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Tobias Dürler: Das war toll und hochklassig
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Tobias Dürler: Das war toll und hochklassig

B-Jugend-Bundesliga männlich: Das passierte am Wochenende

  • Comeback des Spieltags: Der VfL Lübeck-Schwartau dreht gegen den HC Hamburg einen Neun-Tore-Rückstand und gewinnt noch mit 32:31.
  • Derby-Drama in Dresden: Der HC Elbflorenz schlägt den SC DHfK Leipzig durch einen Buzzerbeater von Theo Schröter mit 35:34.
  • Jena schlägt spät zu: Der HBV dreht die Partie gegen Melsungen mit einem 4:0-Lauf in den letzten drei Minuten zum 28:27-Heimsieg.
  • Favoriten setzen sich durch: Unter anderem Potsdam, die Rhein-Neckar Löwen und Pokalsieger Allach feiern deutliche Erfolge.

Staffel 1:

MTV Lübeck – SG Flensburg-Handewitt 26:27 (12:14)

VfL Lübeck-Schwartau – HC Hamburg 32:31 (12:17)

Zwei ganz knappe, bis zuletzt dramatische Begegnungen lieferten sich die Teams in der Nordstaffel am Samstag. Die kuriose Partie spielte sich in Bad Schwartau ab, wo nach 40 Minuten alles nach einem Sieg des HC Hamburg aussah, der zu diesem Zeitpunkt mit neun Toren Differenz führte. Mit einer guten Abwehrleistung kompensierte der VfL zunächst seine Probleme im Angriff. Als die Deckung dann jedoch nachließ kippte das Momentum zu Gunsten der Gäste. „Wir haben uns etwas hängen lassen. Das hat sich bis in die zweite Halbzeit hineingezogen", erklärte Schwartaus Trainer Benedikt Köhler. Nach dem Neun-Tore-Rückstand bekam sein Team die zweite Luft. Mit taktischen Umstellungen und neuem Selbstvertrauen legte der VfL den Schalter um. „Wir haben nach 40 Minuten aufgehört und noch mehr Bälle verworfen als es schon in der ersten Halbzeit der Fall war. Es fällt mir schwer, das zu erklären", rätselte HCH-Coach Johannes Krüger. Auszeit, Torhüterwechsel und alle weiteren getroffenen Maßnahmen zeigten keine Wirkung mehr. Die SG Flensburg-Handewitt startete beim MTV Lübeck mit einer Woche Verspätung in die Saison und löste das Rätsel, wo man zum jetzigen Zeitpunkt steht. In einer ausgeglichenen Partie fand SG-Trainer Jonah Sowada, seine Jungs hätten es verpasst, eine angemessene Führung herauszuwerfen. „In der zweiten Halbzeit gab es noch ein paar knifflige Situationen zu überstehen, was wir mit kühlem Kopf geschafft haben", bilanzierte er.

Staffel 2:

HC Bremen – TSV Burgdorf 20:35 (8:16)

ATSV Habenhausen – VfL Horneburg 36:25 (18:6)

TV Bissendorf-Holte – HSG Schaumburg-Nord 27:27 (16:11)

Der TV Bissendorf-Holte wollte am Ende offenbar zu viel. Mit 27:26 in Führung liegend und in eigenem Ballbesitz leisteten sich die Gastgeber im Heimspiel gegen die HSG Schaumburg-Nord in den letzten zehn Sekunden einen Ballverlust, der ihnen teuer zu stehen kommen sollte. Die HSG erhielt in Folge eines Foulspiels einen Siebenmeter zugesprochen, den Anton Engel kurz vor der Sirene zum 27:27-Endstand verwandelte. „Wir haben am Ende den Kopf verloren", ärgerte sich Trainer Benedikt Niemann. Nach der deutlichen Pausenführung verlor Bissendorf im Angriff den Faden. Niklas Vogt-Rohlf im Tor kompensierte mit 25 Paraden einiges, dass es am Ende nur ein Punkt wurde, konnte aber auch er nicht verhindern. Bundesliga-Neuling Schaumburg hatte schon am 1. Spieltag unentschieden gespielt und erlebte nun ein Déjà-vu. „Wir können mit dem Punkt zufrieden sein. Allerdings müssen wir es hinbekommen, uns in den unseren Spielen früher auf den Gegner einzustellen", betonte Trainer Max Gutzeit.
Die „Jungrecken" aus Burgdorf hatten in Bremen in den ersten Minuten Probleme ins Spiel zu finden, fanden dann aber immer mehr zu ihrem Spiel. „Wir haben gut verteidigt und hatten mit Nicolas Knipping einen starken Torhüter", sagte Trainer Michel Sperling. Nach der Pause fanden die Hannoveraner zunehmend auch den Weg in die Tiefe, was zum deutlichen Auswärtssieg führte.
Der ATSV Habenhausen ist gut in die Partie gegen den VfL Horneburg gestartet und konnte sich durch eine starke Abwehr früh eine hohe Führung erarbeiten. In der 26. Minute stand es bereits 17:3 für die Bremer. Dieser deutliche Vorsprung lag jedoch nicht nur an der überzeugenden Abwehrleistung, sondern auch an einer überragenden Leistung des Torwarts. Auch in der zweiten Halbzeit blieb der Abstand über weite Strecken konstant.

