Tipps für die Reha – wie man sich von Kreuzbandriss & Co. erholt
Advertorial | So kommen Patienten nach Krankheit oder Unfall bei der Reha wieder auf die Beine – zum Beispiel nach Kreuzbandrissen und Knochenbrüchen
Bei einer Rehabilitation sollen Patientinnen und Patienten nach einem Unfall oder einer Krankheit wieder auf die Beine kommen. Nach einem Bänderriss oder Knochenbruch geht es auch darum, wieder mobil und sicher zu werden.
Richtige Begleitung nach Kreuzbandriss, Bruch und Co.
Reha steht für Rehabilitation, also: Wiederherstellung. Nach einer Krankheit oder einem Unfall sollen Patientinnen und Patienten so wieder hergestellt werden, dass sie in ihrem Alltag wieder möglichst gut zurechtkommen. Zu diesem Zweck werden verschiedene medizinische, therapeutische, pädagogische, berufliche oder soziale Maßnahmen umgesetzt, je nach der Problemstellung beim Patienten und den gesetzten Rehabilitationszielen.
Häufig werden Rehas nach neurologischen Krankheiten (z.B. Schlaganfall), akuten Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. Herzinfarkt) oder Tumorerkrankungen wie Krebs verordnet. Für Sportlerinnen und Sportler werden sie zumeist nach orthopädischen Operationen oder unfallbedingten Verletzungen notwendig, wie zum Beispiel Kreuzbandrissen oder Knochenbrüchen. In einer solchen medizinischen Rehabilitation werden dann etwa Maßnahmen der physikalischen Therapie, Ergotherapie oder Physiotherapie eingesetzt.
Welche Arten von Rehas gibt es?
Je nach den Bedingungen und Zwecken werden verschiedene Rehas unterschieden:
Frührehabilitation
Dabei wird bereits während einer stationären Behandlung im Krankenhaus mit bestimmten Rehabilitationsmaßnahmen begonnen.
Anschlussrehabilitation
Bei der klassischen Anschlussrehabilitation wird nach der Behandlung im Krankenhaus eine Reha in einer spezialisierten Rehabilitationseinrichtung durchgeführt. Üblicherweise organisiert dies das Behandlungsteam im Krankenhaus.
Stationäre Rehabilitation
Für üblicherweise drei Wochen befindet sich die Patientin oder der Patient in einer Rehabilitationsklinik. Sie oder er isst und schläft auch dort und absolviert ein individuell zusammengestelltes Maßnahmenprogramm.
Teilstationäre Rehabilitation
Dabei verbringt die Patientin oder der Patient die Nächte und therapiefreien Zeiten wie das Wochenende zu Hause, den Rest der Zeit aber in der Reha-Klinik.
Ambulante Rehabilitation
Viele Rehas können auch ambulant durchgeführt werden. Dabei schläft die Patientin oder der Patient zu Hause und sucht die Reha-Einrichtung für die Behandlungen auf. Ambulante Rehas sind in der Regel auf 20 Behandlungstage beschränkt.
Mobile Rehabilitation
Besonders für ältere Menschen empfehlen sich mobile Rehas, bei denen die Therapeuten zum Hausbesuch zu ihnen kommen.
Wer bezahlt eine Reha?
Die Kostenträger sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Soll die Reha die weitere Teilhabe am Berufsleben ermöglichen, zahlt der Deutsche Rentenversicherung Bund. Soll eine Behinderung oder Pflegebedürftigkeit abgewendet werden, übernehmen die gesetzlichen oder privaten Krankenkassen die Kosten. Wird die Reha infolge eines Betriebsunfalls notwendig, zahlt die gesetzliche Unfallversicherung.
So oder so müssen volljährige, gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten je Behandlungs- beziehungsweise Aufenthaltstag 10 Euro selbst an Zuzahlung leisten.
Was unterscheidet Reha und Kur?
Auch wenn beide in der Regel drei Wochen dauern, unterscheiden sich Reha und Kur deutlich in der Konzeption. Die Reha soll helfen, die körperlichen und gegebenenfalls auch geistigen Fähigkeiten von Patientinnen oder Patienten so wiederherzustellen, dass sie danach am Alltagsleben teilnehmen können.
Eine Kur ist dagegen eine vorbeugende Maßnahme, die helfen soll, beginnende Beschwerden zu beseitigen und zum Beispiel bei älteren Menschen die Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder zeitlich hinauszuschieben.
Sportler-Albtraum: Kreuzbandriss
Kreuzbandrisse und Knochenbrüche sind häufige Verletzungen von Sportlerinnen und Sportlern. Bei beiden wird in der Regel eine Rehabilitation notwendig. Speziell der Kreuzbandriss erfordert eine detaillierte und langwierige Nachbehandlung in der Reha.
Was ist das Kreuzband?
Im Knie gibt es ein vorderes und ein hinteres Kreuzband. Sie verbinden Oberschenkelknochen und Schienbein und stabilisieren das Knie, indem sie die Vor- und Rückwärtsbewegung des Unterschenkels gegenüber dem Oberschenkel begrenzen und so ein Herausgleiten der Gelenkflächen verhindern. Durch eine plötzliche Drehbewegung bei fixiertem und gebeugtem Unterschenkel, eine Überstreckung oder das Wegknicken des Knies können Außenbänder verletzt werden, bei schweren Traumata sind oft auch Kreuz- und Außenbänder, Menisken sowie Kapseln betroffen, auch bekannt als „Unhappy Triad“. Das vordere Kreuzband ist davon statistisch zehnmal häufiger betroffen, weil es länger und dünner ist.
