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Wieder Krimispiele in der Nordstaffel?
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Wieder Krimispiele in der Nordstaffel?

Spieltagausblick B-Jugend-Bundesliga: THW Kiel startet als letzte Mannschaft in die Saison - Bissendorf hofft auf logische Fortsetzung

 

Staffel 1:

HC Empor Rostock – HC Hamburg (Sonntag, 12.30 Uhr)
THW Kiel – MTV Lübeck (Sonntag, 16 Uhr)
SG Flensburg-Handewitt – VfL Bad Schwartau (Sonntag, 17 Uhr)

Als letzte der 48 B-Jugend-Bundesliga-Mannschaften steigt am Sonntag auch der THW Kiel in den Spielbetrieb ein. Nach zwei verlegten Partien beginnt der B-Jugend-Finalist der Vorsaison mit einem Heimspiel gegen den MTV Lübeck. Die Gäste haben zwar den Vorteil der bereits erlangten Spielpraxis auf ihrer Seite, allerdings ändert das nicht viel an der Favoritenstellung der „Zebras". Bislang ist die Gruppe mit den Teams aus dem Hohen Norden die Staffel der engen Ergebnisse. In vier Partien gab es dreimal ein Tor Unterschied, einmal waren es zwei Treffer. Da könnte es auch am Sonntag wieder Krimispiele geben, wenn Rostock (2:0 Punkte) auf Hamburg (2:2) trifft und Flensburg (2:0) auf den VfL Lübeck-Schwartau empfängt. „Viel Aussagekraft wollen wir aus unserem knappen Sieg und Hamburgs Niederlage am zweiten Spieltag noch nicht ableiten – die Saison ist noch jung, die Mannschaften müssen sich erst finden und jedes Spiel beginnt bekanntlich wieder bei null. Unser Ziel ist daher zunächst einmal ganz bescheiden: gut ins Spiel kommen, als Mannschaft zusammenstehen, kämpfen und möglichst lange im Spiel bleiben. Uns erwartet mit Hamburg eine körperlich und spielerisch anspruchsvolle Aufgabe, bei der wir von der ersten bis zur letzten Minute gefordert sein werden", sagt Rostocks Trainerin Christin Witte nach einer Woche mit Krankheiten, Verletzungen und einer Klassenfahrt.

Staffel 2:

HSG Schaumburg-Nord – TSV Burgdorf (Samstag, 14 Uhr)
VfL Horneburg – HC Bremen (Samstag, 16.30 Uhr)
TV Bissendorf-Holte – ATSV Habenhausen (Sonntag, 14 Uhr)

Der TSV Burgdorf hat nach zwei Spieltagen als einzige Mannschaft aus Staffel 2 noch eine weiße Weste. Die „Jungrecken", aus deren Aufgebot Lukas Hertzberg, Mika Füllgrabe, David Stelzer und Linus Edlich für den DHB-Regionallehrgang in Großwallstadt nominiert wurden, befinden sich genau in der Spur, die sie als Gruppenfavorit verfolgen. „Wir können das Spiel gegen Burgdorf relativ entspannt angehen, weil wir nichts zu verlieren haben. Trotzdem werden wir natürlich besonders motiviert sein und alles geben", kündigt Max Gutzeit an. Der Trainer von Qualifikant HSG Schaumburg-Nord konnte bislang zwei packende Partien seines Teams von der Bank aus mitverfolgen, die jeweils mit einem Unentschieden endeten. „Ein guter Saisonstart für uns", bewertet er die beiden Punkteteilungen gegen Bremen und Bissendorf-Holte. Am Sonntag runden Bissendorf und Habenhausen den Spieltag ab. Die Gastgeber hoffen auf die logische Fortsetzung einer Reihenfolge. Nach einer Niederlage mit einem Tor Unterschied gegen Horneburg und einem Unentschieden gegen Schaumburg-Nord wünschen sich die Niedersachsen jetzt den ersten Saisonsieg. „Das wird schwierig genug gegen den amtierenden C-Jugend-Verbandsmeister. Wichtig wird sein, dass wir diesmal die Coolness an den Tag legen, die uns gegen Schaumburg in der zweiten Halbzeit gefehlt hat", sagt Trainer Benedikt Niemann. Genauso wie Bissendorf machen die Heimspiele auch beim VfL Horneburg immer etwas aus. Beim Saisonauftakt sahen rund 250 Zuschauer einen knappen Sieg. Auf diesen Vorteil setzt der Tabellenvierte auch gegen Bremen.

