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Berlin-Derby, Spitzenspiel in Leipzig und Bayernduell: B-Jugend-Bundesliga vor spannenden Duellen
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Berlin-Derby, Spitzenspiel in Leipzig und Bayernduell: B-Jugend-Bundesliga vor spannenden Duellen

Der Spieltag in der B-Jugend-Bundesliga: Leipzig empfängt Potsdam zum Spitzenspiel – Allach will nach Göppingen-Coup nachlegen

Staffel 2: Kann Bissendorf den übermächtigen Favoriten ärgern?

VfL Horneburg – HSG Schaumburg-Nord (Samstag, 14:15 Uhr)

TV Bissendorf-Holte – TSV Burgdorf (Samstag, 15:30 Uhr)

Mit vier Siegen aus vier Spielen und einer beeindruckenden Torausbeute reist der TSV Burgdorf am Samstag zum TV Bissendorf-Holte. Zuletzt fertigten die Jungrecken den VfL Horneburg mit 45:18 ab und unterstrichen damit einmal mehr ihre Ausnahmestellung in der zweiten Vorrundengruppe. Bissendorf feierte beim 33:32 gegen den HC Bremen seinerseits einen hart erkämpften Auswärtserfolg, geht gegen Burgdorf allerdings als klarer Außenseiter in die Begegnung. „Alles andere als ein souveräner Sieg von Burgdorf wäre eine Megaüberraschung", räumt Bissendorfs Trainer Benedikt Niemann ein. Gegen Bremen hatte sich seine Mannschaft 25 technische Fehler und Fehlpässe sowie 20 Fehlwürfe erlaubt. Eine ähnliche Fehlerquote dürfte gegen den Tabellenführer kaum zu verkraften sein.

Erschwerend kommt hinzu, dass einige Bissendorfer Spieler aufgrund der niedersächsischen Herbstferien erst kurz vor dem Anwurf aus dem Urlaub zurückkehren. Auch Stammtorhüter Niklas Vogt-Rohlf wird aus Vorsichtsgründen noch einmal aussetzen. Sein Vertreter Raphael Ewert zeigte gegen Bremen aber eine starke Leistung und könnte auch gegen Burgdorf ein wichtiger Rückhalt werden. Die Gäste wollen sich von den schwierigen Voraussetzungen des Gegners jedoch nicht beeinflussen lassen. Trainer Michel Sperling erwartet eine hitzige Atmosphäre in der aus dem Vorjahr bekannten Halle und möchte mit seiner Mannschaft „weiter siegreich durch die Vorrunde gehen".

Im zweiten Duell der Staffel treffen mit dem VfL Horneburg und der HSG Schaumburg-Nord zwei Mannschaften aufeinander, die bislang noch nach ihrer Form suchen. Horneburg musste nach dem knappen Auftaktsieg gegen Bissendorf mehrere deutliche Niederlagen hinnehmen und unterlag zuletzt deutlich gegen Burgdorf mit 27 Toren Unterschied. Schaumburg wartet wiederum noch immer auf den ersten Sieg. Vor allem die schwachen ersten Halbzeiten bereiten den Gästen Sorgen. „Wir spielen zweimal unentschieden, liegen aber eigentlich immer zur Halbzeit deutlich zurück, was unsere größte Schwäche aktuell ist", erklärt Trainer Max Gutzeit. Für beide Mannschaften bietet sich nun die Gelegenheit, mit einem Erfolgserlebnis in die nächste Spielpause zu gehen.

