Handball.netAtlas Logo
imagen
30 Paraden: Niklas Vogt-Rohlf ist Bissendofs Mauer
DHB
|

30 Paraden: Niklas Vogt-Rohlf ist Bissendofs Mauer

Spieltagszusammenfassung B-Jugend-Bundesliga: Pforzheim überrascht die Rhein-Neckar Löwen

Staffel 1

HC Empor Rostock – HC Hamburg 32:35 (11:19)
THW Kiel – MTV Lübeck 32:26 (16:9)
SG Flensburg-Handewitt – VfL Lübeck-Schwartau 30:26 (12:13)

Die Niederlage nach zwischenzeitlich deutlicher Führung vor einer Woche gegen den VfL Lübeck-Schwartau befand sich noch in den Hinterköpfen der Spieler des HC Hamburg. Und auch diesmal musste die Mannschaft von Johannes Krüger in der zweiten Halbzeit Rostock einen Großteil seiner Führung abgeben (22:19 nach 20:11), aber ins Wanken kamen die Gäste nicht mehr. „Bis auf diese Schwächephase haben wir ein gutes Spiel gezeigt", lobte Krüger nach dem zweiten Saisonsieg. Nur elf Gegentore in der ersten Halbzeit mit acht Gegentoren aus dem Rostocker Positionsangriff heraus zeigen die Abwehrstärke des HCH. Im Angriff steuerte Nils Ehehalt das Spiel mit viel Übersicht, aber auch Torgefahr. Nach dem guten Start bekam Empor in Unterzahl Probleme. Technische Fehler leiteten Hamburger Gegenstoßtore ein. Trainerin Christin Witte machte im zweiten Abschnitt Parallelen aus. Mit guter Anfangsenergie kam Rostock bis auf drei Tore heran, aber dann bremsten zu viele Fehlwürfe die Aufholjagd. Vor Hamburg führt die SG Flensburg-Handewitt verlustpunktfrei die Tabelle an. Im Heimspiel gegen Schwartau lief der Erstliga-Nachwuchs bis in die zweite Halbzeit hinein einem Fehlstart hinterher. Erst beim Stand von 17:16 (38.) gingen die Gastgeber erstmals in Führung. „Mit unserer aggressiven Abwehr können wir zufrieden sein. Auch wenn wir einige technische Fehler hatten, haben wir verdient gewonnen", urteilte SG-Trainer Jonah Sowada. Auf diese führte derweil auch VfL-Coach Benedikt Köhler schlussendlich die Niederlage zurück: „Außerdem haben wir keinen Zugriff in der Abwehr gefunden. In der ersten Halbzeit haben wir dafür sehr ordentlich gespielt."
Am 3. Spieltag ist nun auch der THW Kiel in die Saison gestartet. Nach zwei verlegten Partien setzte sich der Vizemeister mit kleinem Kader von nur zwölf Spielern gegen den MTV Lübeck durch. Für die Gäste war es die dritte Niederlage im dritten Spiel, aber alle fielen alles andere als deutlich aus. Gegen Hamburg fehlten zwei Treffer, gegen Flensburg ein Tor und auch Kiel ist eine Fünf-Tore-Niederlage keine Schande. „Wir haben uns lange Zeit gut an unseren Matchplan gehalten, was die neun Gegentore in der ersten Halbzeit widerspiegeln. Im Angriff hatten wir in der zweiten Halbzeit eine kurze Schwächephase, von der wir uns erholt haben. Der Sieg war souverän", ordnete THW-Trainer Hendrik Hell das Ergebnis ein.