Staffel 3:

HSG Lemgo – JSG Melsungen/Körle/Guxhagen (Samstag, 14 Uhr)
SC Magdeburg – MTV Braunschweig (Sonntag, 16 Uhr)

Zehn Monate sind vergangen, seitdem die letztjährige B-Jugend des MTV Braunschweig beim SC Magdeburg zu Gast war und einen sensationellen 29:25-Auswärtssieg feierte. Die Aufgebote haben sich mittlerweile verändert, aber dieses Spiel dient den Gästen am Sonntag mit Sicherheit als Mutmacher. Auch wenn die Vorzeichen mit 4:0 Punkten beim SCM und 0:4 Zählern beim MTV unterschiedlicher kaum sein könnten. Trotz der beiden Siege ist Trainer Pasqual Tovornik längst nicht rundum zufrieden. „Es ist sehr schade, dass wir kein Ausrufezeichen setzen konnten", macht er deutlich, mehr erwartet zu haben als den Drei-Tore-Sieg. „Von daher muss uns bewusst geworden sein, dass wir selbst vieles beeinflussen können und deutlich reifer agieren müssen, damit wir keine Geschenke verteilen." Die Lemgoer schöpfen hingegen Zuversicht aus dieser engagierten Leistung gegen die Sachsen-Anhalter. „Mit der Leistung aus der zweiten Halbzeit gegen Magdeburg müssen wir uns nicht verstecken. Wir nehmen aber auch mit, dass Fehler eiskalt bestraft werden", so Trainer Lars Bakker. Dazu ist auch die JSG Melsunger jederzeit in der Lage, die nach der überraschenden Niederlage gegen Jena auf Wiedergutmachung brennt.

Staffel 4:

1. VfL Potsdam – Füchse Berlin (Freitag, 16.30 Uhr)
SC DHfK Leipzig – Dessau-Roßlauer HV (Samstag, 14.30 Uhr)
SG NARVA Berlin – HC Elbflorenz (Sonntag, 12 Uhr)

Vor einer Woche trafen die A-Jugenden der beiden Kooperationspartner aus Potsdam und Berlin aufeinander, jetzt messen sich die B-Jugendlichen. Sie machen den Auftakt des 3. Spieltags in der B-Jugend-Bundesliga. „Dass wir bislang zwei so souveräne Auswärtssiege eingefahren haben, war nicht unbedingt zu erwarten", verweist VfL-Trainer Uwe Kalski auch auf die derzeitigen Ausfälle. „Jetzt erwartet uns das erste Topspiel in dieser Saison, auf das wir uns bis ins kleinste Detail vorbereitet haben", ergänzt er. Für Berlin gilt das Gleiche wie für Potsdam: zwei Spiele, zwei Siege, weiße Weste. Vor Selbstvertrauen und positiver Stimmung strotz der HC Elbflorenz. Der Sieg gegen Leipzig kam ziemlich unerwartet, war wegen des großen Einsatzes aber keinesfalls unverdient. Im Auswärtsspiel gegen die SG NARVA Berlin heißt es, den noch punktlosen Gegner nicht zu unterschätzen. Diesen Fehler werden auch die Leipziger nach der Enttäuschung in Dresden nicht machen. Gegen den Dessau-Roßlauer HV streben die Sachsen direkt Wiedergutmachung an.

