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Burgdorf wackelt erstmals und Leipzig zerlegt Potsdam mit 20 Toren Unterschied
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Burgdorf wackelt erstmals und Leipzig zerlegt Potsdam mit 20 Toren Unterschied

1. Der Spieltag in der B-Jugend-Bundesliga: Allach gewinnt Derby-Krimi in Ottobeuren

Staffel 2: Bissendorf bringt Burgdorf an den Rand einer Niederlage

VfL Horneburg – HSG Schaumburg-Nord 30:37

TV Bissendorf-Holte – TSV Burgdorf 38:42

Es war das Spiel Erster gegen Zweiter und doch war der TSV Burgdorf der klare Favorit. Seine ersten vier Partien konnten die Hannoveraner allesamt mit mindestens 15 Toren Unterschied gewinnen. Gegen Burgdorf lieferten sich die Jungrecken allerdings ein Duell auf Augenhöhe. Die Gastgeber erwischten den besseren Start und führten nach einer Viertelstunde mit 11:9, woraufhin Burgdorfs Trainer Michel Sperling zur ersten Auszeit griff. Auch danach fand der Favorit defensiv nur selten die passenden Antworten. „Wir haben uns da schwergetan. In der ersten Hälfte sind wir nicht in unsere Zweikämpfe gekommen", erklärte Sperling, der den eigenen Angriff gegen die defensive 6:0-Deckung der Bissendorfer dagegen wesentlich besser aufgestellt sah.

Zum überragenden Spieler aufseiten der Gastgeber entwickelte sich Hannes Bocklage, der nach einer Woche Urlaub erst am Spieltag zurückgekehrt war und unglaubliche 18 Treffer erzielte. Dazu steuerte Toni Hannemann neun Tore bei. So blieb Bissendorf bis in die Schlussphase auf Tuchfühlung und lag nach gut 53 Minuten lediglich mit einem Tor zurück. Eine anschließende Zeitstrafe gegen Bocklage nutzten die Gäste allerdings, um sich erstmals etwas deutlicher abzusetzen. Zwar verkürzte Bissendorf in der 59. Minute noch einmal auf 38:40, doch die anschließende offene Deckung ermöglichte Burgdorf zwei weitere Treffer zum 42:38-Endstand. „Es war das erwartet schwere Spiel in Bissendorf", bilanzierte Sperling, dessen Mannschaft am Ende mit vier Toren in Folge den Sieg sicherte.

Trotz der Niederlage dürfte Bissendorf reichlich Selbstvertrauen aus der Begegnung mitnehmen. Trainer Benedikt Niemann verwies auf die kämpferische Leistung seiner Mannschaft, die zudem auf mehrere Spieler verzichten musste.

Einen wichtigen Auswärtssieg feierte unterdessen die HSG Schaumburg-Nord beim VfL Horneburg. Dabei verlief die Begegnung zunächst alles andere als eindeutig. Nach einer emotionalen und umkämpften ersten Halbzeit lagen die Gäste zur Pause sogar mit einem Treffer zurück. Den entscheidenden taktischen Schachzug machte Schaumburg anschließend mit der Umstellung auf eine 6:0-Deckung. Dadurch bekam die HSG mehr Stabilität in ihr Abwehrspiel und fand auch offensiv zunehmend bessere Lösungen. „In der zweiten Hälfte behalten wir einen kühlen Kopf und spielen es souverän aus", freute sich Trainer Max Gutzeit über den letztlich deutlichen 37:30-Erfolg.

 

 

Staffel 3: Magdeburg lässt Melsungen keine Chance

SC Magdeburg – MJSG Melsungen/Körle/Guxhagen 40:22

Einen ungefährdeten Heimsieg feierte der SC Magdeburg, der sich gegen die MJSG Melsungen/Körle/Guxhagen mit 40:22 durchsetzte. Wie schon in den vergangenen Begegnungen konnte sich die Mannschaft von Trainer Pasqual Tovornik auf ihre Defensive und einen zuverlässigen Torhüter verlassen. Anders als zuletzt funktionierte diesmal aber auch das Angriffsspiel wesentlich besser. Vor allem die Ballannahme in der Bewegung und das Timing der Passgeber sorgten dafür, dass Magdeburg immer wieder gute Torchancen herausspielen konnte. Außerdem hat sich das Tempospiel im Vergleich zur vorherigen Begegnung deutlich verbessert. Vollständig zufrieden war Tovornik dennoch nicht. Zu häufig haben seine Spieler bereits in der ersten Welle den Abschluss gesucht und dadurch unnötige Fehlwürfe produziert.