Staffel 3:

SC Magdeburg – HSG Lemgo 41:38 (24:14)

MTV Braunschweig – GWD Minden 27:34 (15:15)

HBV Jena – JSG Melsungen/Körle/Guxhagen 28:27 (15:14)

„Die erste Halbzeit passte zu unserer Anfahrt", sagte Lemgos Trainer Lars Bakker. Gut eine Stunde länger als geplant, verbrachten die Gäste auf der Autobahn, was sich direkt auf der Platte bemerkbar machte. Die Lipperländer verschliefen die erste Halbzeit, belohnten sich nicht im Angriff und ließen zahlreiche Konter des SCM zu. So stand es nach 30 Minuten bereits 24:14 für die Sachsen-Anhalter. Kaum jemand hätte für möglich gehalten, dass das Spiel noch einmal knapp werden könnte – wurde es aber. „Wir haben kaum noch Gegenstöße zugelassen und vorn unsere Chancen genutzt", erklärte Bakker die Aufholjagd, die die HSG bis auf zwei Tore heranbrachte (34:36). Das ganz dicke Ding gelang allerdings nicht mehr. Auch Magdeburgs Trainer Pasqual Tovornik sah ein deutliches Auseinanderklaffen zwischen erster und zweiter Halbzeit: „In der ersten Halbzeit haben wir die Abwehr-Angriffs-Basics fantastisch umgesetzt. In der zweiten Halbzeit war dann eher die Devise: verwalten und nicht mehr mit aller Konsequenz die Dominanz zeigen."
Eine reife Leistung vor allem in den wichtigen Phasen verhalf GWD Minden zum Sieg in Braunschweig. „Ein wichtiger Punkt war, dass wir die Ruhe bewahrt und auch in Phasen mit vielen Fehlern das Vertrauen nicht verloren haben", schilderte Trainer Lasse Franz und meinte damit insbesondere den 12:5-Lauf ab Minute 45. „Zuvor hatten Fehler bei uns dafür gesorgt, dass Braunschweig im Spiel bleibt. Wir hätten die Partie früher für uns entscheiden können", ergänzte er. Bremen kam über den Kreis und Würfe aus der zweiten Reihe zu erfolgreichen Abschlüssen, bevor nach einer Dreiviertelstunde der Faden riss. „Dann häuften sich die Fehler und Minden nutzte das eiskalt aus", kommentierte MTV-Trainer Udo Falkenroth. Auf Braunschweiger Seite machte sich das Fehlen von Lennard Bahn und Marko Petkovic deutlich bemerkbar.
Weiterhin personell dezimiert, schaffte der HBV Jena eine deutliche Steigerung gegenüber vergangener Woche. „Mit klaren Aktionen im Angriff und stabiler Abwehr haben wir das Spiel gegen Melsungen offengehalten", freute sich Trainer Felix Eckert. In einer famosen Schlussphase der Gastgeber mit einem 4:0-Lauf in den letzten drei Minuten avancierte Livius Költzsch zum Matchwinner und beschert Jena zwei Ballgewinne. „Wir haben die Tür zum Lernen weit geöffnet", sah Melsungens Trainer Finn Lemke in der Crunchtime viele Möglichkeiten Lehren in Sachen Abgeklärtheit mitzunehmen. „Zeitstrafen und überhastete Fehler haben uns den möglichen Sieg gekostet."