Staffel 2

HSG Schaumburg-Nord – TSV Burgdorf 34:49 (18:27)
VfL Horneburg – HC Bremen 23:37 (11:22)
TV Bissendorf-Holte – ATSV Habenhausen 32:25 (15:14)

Der TSV Burgdorf bleibt die dominante Mannschaft in Staffel 2. Mit 6:0 Punkten und nach drei Spielen bereits mit einem Torverhältnis von +50 thronen die Niedersachsen überlegen an der Tabellenspitze. Gegen Qualifikant HSG Schaumburg-Nord dominierten die Gäste und trafen satte 49 Mal. „Wir haben offensiv sehr gut gespielt und kompakt verteidigt. Ein paar Probleme hatten wir lediglich bei der Kreisläufer-Verteidigung", zeigte sich TSV-Trainer Michel Sperling hochzufrieden. Die weiteren Gewinner des Wochenendes holten ihre ersten Siege in dieser Saison. Nach langer Zeit gastierte der HC Bremen wieder einmal in Horneburg. Durch die Staffeleinteilung im ersten und den Abstieg des VfL im zweiten Jahr der B-Jugend-Bundesliga musste man drei Jahre lang auf diesen Vergleich warten. Horneburg setzte auf den Überraschungseffekt und begann im Gegensatz zu den bisherigen Spielen mit vier Rückraumspielern und einer 3:2:1-Deckung. Bremen war darauf vorbereitet und führte schon nach 25 Minuten mit 18:8. Niklas Pahler traf zur Pause bereits neunmal, hinzu kamen zehn Paraden von Levi Meineke, der mit sieben weiteren Paraden ab Minute 40 an diese Leistung anknüpfte und seiner Mannschaft die Ruhe gab, die sie brauchte, um sich weiter abzusetzen (21:31, 50.). „Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit kontrolliert, der Sieg geriet nie in Gefahr", sagte HCB-Trainer Tizian von Lien.
Einen Sahnetag erwischte Niklas Vogt-Rohlf. Der Schlussmann des TV Bissendorf-Holte parierte beim Heimsieg gegen den ATSV Habenhausen sage und schreibe 30 Würfe auf sein Tor. „In der ersten Halbzeit waren unzählige freie dabei. Das war herausragend", sagte TVBH-Trainer Benedikt Niemann. Im zweiten Abschnitt leistete die Abwehr größere Unterstützung, drängte die Gäste häufiger nach Außen ab, sodass weiterhin etliche Würfe sichere Beute des Keepers wurden. Bissendorf zeigte gegenüber den Vorwochen einen deutlichen Schritt nach vorn und tankte Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben. „Die Zuschauer bekamen viele gute Aktionen und spannende Momente zu sehen. Gegen Ende merkte man jedoch, dass bei uns die Kräfte nachließen. Dazu kamen einige technische Fehler, die Bissendorf nutzte, um sich abzusetzen. Trotz der Niederlage war es über weite Strecken ein gutes und spannendes Spiel, in dem unsere Mannschaft viel Einsatz gezeigt hat", fasste ATSV-Trainer Irek Faciejew zusammen.

Staffel 3

HSG Lemgo – JSG Melsungen/Körle/Guxhagen 39:39 (21:19)
SC Magdeburg – MTV Braunschweig 44:23 (22:8)

Von „Angriffshandball, wie man ihn liebt" sprach Melsungens Coach Finn Lemke nach dem spektakulären 39:39 der Nordhessen in Lemgo. Dort also, wo der ehemalige Nationalspieler zwischen 2011 und 2015 seine ersten Bundesligaspiele absolvierte. Eine mehrfach wechselnde Führung und viel Spannung bis zum Schluss waren für die Zuschauer das Salz in der Suppe. Weil Antonio Fabijanic der HSG mit einem verwandelten Siebenmeter vier Sekunden vor Schluss den Sieg entriss, tat das Ergebnis Lars Bakker weh. „Weil wir in der ersten und Melsungen in der zweiten Halbzeit Vorteile hatte, geht das Unentschieden in Ordnung", ordnete der Lemgo Trainer das Resultat ein. Nachdem Melsungens 5:1-Abwehr den Gastgebern Probleme bereitet hatte, kämpfte sich Lemgo noch einmal zurück. In der Endphase kosteten ein paar Deckungsfehler zu viel die volle Punktausbeute. Spitzenreiter ist und bleibt der SC Magdeburg, der dem MTV Braunschweig diesmal keine Chance ließ. Vor einem Jahr hatten die Niedersachsen den SCM noch überraschend bezwungen. Diesmal war der MTV jedoch gänzlich ungefährlich. „Magdeburg hatte von Anfang bis zum Ende alles im Griff. Wir haben einen rabenschwarzen Tag erwischt", fiel das Fazit von Trainer Udo Falkenroth enttäuscht aus. Der Favorit legte mit einer konstanten Abwehrleistung die Basis für den Erfolg. „Auch nach Wechseln konnten wir unsere Leistung abrufen. Das war sehr zufriedenstellend und sollte allen ein gute Gefühl und Vertrauen in die eigenen Stärken für die kommenden Aufgaben geben", so SCM-Coach Pasqual Tovornik.