 

 

Staffel 4: Leipzig demütigt Potsdam im Spitzenspiel

SG NARVA Berlin – Füchse Berlin Reinickendorf 22:54

HC Elbflorenz – Dessau-Roßlauer HV 35:38

SC DHfK Leipzig – 1. VfL Potsdam 47:27

Die Zuschauer hatten ein Spitzenspiel in Leipzig erwartet, doch daraus wurde eine überraschend einseitige Angelegenheit. Mit 47:27 fertigte der SC DHfK Leipzig den 1. VfL Potsdam ab und feierte einen Erfolg, der auch mit Blick auf den später möglicherweise entscheidenden direkten Vergleich von großer Bedeutung sein könnte. Von Beginn an präsentierten sich die Gastgeber aggressiver, verteidigten kompakter und kamen dadurch immer wieder zu einfachen Toren, was ihnen eine Halbzeitführung mit acht Toren Differenz einbrachte. Auch nach dem Seitenwechsel ließ die Mannschaft von Trainer Jonas Höhnicke nicht nach und baute ihren Vorsprung kontinuierlich aus. „Wir waren über 60 Minuten zu jedem Zeitpunkt klar besser als Potsdam, in allen Belangen", zeigte sich Höhnicke zufrieden. Vor allem die Mentalität seiner Spieler gefiel ihm. Trotz der frühen Führung hat die Mannschaft bis zum Ende jeden Treffer ernst genommen und alles für ein möglichst gutes Ergebnis gegeben. Auf der Gegenseite fand Potsdams Trainer Uwe Kalski deutliche Worte. „Natürlich war es eine desolate Leistung und ein herber Rückschlag für uns", erklärte er und sprach von der mit Abstand schwächsten Saisonleistung seiner Mannschaft. Zahlreiche individuelle Fehler, fehlende Verantwortung der Führungsspieler und das wiederholte Abweichen vom eigenen Spielkonzept hatten es Leipzig leicht gemacht.

Noch deutlicher als Leipzig gewannen die Füchse Berlin ihr Auswärtsspiel bei der SG NARVA Berlin. Bereits nach acht Minuten führten die Gäste mit 10:0 und machten damit früh klar, wer das Stadtduell bestimmen würde. Dabei hatte Füchse Trainer Ludwig bewusst auf seine vermeintlich stärkste Anfangsformation verzichtet und gab im Laufe der Begegnung auch zwei C-Jugendlichen umfangreiche Einsatzzeiten. „Die restliche erste Halbzeit war dann alles so ein bisschen Halbgas", bemängelte Ludwig und so gingen die Füchse mit einem zwölf Tore Vorsprung in die Pause, der noch deutlicher hätte ausfallen können. In der zweiten Hälfte zeigte seine Mannschaft allerdings wieder ein anderes Gesicht und spielte die zweiten 30 Minuten konsequent zu Ende. Mit 54:22 feierten die Füchse schließlich einen der höchsten Siege des bisherigen Saisonverlaufs.

Auch der HC Elbflorenz musste sich vor heimischem Publikum geschlagen geben. Gegen den Dessau-Roßlauer HV unterlagen die Dresdner mit 35:38 und konnten vor allem defensiv nicht überzeugen. „Dessau hat verdient gewonnen. Wir haben es in der Deckung weder geschafft, Bälle zu klauen, noch die Distanzwürfe effektiv zu verhindern", so Elbflorenz-Trainer Daniel Grieve im Nachgang der Partie. Dabei hatte sich seine Mannschaft für die Begegnung einiges vorgenommen, „aber das war heute zu wenig", bilanzierte Grieve enttäuscht.

