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Bo Mikkel Vörtmann hält für Rostock das Remis fest
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Bo Mikkel Vörtmann hält für Rostock das Remis fest

2. A-Jugend-Bundesliga männlich: Das passierte am Wochenende

Staffel Nord

HC Empor Rostock – Bergischer HC 36:36 (18:16)

Dramatik bis zur letzten Aktion herrschte an der Ostsee. Nach Fredrick Kückens Ausgleich zum 36:36 vier Sekunden vor Schluss, sprang HC-Spieler Sören Ruppert beim Versuch den schnellen Anwurf zu unterbinden, durch den Mittelkreis. Die Konsequenz: Rote Karte und Siebenmeter. Nun schlug der Moment von Schlussmann Bo Mikkel Vörtmann, der den Strafwurf abwehrte und Empor das Unentschieden festhielt. „Mit Moral und Geschlossenheit haben wir uns diesen Punkt geholt", sagte Rostocks Trainer Tobias Seering. Ihm gefiel, dass sich die Gastgeber im Laufe der ersten Halbzeit steigerten und über die Außenbahnen gute Aktionen zeigte. Schwächen sah er hingegen in der Verteidigung des Löwen-Spiels im sieben gegen sechs. „Mit dem Punkt können wir leben", resümierte BHC-Trainer Daniel Haase, auch wenn er sich gewünscht hätte, dass man die 34:31-Führung in der 57. Minute besser ausgespielt hätte. Zuvor hatten die Gäste nach einer taktischen Umstellung einen 6:0-Lauf hingelegt. „Unsere zweite Halbzeit war insgesamt besser als die erste. Diese gehörte Rostock. Da hatten wir Probleme mit unserer Chancenverwertung", so Haase.

JSG LIT 1912 – JSG Köln 26:33 (13:18)

Im ersten Bundesliga-Spiel einer Kölner A-Jugend verließen die Domstädter das Feld direkt als strahlender Sieger. Felix Lindens Truppe steigerte sich nach anfänglichen Problemen als Kollektiv in die Partie. „Nach einem schlechten Start haben wir uns besser an unsere Vorgaben gehalten, die Helfersituationen gut gelöst und die Würfe zugelassen, die wir zulassen wollten", analysierte Linden. Nach einer Dreiviertelstunden gewannen die Ostwestfalen noch einmal kurz Oberwasser. Die kurzzeitig aufgekommene Kölner Nervosität verschwand in der Auszeit. Linden: „Danach haben wir wieder fokussierter agiert. Mit einer guten Teamleistung haben wir diesen Sieg erreicht."

HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen – MTV Lübeck 33:29 (20:19)

„Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, haben alles gegeben, aber dafür konnten wir uns am Ende nichts kaufen", sagte Lübecks Trainer Kevin Ehrenberg zur Niederlage in Owschlag. Die Gäste haben derzeit mit Verletzungsproblemen auf der rechten Angriffsseite zu kämpfen. Weil der MTV es als notwendig erachtete, Abwehr/Angriff zu wechseln, versuchte OKT im ersten Abschnitt gegen den langen Wechsel hohes Tempo zu veranschlagen. „Mit dem kurzen Wechsel in der zweiten Halbzeit haben wir das besser hinbekommen, und wir haben generell auch in der Abwehr besser gestanden", beobachtete Ehrenberg. Nun machte sich ein anderes Problem bemerkbar bei den Gästen: Die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Daraus schlug der Qualifikant Profit und nahm die beiden Punkte mit. OKT-Trainer Flemming Bunse erklärte das so: „Dank viel Leidenschaft und kompakter guter Deckung haben wir einen verdienten Sieg gelandet."

HSG Lemgo – HC Bremen 40:24 (20:12)

Noel Pausits hatte allen Grund zur Freude. Seine Lemgoer Mannschaft überzeugte, die Zuschauer machten Stimmung – so hatte sich der aus Österreich gekommene Coach der Lipperländer den Auftakt vorgestellt. „Das war eine absolute Teamleistung mit brutaler Mentalität von der ersten bis zur letzten Minute", zeigte er sich mit der Leistung seiner Mannschaft hochzufrieden. Pausits hatte seine Deckung vor allem auf die individuelle Klasse von Mika Beneke eingestellt. Er erzielte mit elf Toren fast die Hälfte der Bremer Treffer, insgesamt hatte Lemgos Coach aber auch für die Verteidigungsarbeit gegen den Torschützen vom Dienst viel Lob übrig. Der beste Goalgetter Partie trug aber das Lemgoer Dress: Moritz Ringelkamp (13/4). Bremen musste nicht nur die Niederlage, sondern auch schon in der zwölften Minute das Ausscheiden von Finn Jacobsen verkraften, der sich offenbar schwerer verletzte. „Bis dahin waren wir ordentlich im Spiel. Die Verletzung hat unserem Spiel dann einen Knacks gegeben. Leider hatten wir heute auch nicht die Möglichkeiten, viel zu wechseln. Wie die Jungs sich in der zweiten Halbzeit mit diesen schwierigen Bedingungen präsentiert haben, hat mir gefallen", fasste Bremens Trainer Tim Schulenberg zusammen.