Staffel 4

VfL Potsdam – Füchse Berlin 31:39 (16:19)
SC DHfK Leipzig – Dessau-Roßlauer HV 32:30 (15:16)
SG NARVA Berlin – HC Elbflorenz 40:46 (19:21)

Mit neun Toren Unterschied endete das Derby zwischen Potsdam und den Füchsen Berlin – das klingt nach einer klaren Nummer für die Gäste. „So deutlich war’s nicht", widerspricht VfL-Trainer Uwe Kalski. 45 Minuten lang sah er seine Mannschaft gleichwertig. Erst in der Schlussviertelstunde machte sie sich mit einem kollektiven Totalausfall die bis dahin gute Leistung zunichte. Abwehrprobleme auf den Halbpositionen und viele Gegenstoßtore der Füchse waren ausschlaggebend für das klare Ergebnis. „Unser Mindset passte am Ende nicht mehr zu dem, was die Mannschaft zuvor geleistet hatte", sagte Kalski, der Jan Jäger und Matteo Prokop für ihre Leistungen lobte. Bei den Gästen spielten zum ersten Mal in dieser Saison Malte Lorz und Moritz Leyendecker mit, die ansonsten fest zum A-Jugend-Stamm gehören. Eine Nominierung von Trainer Fabian Ludwig, die verdeutlicht, wie wichtig den Füchsen das Spiel gegen den Kooperationspartner war. Hinter den Füchsen (6:0 Punkte) zogen der SC DHfK Leipzig und der HC Elbflorenz mit Potsdam gleich (alle jetzt 4:2 Zähler). Elbflorenz begann gegen NARVA Berlin mit Fehlwürfen und lief die ganze erste Halbzeit dem Fehlstart hinterher. In der zweiten Halbzeit stabilisierten sich die Dresdener, indem sie offensiver verteidigen - am Ende sogar mit einer 3:3-Variante, was zu Ballgewinnen führte. „26 Fehlwürfe haben dafür gesorgt, dass wir uns nicht früher absetzen konnten", schilderte HCE-Trainer Daniel Grieve. NARVA bleibt genauso wie der Dessau-Roßlauer HV punktlos im Keller der Tabelle, aber beide Teams zeigten am Wochenende, dass sie mehr können. „Wir haben eine große Steigerung gezeigt. Das lässt uns hoffen", hielt NARVA-Trainer Toni Buchwald nach der Niederlage gegen Elbflorenz fest. Vor allem der gute Beginn und ein 4:0-Lauf mit guter Moral einer Aufholjagd in der zweiten Halbzeit machen Mut. „Leider haben wir gegen Ende das Tor nicht getroffen. Die offensive Abwehr hat uns Probleme bereitet", so Buchwald. Lob vom Gegner erhielten die Dessau nach der knappen Niederlage in Leipzig. „Sie hätten sich vielleicht ein Unentschieden verdient gehabt. Anders als vor einer Woche war es diesmal ein glücklicher Sieg für uns", urteilte Leipzigs Übungsleiter Jonas Höhnicke. Fortschritte erkannte er in der Abwehr, die den DRHV zu vielen Notwürfen zwang. „Unser Tempospiel wollen wir aber noch mehr einbringen", ergänzte Höhnicke. Erst recht, weil sich der Rückraum im Positionsangriff gegen den körperlich überlegenen Gegner schwertat.