Reha bei Kreuzbandriss
Kreuzbandrisse können operativ oder konservativ behandelt werden. Im ersteren Fall wird das gerissene Band durch ein Stück einer Sehne aus dem Oberschenkel ersetzt und mit speziellen „Ankern“ oder „Dübeln“ im Knochen fixiert. Die konservative Therapie indes beginnt gleich mit der Reha und zielt darauf ab, die Stützmuskulatur des Knies so zu stärken, dass sie die Aufgaben des fehlenden Kreuzbands kompensieren kann.
In beiden Fällen ist in der Regel eine mehrmonatige Rehabilitation notwendig. Dabei wird das Knie stabilisiert und eine kräftige Oberschenkelmuskulatur aufgebaut. Außerdem muss die Patientin oder der Patient wieder ein Gefühl für das Knie entwickeln. Das vordere Kreuzband enthält nämlich spezielle Rezeptoren, die das Gehirn über die mechanischen Kräfte im Knie informieren. Mit physiotherapeutischen Übungen lernen die Patientinnen und Patienten den Verlust zu kompensieren und ihre koordinativen Fähigkeiten wiederherzustellen.
Wie lange dauert eine Reha bei Kreuzbandriss?
Die Rehabilitation nach einem Kreuzbandriss dauert je nach Alter, Trainingszustand und Behandlungsverlauf mehrere Monate. Bis zur Rückkehr in den Sport sollten rund neun Monate eingeplant werden. Entscheidend ist dabei nicht allein die Zeit, sondern auch, ob bestimmte Meilensteine erreicht wurden. So sollte zum Beispiel eine ausreichende Kniebeugung möglich sein, bevor mit dem Radfahren auf dem Ergometer begonnen wird. Vor dem Einstieg ins Lauftraining müssen Patientinnen und Patienten sicher auf einem Bein landen und die Beinachse stabilisieren können. Diese Schritte sollten immer mit den behandelnden Therapeutinnen und Therapeuten abgesprochen werden.
Ein wichtiger Teil der Reha ist außerdem die Prävention. Ziel ist nicht nur, das Knie wieder belastbar zu machen, sondern auch einem erneuten Riss vorzubeugen. Dafür reicht es nicht, ausschließlich die Beinmuskulatur zu trainieren. Auch Becken- und Rumpfmuskulatur spielen eine entscheidende Rolle, um Stabilität, Koordination und sichere Bewegungsabläufe wiederherzustellen.
Reha bei Knochenbrüchen
Auch bei Knochenbrüchen sollte unbedingt eine Reha gemacht werden. Allein mit dem Zusammenwachsen des Knochens ist die Heilung noch lange nicht abgeschlossen. Eventuell schon begleitend, unmittelbar nach der Versorgung des Knochens, auf jeden Fall aber im Anschluss nach dem Krankenhausaufenthalt sollten Reha-Maßnahmen ergriffen werden. Diese beinhalten:
· Physiotherapie
Um die Beweglichkeit wiederherzustellen, die Muskulatur zu stärken, die Koordination zu verbessern und den Stoffwechsel im betroffenen Bereich anzuregen. So kann die Heilung zusätzlich unterstützt werden.
· Schmerzmanagement
Durch ärztlich verordnete Schmerzmittel oder eine Wärme- oder Kältetherapie zur Schmerzlinderung.
· Mobilisation
Sobald es medizinisch möglich ist, sollte mit leichten Bewegungs- und Mobilisationsübungen die Muskulatur aktiviert und die Durchblutung gefördert werden.
Ohne eine begleitende Behandlung und Bewegungstherapie können Knochen unter Umständen minderwertig zusammenwachsen. Gezielte Bewegung dagegen kann die Knochenbruchheilung und den dazu notwendigen natürlichen Knochenumbau unterstützen. Ein entscheidender Punkt nach einem Bruch: Durch mögliches Ruhigstellen eines gebrochenen Knochens kann es zum Verlust von Muskelkraft kommen. Diese sollte unbedingt durch kräftigende Übungen wieder aufgebaut werden.
Brüche am Handgelenk
Handgelenksfrakturen zählen zu den häufigsten Knochenbrüchen. Nach einer Ruhigstellung und operativen Versorgung ist Bewegung entscheidend, um die Funktion der Hand wiederherzustellen. Andernfalls drohen Bewegungseinschränkungen und Kraftverlust.
Rippenbrüche
Typische Beschwerden eines Rippenbruchs sind Probleme beim Atmen, eine eingeschränkte Beweglichkeit im Oberkörper und möglicherweise das Einnehmen einer Schonhaltung. Nach dem Abklingen der akuten Schmerzphase kann Reha-Sport hier helfen, Beweglichkeit und damit Sicherheit im Alltag wiederzuerlangen.
Brüche am Oberschenkel
Eine Oberschenkelhalsfraktur ist häufig das Ergebnis eines Sturzes. Durch zeitnahe gezielte und funktionelle Bewegung in der Reha können hier die Muskulatur aktiviert, Bewegungsabläufe verbessert und eine mögliche Schonhaltung reduziert werden. Damit können Gehfähigkeit, Stabilität und insgesamt die Selbstständigkeit wieder aufgebaut werden. Eine längere Ruhigstellung wird nicht mehr angestrebt, ganz im Gegenteil: Sie verschlechtert unter Umständen sogar den Allgemeinzustand.
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Quelle: LINDA Apotheken | Foto: Sven Simon
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