Bad Wildungen auf der Lauer - keine Aufstiegsträume in Mainz
Saisonvorschau 3. Liga Frauen Mitte
Die 3. Liga Frauen startet in die Saison 2026/27. Wir blicken auf die Staffel Mitte, ihre Favoriten, Herausforderer und mögliche Überraschungsteams.
In der vergangenen Saison traten die Damen der TSG Mainz-Bretzenheim gemeinsam mit den HSG Bad Wildungen Vipers den Gang in die 3. Liga an. Für die Ischn verlief die Saison, wie man es von einem Absteiger erwarten konnte, die Vipers indes hatten sichtlich Probleme mit dem neuen Terrain. Die TSG wurde am Ende Meister, verzichtete aber auf einen möglichen Aufstieg - die Vipers mussten sich früh mit dem uninteressanten Mittelfeld anfreunden. Ein Jahr später dürfte das Duell der einstigen gemeinsamen Absteiger-Teams deutlich enger werden. Vor allem, da für das Team von Katrin Schneider der Aufstieg schon vor der Saison abgeschrieben wurde.
"Nach intensiver Prüfung müssen wir jedoch feststellen, dass wir die gestiegenen Anforderungen der HBF und die damit verbundenen notwendigen finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen, die für einen nachhaltigen Schritt in die 2. Bundesliga erforderlich wären, derzeit nicht erfüllen können", meldeten die Medien der amtierenden Meistermannschaft bereits Anfang August 2026.
Eine derart offene Kommunikation über ein potenzielles Saisonziel gibt es aus Bad Wildungen nicht, jedoch dürften die Transfer-Aktivitäten für sich sprechen. Noch teilweise in der ablaufenden Saison 2025/26 wurden neben Kim Hering, Fiona Adam und Merle Pauser weitere talentierte wie auch routinierte Spielerinnen verpflichtet. Im Tor komplettiert zur neuen Runde Antonia Woike das Trio, Marie-Sophie Weitzel ersetzt Lena Klöcker auf Rechtsaußen und zuletzt wurde der Neuzugang von Weronika Janzcarek im Rückraum verkündet. Außerdem konnten mit Chiara Thorn und Nele Weyh absolute Stützen der letzten Spielzeit trotz Ausstiegsklauseln gehalten werden.
Dennoch müssen die Vipers mit neuem Anlauf erst an den Spitzenmannschaften der letzten Runde vorbei. Der PSV Recklinghausen wie auch der 1. FC Köln verpasste am Ende doch noch knapp eine bessere Platzierung, vor allem der PSV wird auch in dieser Saison als offensive Macht einhergehen wollen (741 Tore). Und dann ist da natürlich noch die Reserve der HSG Bensheim/Auerbach, die über weite Strecken der Vorsaison gehörig Lehrgeld zahlen musste. Neben den Junior Flamens hielten sich der Thüringer HC II und die 1. FSV Mainz 05 II in der Staffel - zudem dürfte viel vom Unterbau der BVB-Damen, und damit einer weitere Nachwuchs-Truppe, erwartet werden.
Hingegen ähnlich eng wie in der Vorsaison dürfte es für den TB Wülfrath und den TV Aldekerk 07 werden. Ob man sich beim TuS Königsdorf lange mit dem Abstieg beschäftigen wird, bleibt abzuwarten. Womöglich trägt den Verein jedoch die Euphorie des Aufstiegs - sollte das der Fall sein, wird man ähnlich wenig Sorge haben wie im vorigen Jahr die TSG Leihgestern.
Das Duell, auf das man schauen sollte: In der vorigen Saison hätten wohl nicht wenige Experten auf ein Wiederaufstiegs-Duell zwischen der TSG Mainz-Bretzenheim und den HSG Bad Wildungen Vipers gesetzt. Dieses Duell gab es, zumindest im Hinblick auf einen möglichen direkten Wiederaufstieg, nie. Die Ischn haben dem Aufstieg bereits den Rücken gekehrt - wird damit der Weg für hungrige Vipern frei?
Die 3. Liga Frauen Staffel Mitte Saison 2026/27 auf einen Blick:
- Favoriten: HSG Bad Wildungen Vipers, TSG Mainz-Bretzenheim
- Herausforderer: 1. FC Köln 01/07, PSG Recklinghausen
- Geheimtipp: BVB II
- Abstiegskampf: TV Aldekerk 07, TB Wülfrath, TuS Königsdorf
(FMA) / Foto: Imago
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