 

 

Staffel 3: Magdeburg will nach überzeugendem Auftritt nachlegen

SC Magdeburg – mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen (Samstag, 16:00 Uhr)

In der dritten Vorrundengruppe hat sich der SC Magdeburg an der Tabellenspitze festgesetzt. Nach Erfolgen gegen Minden (36:25), Lemgo (41:38) und Braunschweig (44:23) ließ die Mannschaft von Trainer Pasqual Tovornik zuletzt auch beim HBV Jena 90 nichts anbrennen und setzte sich mit 31:22 durch. Dabei war es vor allem die Defensive, die den Magdeburgern den Weg zum nächsten Erfolg ebnete. „Wir haben fantastisch verteidigt und konnten uns auf unsere Deckung verlassen", lobte Tovornik seine Mannschaft nach der Begegnung. Weniger zufrieden war der Coach dagegen mit dem Angriffsspiel. Zu häufig erkannten seine Spieler nicht den einfachsten Weg zum Tor und ließen dadurch weitere Treffer liegen. Gegen die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen soll nun auch offensiv wieder mehr gelingen.

Die Gäste aus Hessen haben allerdings bereits gezeigt, dass sie auch stärkeren Gegnern gefährlich werden können. Zum Saisonauftakt setzte sich Melsungen mit 39:33 gegen Braunschweig durch, ehe beim HBV Jena eine knappe 27:28-Niederlage folgte. Anschließend erkämpfte sich die Mannschaft beim Tabellenzweiten aus Lemgo ein 39:39-Unentschieden und bewies dabei ihre offensiven Qualitäten. Mit durchschnittlich 35 Treffern pro Begegnung verfügt Melsungen über einen durchaus gefährlichen Angriff. Und Magdeburg bekam beim knappen 41:38-Erfolg gegen Lemgo bereits zu spüren, wie schwierig es werden kann, eine treffsichere Offensive zu kontrollieren. Für den Tabellenführer dürfte es entsprechend darauf ankommen, an die starke Abwehrleistung aus Jena anzuknüpfen und im eigenen Angriff konsequenter abzuschließen.

 

 

Staffel 4: Potsdam reist zum Spitzenspiel nach Leipzig

SG NARVA Berlin – Füchse Berlin Reinickendorf (Donnerstag, 19:00 Uhr)

HC Elbflorenz – Dessau-Roßlauer HV (Sonntag, 13:00 Uhr)

SC DHfK Leipzig – 1. VfL Potsdam (Sonntag, 14:00 Uhr)

Den Auftakt in der vierten Vorrundengruppe macht bereits am Donnerstag das Berliner Derby zwischen der SG NARVA und den Füchsen Berlin Reinickendorf. Die Ausgangslage könnte dabei kaum unterschiedlicher sein. Während die Füchse alle bisherigen Begegnungen gewonnen haben, steht NARVA noch ohne Punktgewinn auf dem letzten Tabellenplatz. Entsprechend klar verteilt sind die Rollen, doch NARVA-Trainer Toni Buchwald hofft auf eine Reaktion seiner Mannschaft. Zudem ist es für einige seiner Spieler ein ganz besonderes Aufeinandertreffen. „Wir haben viele Jungs, die mal bei den Füchsen gespielt haben und die heiß aufs Spiel sind", erklärt Buchwald. Auch Füchse-Trainer Fabian Ludwig rechnet deshalb mit einem engagierten Gegner und einer stimmungsvollen Halle, lässt an der eigenen Zielsetzung aber keinen Zweifel: „Das Ziel ist klar, genauso souverän zu gewinnen wie sonst auch."

Zum sportlichen Höhepunkt der Staffel kommt es am Sonntag in Leipzig, wenn der SC DHfK den 1. VfL Potsdam empfängt. Beide Mannschaften haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie zu den stärksten Teams ihrer Gruppe gehören. Potsdam bezwang zuletzt den HC Elbflorenz in einem umkämpften Spiel mit 37:35 und die Leipziger sind in eigener Halle bislang punktverlustfrei geblieben. Diese Serie soll weiter ausgebaut werden. „Wir sind uns aber bewusst, dass wir gegen Potsdam eine perfekte Leistung brauchen, um das Spiel auch gewinnen zu können", heißt es aus dem Leipziger Lager. Vor allem eine kompaktere Abwehr soll den Torhütern mehr Unterstützung bieten und einfache Treffer über das Tempospiel ermöglichen.