Staffel 4:

Dessau-Roßlauer HV – Füchse Berlin 32:34 (16:19)

SG NARVA Berlin – 1. VfL Potsdam 31:47 (14:22)

HC Elbflorenz – SC DHfK Leipzig 35:34 (15:18)

Der HC Elbflorenz hat mit dem knappen Heimsieg gegen Leipzig für die Überraschung des Spieltags gesorgt. Theo Schröter erzielte nach einem langen Pass von Torwart Louis Illgen per Buzzerbeater den Siegtreffer im Derby. „Dieser bedeutet uns unglaublich viel. Das Spiel war 60 Minuten auf Augenhöhe. Umso stolzer bin ich, dass sich die Mannschaft mit zwei Punkten belohnte. Nach der Niederlage in Berlin hat die ganze Mannschaft heute alles für den Heimsieg reingeworfen", so Tainer Daniel Grieve.
Richtig knapp war’s für die Füchse Berlin, die sich in Dessau überraschend schwer taten. Die Gastgeber mit dem 16-fachen William Wilke führten in der ersten Halbzeit lange und lagen etwas mehr als eine Minute vor Schluss noch gleichauf (31:31). Dann zog der Favorit durch Tore von Karl Witt und Noah Wald noch den Kopf aus der Schlinge.
Der dritte Favorit gab sich keine Blöße. Ungefährdet behielt der 1. VfL Potsdam bei der SG NARVA Berlin die Oberhand. „Es ist nicht einfach gegen NARVA zu spielen. Wir haben unsere Rolle gut angenommen, waren von Anfang an hellwach, haben harte Zweikämpfe geführt, sind gut ins Tempo gekommen und haben auch im Positionsangriff Lösungen gefunden", zeigte sich Trainer Uwe Kalski rundum zufrieden. In der zweiten Halbzeit ließ der VfL das Spiel etwas schleifen, festigte sich nach einer Abwehr aber wieder. Aus dem Kollektiv hob Kalski in jedem Mannschaftsteil einen Spieler hervor: Torwart Raphael Dähn, Felix Quedenbaum in der Abwehr und Matteo Prokop für seine Angriffsleistung. NARVA-Coach Toni Buchwald hatte zunächst noch Lob für seine Deckung übrig, durch einige Zeitstrafen wurden die Lücken aber logischerweise größer. „Potsdam hat seine Überzahl konsequent ausgespielt und uns mit seiner 3:3-Deckung vor Aufgaben gestellt. Der Spielfluss war nicht gut genug, um diese Abwehr zu knacken."

Staffel 5:

VfL Gummersbach – Bergischer HC 29:27 (13:14)

TSV Bayer Dormagen – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 37:30 (14:14)

JSG Köln – TuSEM Essen 41:32 (20:20)

Karsten Wefers hatte eine Vorahnung, dass es schwierig wird, aus Gummersbach Punkte zu entführen. Der Großteil seines Teams befand sich in den Tagen vor der Partie auf Klassenfahrt, was auf Kosten des Trainings ging. „Wir haben nicht zu unserem Spiel gefunden, konnten die Überzahlsituationen nicht nutzen, hatten keine gute Wurfquote und Passqualität, auch das Energielevel war nicht so wie gewohnt", erklärte Wefers die Niederlage. Er sprach von einem gebrauchten Tag, zu dem passte, dass man aufgrund einer Vollsperrung auf der Autobahn A1 erst 50 Minuten vor Spielbeginn in Gummersbach eintraf. In der ersten Halbzeit lag der BHC noch vorn, weil Gummersbach elfmal am Torhüter scheiterte und sich mit der 6:0-Abwehr schwertat. „Auf der anderen Seite haben auch wir sehr gut verteidigt und hatten einen starken Torwart. Mit unserem Rückzugsverhalten konnten wir allerdings nicht zufrieden sein. Nach unseren Fehlwürfen hat uns der BHC sofort über die erste und zweite Welle sowie mit seinem schnellen Tempospiel bestraft. Im Positionsangriff stand unsere Abwehr dagegen sehr gut", fasste VfL-Trainer Maciej Dmytruszynski zusammen. Seine Mannschaft brachte in Durchgang Nummer zwei viel Energie und Emotionen ins Spiel. Mit besseren Angriffsentscheidungen und weiterhin stabiler Abwehr kippte das Ergebnis. „Ich denke, es war eine richtig gute Werbung für den Handball in der B-Jugend-Bundesliga: ein typisches Derby mit intensiver, harter Abwehrarbeit, aber auch vielen guten Angriffsaktionen", fand Dmytruszynski.