Staffel 5

TuSEM Essen – Bergischer HC 32:25 (16:9)
JSG Köln – TSV Bayer Dormagen 33:38 (12:18)
HSG Dutenhofen/Münchholzhausen – VfL Gummersbach 32:30 (17:18)

In der Staffel 5 mussten die Mannschaften, die vor dem Spieltag die ersten beiden Plätze belegten, Niederlagen hinnehmen. Köln unterlag zu Hause dem TSV Bayer Dormagen, Gummersbach erlebt auswärts beider HSG Dutenhofen/Münchholzhausen den ersten Dämpfer der Saison. Im dritten Spiel musste der BHC auf eine wichtige Säule verzichten. Mikkel Oelze konnte keinen Einfluss auf das Spiel nehmen, was der Auswärtsmannschaft in Essen sichtlich wehtat. „Bei uns waren aufgrund von Krankheit auch nicht alle da. Wir mussten unter der Woche sogar zwischenzeitlich mit fünf bis sechs Mann trainieren", blickte Viktor Dziabel auf die vergangene Woche zurück. Dennoch zeigte sich der TuSEM-Trainer sichtlich zufrieden: „Wir standen über das gesamte Spiel hinweg defensiv sehr stabil und haben einen souveränen Auftritt gezeigt. Jetzt heißt es für jeden erst einmal, sich auszukurieren, um wieder aus dem Vollen schöpfen zu können." Für BHC-Trainer Karsten Wefers soll die vermeintliche Abhängigkeit von Oelze keine Ausrede sein. „Unser Lösungen zogen heute nicht. Mit einer ordentlichen Phase zwischen der 31. und 50. Minute sind wir bis auf ein Tor herangekommen, aber dann haben wir uns durch Zeitstrafen in Unterzahl und schwierige Situationen gebracht." In der Domstadt bezwang Dormagen die bisher noch ungeschlagene JSG. Schon zur Pause deutete sich dieser Ausgang an, denn auf der Anzeigetafel stand ein Sechs-Tore-Unterschied. Dieses Ergebnis konnte der Aufsteiger nicht mehr zu ihren Gunsten drehen. Trainer Dustin Thöne sprang eine ernüchternde Statistik besonders ins Auge: Sein Team verwarf sechs Siebenmeter. „Wir hatten viele gute Angriffsaktionen, die wir aber leider nicht in Tore umgemünzt haben." Dormagen baute seinen Sieg auf eine sehr gute Hintermannschaft auf. Die 38 Treffer sprachen zudem für die guten Lösungen in der Offensive. „Durch ein paar Zeitstrafen gegen uns kam Köln in der zweiten Halbzeit noch einmal auf. Es war wichtig, dass wir cool geblieben sind und zu unserem Spiel zurückgefunden haben", kommentierte Bayer-Trainer Peer Pütz. In Dutenhofen erwischte es den bis dato verlustpunktfreien VfL Gummersbach, der seine Halbzeitführung aus der Hand gab. „Wenn man kämpft, alles in die Waagschale wirft und ausgeglichen wechseln kann, ist es möglich eine eigentlich überlegene Mannschaft, die ganz andere Voraussetzungen hat, zu schlagen", freute sich Dutenhofens Trainer Jan Sommerfeld über den ersten Saisonsieg der „Mittelhessen Youngsters". In einem offenen Schlagabtausch konnte sich die HSG auf eine gute Kombination aus Abwehr und Torhüter verlassen. In der zweiten Halbzeit sammelte der Wetzlarer Nachwuchs mit seiner Führung Rückenwind. Die Emotionen halfen, diese bis zum Ende zu verteidigen.