 

 

Staffel 5: Dormagen überrollt Gummersbach in der Schlussphase

TSV Bayer Dormagen – VfL Gummersbach 37:28

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen – TUSEM Essen 27:31

Lange Zeit sah es nicht danach aus, als würde der TSV Bayer Dormagen sein Heimspiel gegen den VfL Gummersbach mit neun Toren Unterschied gewinnen. Die Gäste hatten sich nach ihren bisherigen Auswärtsniederlagen viel vorgenommen und erwischten zunächst einen ordentlichen Tag. Mit einer kompakten Abwehr und gutem Zusammenspiel zwischen Rückraum und Kreis hielten sie die Begegnung offen, bis zu der Gummersbacher Tom Loosen kurz vor der Halbzeit die rote Karte sah. Da bereits zwei wichtige Stammspieler fehlten, wurde die ohnehin dünne Personaldecke damit noch einmal kleiner, dennoch hielten die Gäste bis zur 43. Minute gut mit.

Danach machten sich die fehlenden Wechselmöglichkeiten aber zunehmend bemerkbar. Gummersbach verlor gegen die offensive Dormagener Deckung immer häufiger den Ball und bot den Gastgebern auch defensiv mehr Räume. Dormagen nutzte diese Schwächen konsequent und zog in der Schlussphase davon. Gummersbachs Trainer Maciej Dmytruszynski ärgerte sich über das deutliche Ergebnis, wollte seiner Mannschaft aber keinen großen Vorwurf machen. „Sie haben bis zum Schluss gekämpft, aber irgendwann waren die Kräfte einfach nicht mehr da", erklärte er.

Eine bittere Heimniederlage musste die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen gegen TUSEM Essen hinnehmen. Die Gastgeber hatten die Begegnung zunächst gut im Griff, erspielten sich in der ersten Halbzeit einen Vier-Tore-Vorsprung und führten zwischenzeitlich auch nach der Pause mit 18:14. Doch anstatt die Führung weiter auszubauen, leistete sich die HSG zunehmend Fehler und brachte Essen damit zurück in die Partie, ärgerte sich Essens Trainer Jan Sommerfeld. Als seine Mannschaft beim Stand von 21:23 einen Tempogegenstoß vergab und im Gegenzug das 21:24 kassierte, wurde die Aufgabe immer schwieriger. Dutenhofen musste seine Deckung öffnen, fand aber nicht mehr zurück ins Spiel.

Auf Essener Seite sah Trainer Viktor Dziabel vor allem die bessere Leistung nach der Pause als entscheidend für den Sieg an. Seine Mannschaft agierte im Angriff geduldiger und profitierte zudem von den größeren Wechselmöglichkeiten. „Dadurch waren wir am Ende vielleicht auch auf den entscheidenden Positionen etwas frischer", vermutete Dziabel.

 

 

Staffel 6: Friesenheim bezwingt Münster und Zweibrücken gewinnt Handball-Krimi

TVG Junioren-Akademie – TSV Pfungstadt 34:30

HLZ Friesenheim/Hochdorf – TSG Münster 40:34

SG Zweibrücken – HSG Rodgau/Nieder-Roden 32:31

Vor mehr als 450 Zuschauern entwickelte sich zwischen der SG Zweibrücken und der HSG Rodgau/Nieder-Roden ein spannendes Duell, in dem die Gastgeber lange knapp vorne lagen. Nieder-Roden leistete sich vor allem in der ersten Halbzeit zu viele überhastete Abschlüsse und lief deshalb immer wieder einem Rückstand von ein bis drei Toren hinterher. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie zunächst offen, bevor Zweibrücken eine schwächere Phase der Gäste nutzte, um sich zwischenzeitlich auf fünf Treffer abzusetzen. Nieder-Roden gab sich aber noch nicht geschlagen und schaffe es noch einmal auf ein Tor heranzukommen. „Wir haben aber nie die entscheidenden Momente genutzt, um den Ausgleich zu erzielen", haderte Trainer Lenny Jackl. Zweibrückens Coach Stefan Bullacher sah dagegen vor allem die stabile 6:0-Deckung seiner Mannschaft als Grundlage für den knappen Erfolg. „Es war ein tolles Handballspiel", freute sich Bullacher über den 32:31-Sieg.