Staffel Süd

TVB Stuttgart – HC Elbflorenz 45:39 (24:15)

Henning Cal hatte seine Mannschaft auf das TVB-Spiel mit vier Rückraumspielern eingestellt, aber in der Umsetzung taten sich die Dresdener schwer. „In der ersten Halbzeit haben wir das nicht gut umgesetzt bekommen. Dazu kommt noch die Qualität von Stuttgart auf Rückraum rechts, da haben sie wirklich einen besonderen Spieler, der auch viel allein kreiert", sagte der Elbflorenz-Coach. Gemeint: U17-Weltmeister Can Akkoc, der von den Rhein-Neckar Löwen kam und am Samstag 18 Tore (darunter 5 Siebenmeter) für sein neues Team erzielte. 39 Tore des HCE sprechen für eine gute Angriffsleistung. „Wir haben gegen Stuttgarts variierende Abwehrsysteme viele gute Lösungen gefunden", fand Cal. Durch eine offensivere Deckung verkürzten die Gäste im zweiten Abschnitt den Rückstand, sie konnten aber die Schlüsselmomente nicht für sich verbuchen, um das Spiel möglicherweise noch einmal spannend machen zu können. „Stuttgart hatte über die 60 Minuten gesehen die bessere Konstanz", gratulierte Cal den Schwaben zum Heimsieg. Grundstein für den TVB-Heimsieg waren in der ersten Halbzeit die Variabilität im Angriff, die solide Deckung und der gut aufgelegte Justin Müller im Tor. „Im zweiten Abschnitt haben wir weiterhin mit Angriffspower die Führung ausgebaut und dann bisschen gewechselt", schilderte Stuttgarts insgesamt zufriedener Trainer Danijel Grgic. So gingen die letzten sieben Minuten mit 7:1 an die Gäste.

HLZ Friesenheim-Hochdorf – SG Pforzheim/Eutingen 31:31 (14:11)

Im Spiel der Comebacks teilten sich Friesenheim und Pforzheim die Punkte. „Das Unentschieden geht in Ordnung, glücklich sind beide Teams damit aber nicht", erklärte HLZ-Trainer Max Sormani. Er spielte damit auf vertändelte Führungen auf beiden Seiten an. Die Gastgeber erwischte es in den ersten vier Minuten nach der Halbzeitpause mit einem 1:6-Lauf gegen sich, den Sormani mit der Auszeit unterbrach. Pforzheim hingegen brachte die 31:29-Führung in den letzten beiden Minuten nicht ins Ziel. Jannik Knecht setzte den letzten Angriff der Pfälzer zum Ausgleich in die Maschen. „In der zweiten Halbzeit war es gut, dass wir uns immer wieder herangekämpft haben", lobte Sormani. Allerdings lagen die Gastgeber beim 14:13 letztmals in Führung. Über den mehrfachen Gleichstand kam man nicht mehr hinaus.

JSG Melsungen/Körle/Guxhagen – HT München 29:25 (16:16)

Lange Zeit verlief die Begegnung auf Augenhöhe, auf beiden Seiten eingangs aber durchaus auch fehlerbehaftet. Das gehört in einem ersten Saisonspiel auch dazu. Die entscheidende Phase ließ lange auf sich warten. Erst, als die Nordhessen ab Minute 48 eine 3:0-Serie zum 26:22 starteten, stand ein nennenswerter Unterschied auf der Anzeigetafel. „Wir hatten wichtige Torhüterparaden und konnten uns auf eine solide Abwehr verlassen, die München zwang, zum siebten Feldspieler zu greifen", so Melsungens Trainer Eugen Gisbrecht. Er fand, dass seine Mannschaft das Spiel mit einer besseren Chancenverwertung früher für sich hätte entscheiden können. Apropos Chancenverwertung. Mit der haderte auch Münchens Trainer Daniel Teschner. „Unter dem Strich haben wir das Spiel selbst aus der Hand gegeben, da wir unsere Abschlussquote nicht in den Griff bekommen haben. Die MT Talents haben mit einer deutlich konstanteren Leistung im Spielverlauf verdient gewonnen." In den ersten 20 Minuten kompensierten die Bayern ihre Abschlussschwäche mit einer griffigen Abwehr, aber das konnte nicht über die komplette Spielzeit aufrechterhalten werden.

HSG Rodgau Nieder-Roden – TV Großwallstadt 20:29 (11:15)

Wer nur 20 Gegentore kassiert, kann in der Abwehr nicht viel falsch gemacht haben. Dazu passte, dass Großwallstadts Trainer Edis Hodzic nach dem Sieg in Nieder-Roden sowohl mit dem Ergebnis als auch mit der Leistung sehr zufrieden war. „Wir haben emotional, leidenschaftlich und spielerisch von der ersten bis zur letzten Minute unseren Plan eingehalten", stellte er fest. Und das, obwohl die Vorbereitung durch einige fehlende Spieler holprig verlaufen war. Hodzic hatte Respekt vor den „Baggerseepiraten" mit ihren beiden Nationalspielern Constantin Meyer und Luca Möller. Aber auch diese konnten dem Spiel nicht ihren Stempel aufdrücken. „Eigentlich hat heute niemand Normal-Level erreicht. Wir haben nicht zu unserem Angriffsspiel gefunden", ärgerte sich HSG-Coach Julian Klein. Großwallstadt schaffte es immer wieder mit Isolationen Eins-gegen-Eins-Situationen herzustellen und diese für sich zu entscheiden.

Text: René Weiß

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