Auch Potsdams Trainer Uwe Kalski misst der Begegnung eine große Bedeutung bei. „Ich denke schon, dass es das Topspiel der Vorrundengruppe in dieser Woche ist", so der Coach, der sich mit seiner Mannschaft bereits seit längerer Zeit auf dieses Duell freut. Dabei müssen die Gäste weiterhin auf zwei Langzeitverletzte verzichten. Zudem erschwerten Klassenfahrten und Grippeinfekte die Vorbereitung. Kalski will diese Umstände jedoch nicht als Ausrede gelten lassen und setzt auf die bisherigen Leistungen seiner Mannschaft. Gegen Dresden hatte Potsdam trotz einer aus Trainersicht schwachen Vorstellung beide Punkte eingefahren. Nun wartet in Leipzig die nächste Standortbestimmung, bei der sich zeigen dürfte, welche Mannschaft im Kampf um die vorderen Tabellenplätze die besseren Karten hat.

Auch der HC Elbflorenz hat am Sonntag einiges vor. Nach der knappen Niederlage in Potsdam empfängt die Mannschaft von Trainer Daniel Grieve den Dessau-Roßlauer HV und könnte mit einem Erfolg abhängig von den übrigen Ergebnissen auf den dritten Tabellenplatz vorrücken. Damit würden die Dresdner ihrem Saisonziel, der Qualifikation für die Meisterrunde, einen wichtigen Schritt näherkommen. Leicht dürfte diese Aufgabe aber nicht werden, denn Dessau demonstrierte beim 54:35 gegen NARVA zuletzt eindrucksvoll seine offensiven Qualitäten. Grieve erwartet entsprechend einen Gegner, der seiner Mannschaft alles abverlangen wird.

 

 

Staffel 5: Gummersbach will auswärts endlich überzeugen

TSV Bayer Dormagen – VfL Gummersbach (Samstag, 13:30 Uhr)

HSG Dutenhofen/Münchholzhausen – TUSEM Essen (Sonntag, 16:00 Uhr)

Ein interessantes Duell unterschiedlicher Spielphilosophien erwartet die Zuschauer am Samstag im TSV Bayer Sportcenter, wenn die Gäste aus Gummersbach in Dormagen antreten. „Jetzt wollen und müssen wir auch auswärts ein anderes Gesicht zeigen als bei unserem ersten Auftritt", fordert Gummersbachs Trainer Maciej Dmytruszynski, dessen Mannschaft zuletzt beim 40:39 gegen Köln erst neun Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer erzielte.

Auf dem Spielfeld werden zwei völlig unterschiedliche Abwehrkonzepte aufeinandertreffen. Während Gummersbach auf eine körperlich robuste 6:0-Deckung setzt, verteidigt Dormagen mit einer offensiven und aggressiven 3:2:1-Formation. Genau diese Spielweise hatte den VfL gegen Köln zeitweise vor Schwierigkeiten gestellt. Hinzu kommt die individuelle Qualität der Gastgeber, die sowohl im Rückraum als auch am Kreis über starke Einzelspieler verfügen. Dormagens Trainer Peer Pütz hebt seinerseits die körperliche Präsenz und die breite Besetzung der Gummersbacher hervor.

Wesentlich schwieriger gestaltet sich die Vorbereitung bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen, die am Sonntag den TUSEM Essen empfängt. Nach der deutlichen 19:36-Niederlage beim Bergischen HC möchte die Mannschaft von Trainer Jan Sommerfeld eine Reaktion zeigen. Allerdings fehlen derzeit mehrere verletzte Spieler, während weitere Akteure aufgrund der hessischen Herbstferien nicht oder nur eingeschränkt am Training teilnehmen können. „Die Vorbereitung ist aufgrund dieser Einflüsse natürlich alles andere als leicht für uns. Aber wir werden versuchen, das Beste daraus zu machen", erklärt Sommerfeld. Gegen die diszipliniert auftretenden Essener, die nach seiner Einschätzung vor allem auf Linksaußen und im Rückraum individuell gut besetzt sind, möchte Dutenhofen trotz der schwierigen Voraussetzungen wieder zu seiner gewohnten Leistungsfähigkeit zurückfinden.