Deutlich mehr Tore bekamen die Zuschauer beim HLZ Friesenheim/Hochdorf zu sehen. Gegen die TSG Münster erwischten die Gastgeber einen hervorragenden Start und führten nach zehn Minuten bereits mit 10:4. Münster fand anschließend allerdings besser in die Begegnung und verkürzte den Rückstand dank einer starken Torhüterleistung bis zur Halbzeit auf zwei Treffer. Nach dem Seitenwechsel wiederholte sich jedoch das Bild aus der Anfangsphase. Friesenheim spielte mit hohem Tempo nach vorne und setzte sich zwischenzeitlich auf 32:24 ab. Diesen Rückstand konnte Münster trotz einer Leistungssteigerung in den letzten 20 Minuten nicht mehr aufholen. „Die Friesenheimer spielen wirklich konsequent mit maximalem Tempo nach vorne und sind da super effizient", erkannte Münsters Trainer Jonte Flach die Leistung des Gegners an.

Auch die TVG Junioren-Akademie Großwallstadt durfte sich über zwei Punkte freuen. Gegen den TSV Pfungstadt setzten sich die Gastgeber mit 34:30 durch und profitierten dabei vor allem von ihrer starken ersten Halbzeit. Aus einer guten Abwehr heraus kam die Mannschaft von Trainer Leon Brüning immer wieder mit Tempo nach vorne. Allerdings ließ der TVG auch einige Möglichkeiten ungenutzt. „Wenn man etwas kritisieren möchte, ist das unsere Chancenverwertung", erklärte Brüning. Pfungstadt fand dagegen zunächst nur schwer in die Begegnung und wurde für nahezu jeden Fehler bestraft. Nach der Pause steigerten sich die Gäste allerdings und entschieden die zweite Halbzeit sogar für sich. Trainer Lukas Huberty sah darin zumindest einen kleinen Lichtblick.

 

 

Staffel 7: Löwen gewinnen knapp in Erlangen – Stuttgart dreht nach der Pause auf

HC Erlangen – Rhein-Neckar Löwen 31:32

SG Pforzheim/Eutingen – JSG Balingen-Weilstetten 35:29

SG BBM Bietigheim – TVB Stuttgart 34:42

Viel hat nicht gefehlt und der HC Erlangen hätte den Rhein-Neckar Löwen zwei Punkte abgenommen. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Begegnung erwischten die Gastgeber zunächst die bessere Phase und brachten die personell geschwächten Löwen, die mit einer veränderten Abwehrformation antreten mussten, immer wieder in Schwierigkeiten. Nach dem Seitenwechsel wendete sich allerdings das Blatt. Erlangen verlor zeitweise die Abstimmung zwischen Abwehr und Torhüter und leistete sich beim Umschalten einige unglückliche Aktionen. Die Gäste nutzten diese Schwächen, um die Führung zu übernehmen. Doch Erlangen kämpfte sich in den Schlussminuten zurück und beim letzten Angriff bot sich sogar noch die Gelegenheit zum Ausgleich, doch die Gastgeber kamen nicht mehr zum Abschluss und mussten sich mit 31:32 geschlagen geben.

Einen weiteren Rückschlag musste die JSG Balingen-Weilstetten hinnehmen. Bei der SG Pforzheim/Eutingen unterlagen die Gäste mit 29:35 und standen am Ende vor allem ihren eigenen Fehlern im Weg. Gleich 16 technische Fehler und 14 Fehlwürfe machten es Balingen schwer, sich für die eigenen Bemühungen zu belohnen. Dabei war die Partie keineswegs früh entschieden. Nach dem Seitenwechsel konnten die Gäste sogar noch einmal den Ausgleich herstellen. Doch ausgerechnet in dieser Phase erwiesen sich die Pforzheimer Torhüter als wichtiger Rückhalt und verhinderten, dass die Begegnung endgültig kippte. Hinzu kam die stabile 6:0-Deckung der Gastgeber, gegen die Balingen immer wieder Lösungen fehlten. „Das tut brutal weh. Wir hatten uns viel vorgenommen", ärgerte sich Trainer Tobias Thumm, der vor allem die zahlreichen Fehler im eigenen Spiel kritisierte. Auch Pforzheims Co-Kapitän Felix Dörflinger sah trotz des Erfolgs noch Verbesserungsbedarf, insbesondere bei der Chancenverwertung und im Überzahlspiel.