Unentschieden zur Pause standen die Partien zwischen Dormagen und Dutenhofen/Münchholzhausen sowie Köln und Essen, danach legten die Gastgeber eine deutliche Schippe drauf und gewannen. Dormagen hatte gegen Dutenhofen zunächst noch Probleme mit dem Abschluss und auch in der Abwehr lief nicht alles rund. „In der zweiten Halbzeit haben wir dann eine Reaktion gezeigt und sind cool geblieben", erklärte Trainer Peer Pütz die Steigerung. Der Wetzlarer Nachwuchs tat sich schwer, die körperliche Überlegenheit von Bayer auszugleichen. Das hatte zur Folge, dass die Gastgeber im Zentrum viele Zweikämpfe für sich entschieden. „Durch ein paar Umstellungen sind wir besser reingekommen. Aber zu häufig folgten bei uns Fehler, wenn wir dran waren", so HSG-Trainer Jan Sommerfeld. „Ausschlaggebend für unsere Niederlage waren die verlorenen Zweikämpfe in der Abwehr und die vergebenen Chancen."
Weil die JSG Köln am Ende cleverer agierte als die Gäste aus Essen und mehr Torhüterparaden verbuchte, blieben die Punkte in der Domstadt. „Leider konnten wir aus unserem sehr guten Start nicht mehr Kapital schlagen. Zum Start der zweiten Halbzeit sind wir ins Hintertreffen, was wir leider nicht mehr aufholen konnten", fasste TuSEM-Coach Viktor Dziabel zusammen. Kölns Dustin Thöne sah’s ähnlich. Er machte den fahrigen Beginn seines Teams als Ursache für 20 Gegentore bis zum Kabinengang aus. „Eine Umstellung auf zwei Kreisläufer hat dabei geholfen wegzuziehen."

Staffel 6:

HLZ Friesenheim-Hochdorf – SG Zweibrücken 42:38 (16:16)

TSG Münster – TSV Pfungstadt 33:27 (18:14)

TV Großwallstadt – HSG Rodgau Nieder-Roden 34:29 (20:11)

Das Rheinland-Pfalz-Derby zwischen Friesenheim-Hochdorf und Aufsteiger Zweibrücken bot B-Jugendhandball auf hohem Level. Vor allem taten sich Luis Frank beim HLZ (14 Tore) und Alexander Möller bei Zweibrücken (9/1) hervor. Die Gäste fanden in der ersten Hälfte gute Wege durch Friesenheims 3:2:1-Deckung, sodass es nach 30 Minuten unentschieden stand. „Durch eine Abwehrumstellung haben wir besseren Zugriff gefunden uns sind noch stärker ins Tempospiel gekommen", fand Volker Schuster aus dem Friesenheimer Trainerteam. „Am Ende waren wir der verdiente Sieger."

Auch Münster und Großwallstadt blieben zu Hause tonangebend. Münster übernahm nach einem 0:3-Rückstand gegen Pfungstadt schnell die Kontrolle und kam mit gutem Umschaltspiel zum Erfolg. „In der zweiten Halbzeit nahm das Tempo ab, es gab viele Eins-gegen-Eins-Zweikämpfe. Hier haben wir diszipliniert agiert und uns für die starke Abwehrleistung belohnt", kommentierte TSG-Trainer Jonte Flach. Pfungstadt musste krankheitsbedingt kurzfristig auf zwei Spieler verzichten und kam nicht in sein gewohntes Spiel. „Mit 13 technischen Fehlern und 17 Fehlwürfen kann man kein Spiel gewinnen. Es war eine verdiente Niederlage", fasste Trainer Lukas Huberty zusammen. In Großwallstadt hatten die TVG-Junioren schon zur Pause für klare Verhältnisse gesorgt. „Großwallstadt hat seine Chancen gut herausgespielt und souverän abgeschlossen. Wir haben in der Abwehr zu viele Zweikämpfe verloren", erklärte HSG-Trainer Lenny Jackl den 11:20-Rückstand nach 30 Minuten. Nach Wiederbeginn kämpften sich die „Baggerseepiraten" besser rein und verkürzten immerhin den Rückstand, sodass sie mit einem guten letzten Eindruck aus der Partie gingen.

Staffel 7:

SG BBM Bietigheim – JSG Balingen-Weilstetten 28:34 (14:14)

HC Erlangen – SG Pforzheim/Eutingen 26:34 (12:13)

Rhein-Neckar Löwen – TVB Stuttgart 43:34 (20:20)