Staffel 5:

JSG Köln – TSV Bayer Dormagen (Samstag, 16 Uhr)
TuSEM Essen – Bergischer HC (Sonntag, 11 Uhr)
HSG Dutenhofen/Münchholzhausen – VfL Gummersbach (Sonntag, 16 Uhr)

Ben und Nick Srugies, Lennart und Linus Litz sowie Mark Almendinger haben eine Gemeinsamkeit. Alle stammen aus Köln und gingen in der Jugendzeit irgendwann den Weg zum Nachbarn TSV Bayer Dormagen. Weil dort eine leistungsorientiere Perspektive bestand. Seit vier Jahren arbeitet die JSG Köln daran, mehr als nur eine Alternative für diejenigen zu sein, die nach Höherem streben. „Wir wollen etwas dagegen tun, dass uns die Talente wegflitzen. Das gelingt uns immer besser. Inzwischen können wir Spieler gut bei uns halten", sieht B-Jugend-Trainer Dustin Thöne die Entwicklung in die richtige Richtung. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, arbeiten die Domstädter unter anderem mit Kita- und Grundschul-Kooperationen an einem breiten Fundament, auf das eine ambitionierte Spitze aufbaut. „Die Mutter der Derbys", wie Thöne das Heimspiel gegen Dormagen am Samstag bezeichnet, setzt auf beiden Seite zusätzliche Kräfte frei. Auf Kölner Seite noch mehr als die Mannschaft sie nach den beiden Siegen ohnehin schon hat. Thöne weiß aber auch, dass Dormagen stärker einzuschätzen ist als die bezwungenen Teams aus Essen und Dutenhofen. Als Nummer eins der Staffel schätzt Jan Sommerfeld derweil den VfL Gummersbach ein. Sommerfelds Wetzlarer Nachwuchs ist am Sonntag Gastgeber für die Oberbergischen. „Es würde mich nicht überraschen, wenn der VfL nach der Hauptrunde in unserer Staffel ganz oben steht. Wir sind der krasse Außenseiter in diesem Spiel und brauchen schon eine Leistung am Maximum, um eine Chance zu haben." Diese Chance wollen die „Mittelhessen Youngsters" gegen den Tabellenführer trotzdem suchen. TuSEM Essen versucht ebenfalls seine ersten Zähler in dieser Saison einzufahren. Gegner dabei ist der Bergische HC, der gegen Gummersbach der schwierigen Vorbereitung Tribut zollen musste, als sich weite Teile des Teams auf Klassenfahrt befanden. „Wir wollen gegen Essen wieder das Gesicht des 1. Spieltags zeigen und aus der Delle herauskommen", sagt BHC-Trainer Karsten Wefers.

Staffel 6:

SG Zweibrücken – TSG Münster (Samstag, 17.30 Uhr)
TV Großwallstadt – HLZ Friesenheim-Hochdorf (Sonntag, 12 Uhr)
HSG Rodgau Nieder-Roden – TSV Pfungstadt (Sonntag, 13.30 Uhr)

Das Maß der Dinge zum jetzigen Stand in Gruppe 6 besteht aus einer Doppelspitze: Die TSG Münster und das HLZ Friesenheim-Hochdorf kamen genau so aus den Startlöchern, wie es sich die Teams vorstellten. „Zum jetzigen Zeitpunkt sind unsere Leistungen absolut in Ordnung, wir sind aber noch nicht so weit, über 60 Minuten hinweg Konstanz zu zeigen", sagt Friesenheims Trainer Volker Schuster, der hierbei gegen den TV Großwallstadt (2:2 Punkte) auf den nächsten Schritt hofft. Münster ist derweil Qualifikant Zweibrücken gewarnt, der sein erstes Heimspiel erfolgreich beendete und mit der Euphorie des Bundesliga-Aufstiegs erneut punkten will. „Gegen Pfungstadt zu spielen, ist immer unangenehm", weiß Lenny Jackl ganz genau. Der Trainer der HSG Rodgau Nieder-Roden spricht aus Vorerfahrungen, denn die „Baggerseepiraten" und dessen Gegner aus der hessischen Nachbarschaft kennen sich aus vielen vergangenen Duellen bestens. Das Ziel für Sonntag ist das gleiche: Beide Teams wollen den ersten Saisonsieg nach zuvor zwei Niederlagen.