Deutlich mehr Gegenwehr als das Endergebnis vermuten lässt, musste der TVB Stuttgart bei der SG BBM Bietigheim überwinden. Die Gastgeber zeigten in der ersten Halbzeit eine starke Angriffsleistung, ließen den Ball geduldig laufen und fanden immer wieder Lücken in der Stuttgarter Defensive. Mit 21 Gegentoren bis zur Pause war Trainer Henning Fröschle alles andere als zufrieden. „Dass sie so gut gegen uns spielen beziehungsweise wir so schlecht in der Abwehr agieren, davon bin ich nicht ausgegangen", räumte der Coach ein. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Stuttgart allerdings wesentlich stabiler. Die Gäste bekamen Bietigheims Angreifer zunehmend in den Griff und nutzten auf der Gegenseite die größer werdenden Lücken in der gegnerischen Deckung. Bietigheim verlor immer häufiger die Zweikämpfe und konnte auch seine Torhüter nicht mehr ausreichend unterstützen. So setzte sich Stuttgart schließlich deutlich auf 42:34 ab. „Der Schlüssel zum Erfolg lag in der Abwehr, weil wir sie dann einfach im Griff hatten", freute sich Fröschle im Anschluss der Partie.

 

 

Staffel 8: Allach gewinnt Derby-Krimi und Göppingen überrollt München

Frisch Auf Göppingen – HT München 42:25

TSV Ottobeuren – TSV München-Allach 39:40

VfL Günzburg – JANO Filder 31:41

Was für ein Derby in Ottobeuren! Vor knapp 350 Zuschauern lieferten sich der TSV Ottobeuren und der TSV München-Allach einen offenen Schlagabtausch, in dem sich über weite Strecken keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Zur Halbzeit stand es folgerichtig 19:19. Auch nach der Pause blieb die Begegnung umkämpft, ehe sich den Gastgebern in der 40. Minute durch eine doppelte Überzahlsituation eine große Gelegenheit bot, um ihren zwei Tore Vorsprung weiter auszubauen. Diese Gelegenheit ließen Jungs aus Ottobeuren allerdings verstreichen und kassierten stattdessen den Ausgleich zu 28:28. „Da hätten wir wahrscheinlich den Sack zumachen können", ärgerte sich Ottobeurens Trainer Herbert Tschugg. Danach wechselten sich die Mannschaften mit knappen Führungen ab, bevor München-Allach in einer hochspannenden Schlussphase das glücklichere Ende für sich hatte. Zwei vergebene Freiwürfe verhinderten, dass Ottobeuren noch einmal zum Ausgleich kam und so gewann Allach das Derby mit 40:39.

Ganz anders verlief die Begegnung zwischen Frisch Auf Göppingen und HT München. Zwar gingen die Gastgeber in der Anfangsphase mit fünf Toren in Führung, verloren anschließend aber komplett den Faden und ließen München wieder herankommen. Die Gäste verteidigten konsequent und gingen nach einer starken Aufholjagd mit einem 15:15 in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel war von der zuvor ausgeglichenen Begegnung allerdings nicht mehr viel zu erkennen. Göppingen ließ den Ball nun wesentlich besser laufen und kam immer wieder zu einfachen Gegenstoßtoren. München leistete sich dagegen zunehmend Ballverluste und konnte dem Tempo der Gastgeber schließlich nichts mehr entgegensetzen. Mit 42:25 fiel der Göppinger Sieg am Ende überraschend deutlich aus. „In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Ballsicherheit leider völlig verloren, zusätzlich spielten sich die Göppinger in einen Rausch, dem wir spätestens nach einer schweren Verletzung auf unserer Seite nichts mehr entgegenzusetzen hatten", so Münchens Coach Yannik Ritter.

Ähnlich verlief die Partie zwischen JANO Filder und dem VfL Günzburg. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit konnten die Gastgeber das hohe Tempo der Filderstädter nach dem Seitenwechsel allerdings nicht mehr mitgehen. Ab der 39. Minute gelang JANO dann der entscheidende Lauf, bei dem sie aus einer 24:22-Führung ein 27:22 machten und ihren Vorsprung anschließend kontinuierlich ausbauten. Günzburg musste häufig wechseln und leistete sich zunehmend technische Fehler, während Filder aus einer stabilen Abwehr heraus zu zahlreichen Ballgewinnen kam. Am Ende stand ein deutlicher 41:31-Auswärtssieg. Trotz des klaren Erfolgs sieht JANO aber noch Verbesserungsbedarf, bevor am kommenden Wochenende das Spitzenspiel gegen Tabellenführer München-Allach ansteht.

 

Text: Jan-Malte Minnerup I Foto: Markus Kostron

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