Doch auch die Gäste aus Essen rechnen sich durchaus Chancen auf zwei Punkte aus. Trainer Viktor Dziabel erwartet ein Duell auf Augenhöhe, warnt aber davor, die Gastgeber aufgrund ihrer bisherigen Ergebnisse zu unterschätzen. Schließlich hatte selbst Gummersbach gegen Dutenhofen große Schwierigkeiten. Vor allem die starke Defensive der Hessen könnte den Essenern einiges abverlangen. „Das wird auf jeden Fall ein schweres Spiel für uns, aber eines, in dem trotzdem etwas möglich ist", so Dziabel im Vorfeld der Partie.

 

Staffel 6: Friesenheim will Heimvorteil nutzen

TVG Junioren-Akademie Großwallstadt – TSV Pfungstadt (Sonntag, 12:00 Uhr)

HLZ Friesenheim/Hochdorf – TSG Münster (Sonntag, 14:15 Uhr)

SG Zweibrücken – HSG Rodgau/Nieder-Roden (Sonntag, 15:30 Uhr)

Mit einem 36:31-Auswärtssieg bei der TSG Münster hat die TVG Junioren-Akademie am vergangenen Wochenende ihre Ambitionen unterstrichen. Am Sonntag empfängt Großwallstadt nun den TSV Pfungstadt, der weiterhin auf seine ersten Punkte wartet. Die Favoritenrolle liegt damit klar bei den Gastgebern, doch Pfungstadts Trainer Lukas Huberty gibt sich kämpferisch. „Wir gehen mit dem nötigen Selbstvertrauen in die Partie und wissen, dass wir auch gegen diesen Gegner unsere Chancen haben und das Spiel gewinnen können." Entscheidend wird sein, an die gute Abwehrleistung aus der Begegnung gegen Rodgau/Nieder-Roden anzuknüpfen und im Angriff konsequenter abzuschließen. Allerdings erschwerten auch in Pfungstadt die Herbstferien sowie krankheitsbedingte Ausfälle die Vorbereitung.

Mit Rückenwind geht das HLZ Friesenheim/Hochdorf in sein Heimspiel gegen die TSG Münster. Nach dem knappen 31:29-Erfolg in Nieder-Roden möchte die Mannschaft von Trainer Volker Schuster vor eigenem Publikum direkt nachlegen. Für das HLZ ist es erst das zweite Heimspiel der laufenden Vorrunde, entsprechend groß ist die Vorfreude auf die Rückkehr in die eigene Halle. „Ich glaube, wenn wir es schaffen, ein gutes Spiel abzuliefern, ist es auch sehr realistisch, dass wir zwei Punkte machen können", gibt sich Schuster zuversichtlich. Außerdem rechnet er mit einer temporeichen Begegnung.

Die Gäste aus Münster wollen dieses Tempospiel jedoch möglichst unterbinden. Trainer Jonte Flach sieht vor allem in der variablen Defensive der Gastgeber eine große Herausforderung. Friesenheim kann sowohl mit einer 3:2:1- als auch mit einer 6:0-Abwehr agieren und verfügt zudem über starke Einzelverteidiger sowie zwei gute Torhüter, woraus die Gastgeber immer wieder schnelle Angriffe entwickeln. Münster möchte deshalb im Rückzugsverhalten konsequenter arbeiten und sich im eigenen Positionsangriff klare Möglichkeiten erspielen. Ob es den Gästen gelingt, das Tempo der Friesenheimer zu kontrollieren, bleibt abzuwarten.