Auf knappe erste folgen in Staffel 7 deutlichere zweite Halbzeiten – und das gleich dreimal. Bei der JSG Balingen-Weilstetten, die in Bietigheim gewann, waren es im ersten Abschnitt neun Fehlwürfe und vier technische Fehler, die Tobias Thumm störten. „Als wir dann Tempo zugelegt und Ballgewinne verzeichnet haben, konnten wir uns bis zur 45. Minute absetzen", schilderte der Gästetrainer. Die SG Pforzheim/Eutingen büßte ihren Vorsprung in Erlangen ein, weil sich in den Minuten vor der Pause die Schrittfehler häuften. Der Re-Start gelang den Gästen gut. „Unsere Abwehr und unser ruhiges Angriffsspiel haben uns dabei geholfen, auf sechs Tore zu erhöhen", erklärte Kapitän Pit Brakert. Die Führung verteidigte die SG, bei der Till Feiter mit elf Toren herausstach, routiniert bis zum Ende.
Stuttgarts Coach Henning Fröschle sah gegenüber dem Vergleich mit den Rhein-Neckar Löwen in der vergangenen Saison einen Fortschritt. „Diesmal sind wir ihnen 40 Minuten lang auf Augenhöhe begegnet. Dann ist uns leider die Kraft ausgegangen und wir waren in der Abwehr in den Eins-gegen-Eins-Aktion nicht mehr stark genug." Im Angriff zeigten die Schwaben phasenweise richtig gute Ansätze, was gegen das Spitzenteam aus Kronau jedoch nicht reichte.

Staffel 8:

TSV Ottobeuren – VfL Günzburg 33:30 (14:12)

TSV Allach – HT München 32:23 (16:12)

Frischauf Göppingen – JANO Filder

Der TSV Ottobeuren und der VfL Günzburg kennen sich aus der Zeit vor der Bundesliga als langjährige Derbygegner bestens. Deshalb konnten beide Teams gut einschätzen, wo die gegnerischen Stärken liegen. „Es war ein Derby auf hohem Niveau", fand TSV-Trainer Herbert Tschugg. Die Führung wechselte im ersten Abschnitt mehrfach. Zunächst hatten die Gastgeber Vorteile, dann Günzburg und hinten raus in der ersten Hälfte wieder der TSV. Die bekannten Leistungsträger rissen das Spiel an sich. Die Günzburger Mateo Christl und Paul Antony (beide 10 Tore) machten viel Betrieb, für Ottobeuren waren die Treffer von Philip Schneider (13/4), Paul Stotz (6) und Mika Bratz (6) viel wert. Hinzu kam eine starke Torwartleistung von Felix Varga. Die Punkte blieben beim TSV, weil dieser nach dem 22:22 (42.) die bessere Endphase erwischte. Trainer Herbert Tschugg: „Wir haben die Nerven behalten und uns am Ende abgesetzt."
Pokalsieger Allach entschied das München-Duell gegen HT deutlich für sich. Der TSV stellte über weite Phasen eine starke Deckung. „Aus den Ballgewinnen haben wir sofort umgeschaltet und viele Tore über die erste und zweite Welle erzielt", erklärte Co-Trainer Alex Miladic, der genauso wie Trainerin Anja Kreitmair sehr zufrieden war. „Dieses Spiel muss man gegen kämpferische HT-Jungs auch erstmal bestehen. Sie haben sich bis zum Ende nie aufgegeben. Respekt dafür." Die Hachinger starteten aufgrund einiger Ausfälle zwar dezimiert, aber dafür sehr diszipliniert in die Partie und setzten ihren Plan gut um. Vor allem in der Anfangsphase überzeugten die Gäste mit einer engagierten Abwehrleistung, ließen nur wenige Durchbrüche zu und der Angriff agierte mit der notwendigen Geduld. „Vor der Halbzeit ließen wir unseren Gegner etwas leichtsinnig davonziehen und gingen mit einem Vier-Tore-Rückstand in die Pause. Mit zunehmender Spieldauer machte sich in einem fairen aber dennoch sehr körperlichen Spiel die breitere Bank der Allacher dann immer mehr bemerkbar", analysierte Münchens Trainer Yannik Ritter und sah gute Entwicklungsschritte. Die Bereitschaft in der Abwehr blieb jedoch bis zum Schluss hoch und auch die Torhüter konnten sich über das ganze Spiel hinweg mehrfach auszeichnen.
Im Spitzenspiel der Staffel zeigten Göppingen und Filder alles, was hochklassigen Jugendhandball ausmacht. „Tolle Individualleistungen, spektakuläre Tore – das war richtig toll anzusehen", schwärmte Göppingens Trainer Tobias Dürler. Jan de Bellis pflichtete ihm seitens der JANO bei. „Es war ein gutes Spiel auf Augenhöhe." Den Unterschied zu Gunsten von Frischauf machten die bessere Chancenverwertung, die bessere Torhüterleistung der Heimmannschaft und die 13 Feldtore von Jonathan Herzfelder aus. Als die Partie auch Mitte der zweiten Halbzeit auf des Messers Schneide stand, steuerte Oskar Schöne wichtige Tore für Göppingen bei. Auch Michl Kiener und Laurin Abele auf den Außenpositionen trafen zuverlässig.

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