text: René Weiß | Foto: TSV Ottobeuren

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