Staffel 6

SG Zweibrücken – TSG Münster 30:27 (17:11)
TVG Junioren-Akademie – HLZ Friesenheim/Hochdorf 40:32 (19:19)
HSG Rodgau Nieder-Roden – TSV Pfungstadt 26:25 (14:13)

In der Staffel 6 ist eine Sache mit Blick auf den bisherigen Verlauf klar erkennbar: Hier kann jeder jeden schlagen. Nach den Ergebnissen vom Wochenende stehen vier der sechs Teams mit 4:2 Punkten auf dem Konto da. Die beiden Schlusslichter wollten nun auch die ersten Punkte der Saison einsammeln. Das gelang aber nur einer der beiden Mannschaften: der HSG Rodgau Nieder-Roden. Das Derby gegen Pfungstadt war durchweg eine enge Partie zweier Mannschaften, die defensiv stabil und aggressiv agierten. Mit dieser Leistung zeigten sich auch beide Trainer zufrieden, doch offensiv bemängelten sie die Chancenverwertung. „Im Angriff hatten wir zu viele Fehlwürfe", ärgerte sich Nieder-Rodens Lenny Jackl. „Vorne haben wir zu viel verworfen", sah Lukas Huberty bei seinem TSV ähnliche Probleme. Kurz vor Ende drehte die HSG den Rückstand noch zu ihren Gunsten und freute sich über die ersten zwei Punkte. „Ein Unentschieden wäre in diesem Spiel verdient gewesen. Die Jungs haben alles gegeben, und man kann ihnen keinen Vorwurf machen. Wir müssen nun daraus lernen und uns in anderen Spielen belohnen", zog Huberty Bilanz nach den verlorenen Punkten. Die SG Zweibrücken ärgerte Münster und gestaltete die Tabelle noch offener. „Wir haben den Grundstein mit einer überragenden Abwehrleistung gelegt. Wir haben verdient gewonnen, weil wir zu keinem Zeitpunkt zurücklagen", freute sich Trainer Stefan Bullacher über die zwei Punkte. Münster musste die erste Saisonniederlage hinnehmen. „In der ersten Halbzeit haben wir häufig die Eins-gegen-Eins-Situationen gesucht anstatt die tiefen Räume zu nutzen", erklärte TSG-Trainer Jonte Flach den Rückstand nach 30 Minuten. Durch Umstellungen und eine Steigerung hielten die Hessen die Partie in zweiten Hälfte ausgeglichen, was auch an der Disqualifikation gegen Zweibrückens Alexander Möller lag, der vor seiner roten Karte in der 40. Minute schon zehn Tore erzielt hatte. Allerdings musste auf der Gegenseite auch einer vorzeitig vom Feld: Gabriel Kabisch in Minute 52. Münsters offensive Deckung brachte in der Endphase nichts mehr ein.
Die Junioren-Akademie des TV Großwallstadt bezwang Friesenheim souverän mit acht Toren Vorsprung. Danach sah es beim zwischenzeitlichen Stand von 19:19 zur Halbzeit noch nicht aus.

Staffel 7

JSG Balingen-Weilstetten – TVB Stuttgart 33:34 (13:14)
SG BBM Bietigheim – HC Erlangen 28:28 (14:14)
SG Pforzheim/Eutingen – Rhein-Neckar Löwen 41:38 (21:19)