Im dritten Spiel der Staffel empfängt die SG Zweibrücken die HSG Rodgau/Nieder-Roden. Die Gäste mussten sich zuletzt Friesenheim mit 29:31 geschlagen geben, obwohl sie nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand noch einmal herangekommen waren. Mehrfach bot sich Nieder-Roden die Gelegenheit zum Ausgleich, doch technische Fehler verhinderten die Wende. Gegen Zweibrücken will die Mannschaft diese Schwächen abstellen und sich für ihre nächste Auswärtsaufgabe besser belohnen.

 

 

Staffel 7: Balingen sucht nach zwei bitteren Niederlagen die Wende

HC Erlangen – Rhein-Neckar Löwen (Samstag, 16:30 Uhr)

SG Pforzheim/Eutingen – JSG Balingen-Weilstetten (Sonntag, 12:00 Uhr)

SG BBM Bietigheim – TVB Stuttgart (Sonntag, 15:30 Uhr)

Nach zwei denkbar knappen Heimniederlagen steht die JSG Balingen-Weilstetten am Sonntag vor einer schwierigen Auswärtsaufgabe bei der SG Pforzheim/Eutingen. Zunächst hatte Balingen bereits eine Begegnung mit einem Tor Unterschied verloren, ehe am vergangenen Wochenende auch das Duell gegen den HC Erlangen mit 33:34 verloren ging. Die Defensivleistung bereitete Trainer Tobias Thumm dabei besondere Sorgen. „Wir haben uns in den letzten beiden Spielen doch sehr viele Baustellen aufzeigen lassen, an denen wir weiterarbeiten müssen", erklärt Thumm, der nach den beiden bitteren Heimniederlagen beinahe froh ist, wieder auswärts antreten zu dürfen.

Die Gastgeber haben allerdings ebenfalls einiges gutzumachen. Nach der deutlichen 32:41-Niederlage beim TVB Stuttgart bemängelte Pforzheims Trainer Paul Lupus vor allem die fehlende mannschaftliche Geschlossenheit. Gegen Balingen erwartet er einen hoch motivierten Gegner, der die jüngsten Rückschläge vergessen machen will. Dennoch rechnet sich Pforzheim Chancen aus, sofern die Mannschaft an ihre besseren Auftritte gegen die Rhein-Neckar Löwen und Erlangen anknüpft. „Sollten wir aber unser Gesicht von letzter Woche gegen Bittenfeld zeigen, dann wird das ein schweres Spiel für uns werden", warnt Lupus. Für beide Mannschaften geht es nach zuletzt enttäuschenden Ergebnissen darum, wieder Sicherheit ins eigene Spiel zu bekommen.

Bereits am Samstag erwartet der HC Erlangen die Rhein-Neckar Löwen. Die Gastgeber reisen mit dem Selbstvertrauen des knappen Auswärtserfolgs nach Balingen und müssen sich jetzt auf einen körperlich robusten Gegner einstellen. Trainer Leo Höltkemeyer erwartet eine kompakte 6:0-Abwehr und viel individuelle Qualität im Rückraum der Löwen. Da beide Mannschaften bereits in der Vorbereitung zweimal aufeinandergetroffen sind, kennen sie sich inzwischen gut. Erlangen möchte an die spielerische Entwicklung der vergangenen Wochen anknüpfen und im Angriff strukturierter sowie in der Defensive entschlossener auftreten.

Ein weiteres interessantes Duell verspricht das Derby zwischen der SG BBM Bietigheim und dem TVB Stuttgart. Die Gäste überzeugten zuletzt beim 41:32 gegen Pforzheim mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und möchten daran anknüpfen. Bietigheim musste sich dagegen den Rhein-Neckar Löwen mit 31:42 geschlagen geben und ist nun auf Wiedergutmachung aus. Im Vorfeld hebt Bietigheims Trainer Fabian Wiederstein vor allem das ungewöhnliche taktische System der Stuttgarter hervor, die mit vier Rückraumspielern agieren. Trotz des Respekts vor dem Gegner ist die Zielsetzung eindeutig: „Wir wollen gewinnen und die Punkte in Bietigheim behalten."