Staffel 7:

JSG Balingen-Weilstetten – TVB Stuttgart (Samstag, 14 Uhr)
SG BBM Bietigheim – HC Erlangen (Sonntag, 16 Uhr)
SG Pforzheim/Eutingen – Rhein-Neckar Löwen (Sonntag, 16.30 Uhr)

Noch ein Partie, dann legt die B-Jugend-Bundesliga wegen der Nationalmannschafts-Maßnahme eine einwöchige Verschnaufpause ein. „Wir wollen diese erste Phase mit einem Sieg beenden", kündigt Tobias Thumm an. Für seine JSG Balingen-Weilstetten wäre es bereits der dritte im dritten Spiel. Bei allem Erfolg setzen sich die „Junggallier" mit der weiteren Steigerung auseinander. „Wir können unser Tempospiel noch verbessern und den Ballfluss steigern", nahm Thumm mit. Der TVB Stuttgart als Gegner im Schwabenderby hielt gegen die Rhein-Neckar Löwen 40 Minuten lang gut mit, brach in der Endphase jedoch ein und verlor. In Balingen versuchen die Schützlinge von Henning Fröschle an diese guten Phasen anzuknöpfen und sie weiter auszudehnen, um nach dem Remis gegen Erlangen jetzt zum ersten Mal einen Sieg feiern zu können. Die Löwen sind im Derby bei der SG Pforzheim/Eutingen zu Gast. Beide Teams liegen gleichauf und wollen sich mit einem Sieg am Sonntag in der Tabelle oben festsetzen. Der HC Erlangen spielt am Sonntag zum ersten Mal auswärts in Bietigheim. Der erste Anlauf zur Partie in Stuttgart endete in einer Vollsperrung auf der Autobahn. Diese Begegnung wurde für den 8. November neu angesetzt.

Staffel 8:

JANO Filder – HT München (Sonntag, 13.15 Uhr)
VfL Günzburg – TSV Allach (Sonntag, 16 Uhr)
Frischauf Göppingen – TSV Ottobeuren (Sonntag, 16 Uhr)

Mit den beiden Siegen gegen HT München und den VfL Günzburg stellte der TSV Ottobeuren seine Bundesliga-Tauglichkeit unter Beweis. Am Sonntag bekommt es der Aufsteiger in Göppingen mit einem Gegner von gehobenem Maß zu tun. „Auch wenn wir auf Platz eins stehen, ist Göppingen der Favorit. Wir werden unseren besten Tag brauchen", sagt TSV-Trainer Herbert Tschugg. Frischauf zeigte vor allem gegen JANO Filder eine Topleistung und zeigte sich bereit für die Spitzenspiele. Vor allem Jonathan Härtsfelder, der mit dem Rückenwind der Nominierung für den Regionallehrgang im Oktober 13 Tore erzielte. An der Spitze der Torschützenliste der Staffel liegt mit Philip Schneider jedoch ein Ottobeurener. DHB-Pokalsieger Allach trifft nach dem Sieg über HT München auf die nächste noch punktlose Mannschaft: den VfL Günzburg. „Wir sollten noch konsequenter zu Werke gehen, wenn wir bestehen wollen", nahm Trainerin Anja Kreitmair aus dem München-Spiel mit. JANO Filder zeigte mit dem Sieg beim Sparkassen-Cup in Berlin in der Saisonvorbereitung bereits sein Potenzial. Von der Niederlage gegen Göppingen sollte sich Jan de Bellis‘ Team nicht aus der Spur werfen lassen. Mit vollem Fokus auf das Heimspiel gegen München können die „Falken" oben dabeibleiben.

Text: René Weiss/Fabian Weber / Foto: Silvia Göres

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