Die JSG Balingen-Weilstetten bleibt trotz der knappen Niederlage gegen Stuttgart auf dem ersten Tabellenplatz, nun aber punktgleich mit der SG Pforzheim/Eutingen. Geprägt war der Spieltag von drei knappen Ergebnissen, darunter mit den Siegen von Stuttgart in Balingen und Pforzheim zu Hause gegen die Rhein-Neckar Löwen zwei Überraschungen. „Wir sind sehr glücklich über unseren ersten Sieg", strahlte TVB-Trainer Hennig Fröschle. Nach einem schlechten Start brachte eine Auszeit den TVB ins Spiel, der Balingen auf Augenhöhe begegnete. Dabei war das Verteidigen des vierten Rückraumspielers ein wichtiger Faktor. In der zweiten Hälfte hatten beide Seiten mit Problemfeldern zu kämpfen. Bittenfeld unterliefen acht freie Fehlwürfe, Balingen agiert teilweise überhastet und verlor viele Zweikämpfe, wie Trainer Tobias Thumm analysierte. Unter dem Strich hatte der TVB in der Endphase Vorteile, was die Entscheidung herbeiführte. „Wir sind in der Liga angekommen", freute sich Henning Fröschle.
Pforzheims Coup gegen die Löwen resümierte SG-Spieler Max Hurle so: „Wir haben ein gutes Spiel gezeigt und können mit dem Ergebnis zufrieden sein, auch wenn wir das ein oder andere Tor zu viel kassiert haben."
Eine Punkteteilung gab es zwischen Bietigheim und Erlangen. Die Zuschauer sahen zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten. Erlangen erwischte den besseren Start. „Wir haben die Inhalte, die wir besprochen haben, gut umgesetzt", freute sich Erlangens Trainer Leo Höltkemeyer zunächst. Doch kurz vor Ende der ersten Hälfte kippte das Momentum. „Leider weichen wir von unserem Plan ab, wodurch es sehr wild wird", so Höltkemeyer. Dennoch sind sich beide Trainer in einer Sache einig: Das Unentschieden war gerecht. „Es war ein Spiel mit guten Torhütern auf beiden Seiten, wodurch auch ein hohes Tempo entstanden ist. Wir nehmen den Punkt mit, wobei wir natürlich gerne zwei gehabt hätten", so Bietigheims Coach Fabian Wiederstein.

Staffel 8

JANO Filder – HT München 43:27 (20:12)
VfL Günzburg – TSV Allach München 31:37 (17:19)
Frisch Auf Göppingen – TSV Ottobeuren 35:28 (17:17)

Der HT München bleibt auch im dritten Spiel sieglos, genauso wie Aufsteiger VfL Günzburg. Im Spiel gegen JANO Filder wurde der Unterschied deutlich. „Wir starteten gut in die Partie und konnten die ersten zehn Minuten sehr ausgeglichen gestalten. Nachdem JANO auf ihre offensive Abwehr umstellte, dauerte es leider zu lange, bis wir uns daran angepasst hatten und wir mussten den Gastgeber deutlich davonziehen lassen", ärgerte sich Münchens Trainer Yannik Ritter. Auf der anderen Seite sah das Stimmungsbild logischerweise anders aus. „Im Großen und Ganzen war das ein souveräner Auftritt. Wir haben es in weiten Teilen vor allem in der Abwehr gut gemacht, den Gegner in technische Fehler gesteuert und viele Chancen herausgespielt", freute sich JANO-Trainer Jan de Bellis. Doch auch er sah Punkte, die es zu verbessern gilt, um weiterhin oben in der Tabelle stehen zu können. Als größte Optimierungsmöglichkeit nannte de Bellis die Chancenverwertung, bei der man noch „Luft nach oben" habe. Die ebenfalls noch sieglosen Günzburger mussten über die vollen 60 Minuten den TSV Allach davonziehen lassen. „Wir hatten zu viele technische Fehler und waren vor dem Tor zu ungefährlich", filterte Günzburgs Trainer Stephan Hofmeister die Gründe heraus, an denen man arbeiten müsse, um die ersten Punkte verbuchen zu können. Der TSV Allach hätte bereits früher den Sack zumachen können. „Nach zweimaliger komfortabler Führung wurde der Vorsprung jeweils etwas zu leichtfertig gegen stark kämpfende Günzburger wieder aus der Hand gegeben", ärgerte sich Trainerin Anja Kreitmair. Trotzdem ist sie mit der Einstellung der Mannschaft zufrieden. „Es war eine starke kämpferische Leistung unserer Jungs." Zufrieden war auch der Tross von FrischAuf Göppingen nach einem mit einem deutlichen Sieg gegen Ottobeuren. Nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit spielte der Favorit nach der Pause seine Stärke aus. Ottobeuren legte mit einem 9:3-Lauf los und baute früh eine komfortable Führung auf. „Nach einer taktischen Anpassung in der Defensive konnten wir bis zur Halbzeit wieder ein Unentschieden erspielen", erklärte Göppingens Trainer Tobias Dürler seinen Eingriff nach dem hohen Rückstand. Er sprach dem Gegner auch ein großes Kompliment aus. „Am Ende war es ein Top-Spiel, Ottobeuren hat uns alles abverlangt, trotzdem konnten wir die Partie für uns entscheiden", so Dürler lobend. Zwar kann sich die Auswärtsmannschaft davon nichts kaufen, an die Leistung anknüpfen aber sicherlich schon. „In der zweiten Hälfte war es dann ein offener Schlagabtausch bis eine Viertelstunde vor Schluss. Aufgrund eines breiteren Kaders hatte Göppingen im Schlusssprint dann aber die Nase vorn und wurde der Favoritenrolle gerecht. Dennoch war es auf beiden Seiten ein gutes Spiel", sagte Ottobeurens Trainer Herbert Tschugg.