 

 

Staffel 8: Zwei Überraschungssieger treffen im Derby aufeinander

Frisch Auf Göppingen – HT München (Samstag, 18:30 Uhr)

TSV Ottobeuren – TSV München-Allach (Sonntag, 15:00 Uhr)

VfL Günzburg – JANO Filder (Sonntag, 16:00 Uhr)

Für die vielleicht größte Überraschung des vergangenen Wochenendes sorgte der TSV München-Allach, der dem bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer Frisch Auf Göppingen mit 29:28 die erste Saisonniederlage zufügte. Nur wenige Stunden zuvor hatte auch der TSV Ottobeuren mit einem dramatischen 42:41-Erfolg bei JANO Filder auf sich aufmerksam gemacht. Am Sonntag treffen die beiden Überraschungssieger nun direkt aufeinander. Ottobeurens Trainer Herbert Tschugg spricht von einem „Top-Derby" und erwartet eine ausgeglichene Begegnung. Beide Mannschaften kennen sich bereits seit Jahren und standen sich auch während der Vorbereitung gegenüber. Hinzu kommt, dass zahlreiche Spieler gemeinsam in der bayerischen Auswahl aktiv sind.

Auch Allachs Trainerin Anja Kreitmair rechnet deshalb mit einem engen Spiel. „Die jeweiligen Siege gegen die vermeintlichen Favoriten der Liga am vergangenen Wochenende sollten auf beiden Seiten Rückenwind geben", erklärt sie. Große taktische Überraschungen erwartet Kreitmair angesichts der langen gemeinsamen Vergangenheit der Spieler allerdings nicht. Ottobeuren kann zudem auf seinen vollständigen Kader zurückgreifen und möchte sich mit einem weiteren Erfolg in der oberen Tabellenhälfte festsetzen. Ein besonderes Augenmerk soll dabei auf Allachs gefährlichem Rückraumspieler Quirin Seyller und Linksaußen David Grabmaier liegen, die Tschugg als wichtige Faktoren im Angriffsspiel der Gäste ausgemacht hat.

Frisch Auf Göppingen steht nach der ersten Saisonniederlage unterdessen vor der Aufgabe, möglichst schnell wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren. Am Samstag empfängt die Mannschaft von Trainer Tobias Dürler den HT München und möchte ihre bislang makellose Heimbilanz verteidigen. Die Niederlage in Allach wurde unter der Woche intensiv aufgearbeitet, „um unsere Wunden zu lecken", so Dürler. München reist dagegen nach der deutlichen 23:33-Niederlage in Günzburg als Außenseiter an. Trainer Yannik Ritter fordert in erster Linie mehr Konstanz über die gesamte Spielzeit, nachdem sein Team in den vergangenen Begegnungen immer wieder durch kurze Schwächephasen entscheidend ins Hintertreffen geraten war.

Auch beim VfL Günzburg ist die Stimmung nach dem vergangenen Wochenende deutlich besser. Mit dem 33:23 gegen HT München gelang den Bayern endlich der erste Saisonsieg. Nun soll gegen JANO Filder der nächste Erfolg folgen. Die Gäste mussten zuletzt trotz einer überragenden ersten Halbzeit gegen Ottobeuren eine bittere 41:42-Heimniederlage hinnehmen und wollen sich dafür rehabilitieren. Trainer Jan de Bellis sieht vor allem in der Defensive Verbesserungsbedarf, nachdem seine Mannschaft gegen Ottobeuren immer wieder Probleme in den Zweikämpfen hatte. Günzburg hingegen hofft, den Schwung aus dem ersten Erfolg mitzunehmen und mit einem weiteren Sieg den Anschluss an die Konkurrenz herzustellen.

 

Text: Jan-Malte Minnerup | Foto: Markus Hefter

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