DEUTSCHER HANDBALLBUND

HAUPTPARTNER & AUSRÜSTER

PARTNER

Handball.net: Deine Plattform für Handball in Deutschland

Handball.net ist die digitale Plattform für Handball in Deutschland. Hier findest du Spielpläne, Ergebnisse, Tabellen, Liveticker, Statistiken, News, Livestreams und Videos ? von den Nationalteams über Profiligen bis zum Amateurhandball. Ob du deinem Verein folgst, Ergebnisse suchst, Spiele live verfolgen möchtest oder aktuelle Handball-News lesen willst: handball.net bündelt die wichtigsten Informationen an einem Ort. Mit ?Mein Handball? kannst du deine Favoriten speichern und deinen persönlichen Handball-Alltag noch einfacher organisieren.

Auf Handball.net findest du Spielpläne, Ergebnisse, Tabellen und Wettbewerbe aus dem Handball in Deutschland. Dazu gehören verfügbare Spieldaten aus unterschiedlichen Ligen, Altersklassen, Landesverbänden und Wettbewerben ? vom Amateurbereich bis zu ausgewählten Top-Wettbewerben.

Im Spielkalender kannst du nach Spielen suchen, Termine prüfen und Ergebnisse verfolgen. Außerdem findest du Informationen zu Vereinen, Teams, Hallen, Wettbewerben und Statistiken. So behältst du den Überblick über den aktuellen Spielbetrieb und findest schnell heraus, wann und wo dein Team spielt.

Mit ?Mein Handball? kannst du handball.net persönlicher nutzen. Du kannst Vereine, Teams und Wettbewerbe als Favoriten speichern und schneller auf die Inhalte zugreifen, die für dich besonders wichtig sind.

So findest du Spielpläne, Ergebnisse und relevante Updates einfacher wieder. Das ist hilfreich, wenn du selbst spielst, ein Team trainierst, dein Kind im Verein begleitest oder regelmäßig einem bestimmten Verein folgst.

Livestreams, Videos und Highlights findest du im Bereich ?Livestreams & Videos? auf handball.net. Dort kannst du ausgewählte Handballspiele live verfolgen, Highlights ansehen und wichtige Szenen oder Spielzusammenfassungen nachträglich abrufen.

Im Livecenter erhältst du außerdem aktuelle Informationen zu laufenden Spielen. So kannst du Handball auch dann verfolgen, wenn du nicht selbst in der Halle bist.

Handball.net richtet sich an alle, die Handball in Deutschland verfolgen oder aktiv mitgestalten. Dazu gehören Handballspieler, Trainer, Vereine, Eltern, Fans, Schiedsrichter sowie die interessierte Handball-Community.

Die Plattform hilft dir, schnell die Informationen zu finden, die zu deiner Rolle passen ? von Spielplänen und Ergebnissen über News bis hin zu Livestreams, Vereinsinformationen und persönlichen Favoriten.