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Die spannendsten Neuzugänge der 3. Liga
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Die spannendsten Neuzugänge der 3. Liga

Erfahrene Zweitliga-Spieler, internationale Neuzugänge und spannende Talente: Diese Transfers der 3. Liga sollte man in der Saison 2026/27 im Blick behalten.

Internationale Erfahrung, Rückkehrer mit Zweitliga-Vergangenheit und junge Talente auf dem Sprung: Auch zur Saison 2026/27 haben sich die Drittligisten mit einigen bemerkenswerten Neuzugängen verstärkt. Dabei setzen die Vereine auf ganz unterschiedliche Profile – von erfahrenen Führungsspielern über bereits etablierte Leistungsträger der Liga bis hin zu Nachwuchskräften mit Perspektive für höhere Aufgaben.

Wir haben uns einige der spannendsten Transfers des Sommers genauer angesehen und zeigen, welche Spieler bei ihren neuen Vereinen besonders interessant werden könnten.

 

Maciej Papina (HSG Krefeld Niederrhein)

Nachdem der ursprünglich geplante Top-Transfer von Justin Müller (HSG Wetzlar; stattdessen Wechsel zum HC Kriens-Luzern, Schweiz) nicht zustande gekommen ist, haben die Eagles aus Krefeld nun einen hochkarätigen Ersatz gefunden. Maciej Papina verstärkt den Zeitliga-Absteiger zur kommenden Saison. Der 24-Jährige kommt von PGE Wybrzeże Gdańsk und bringt Erfahrung aus der polnischen Superliga sowie der EHF European League mit.

Papina gilt als starker Spielgestalter mit hohem Handball-IQ, viel Dynamik und ausgeprägten Eins-gegen-eins-Qualitäten. In 111 Spielen der polnischen Superliga erzielte er 232 Tore und bereitete 791 weitere Treffer vor und gehörte damit in den letzten Jahren regelmäßig zu den besten Vorlagengebern der Liga. Zudem wurde er im April 2024 zum Spieler des Monats gewählt und gehört zum erweiterten Aufgebot der polnischen Nationalmannschaft.

Mit den Eagles verfolgt Papina ein klares Ziel: den direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga. Sportlicher Leiter Stefan Meler sieht in dem Neuzugang genau den Spielertypen, der zur Spielidee der Krefelder passt und die Offensive entscheidend verstärken soll.

 

Wojciech Borucki (HSG Krefeld-Niederrhein)

Nach dem Abstieg aus der 2. Handball-Bundesliga setzt die HSG Krefeld Niederrhein mit der Verpflichtung von Wojciech Borucki auf einen weiteren Neuzugang aus der Superliga. Der 24-jährige polnische Torhüter wechselt vom Vizemeister Wisła Płock zu den Eagles und bringt trotz seines jungen Alters bereits beachtliche internationale Erfahrung mit. Borucki spielte mehrere Jahre in der polnischen Superliga, kam in der EHF European League zum Einsatz, durfte an der Seite von erfahrenen Top-Torhütern an der Champions League teilnehmen und gehört zum erweiterten Kreis der polnischen Nationalmannschaft.

In der vergangenen Saison sammelte der 1,99 Meter große Keeper beim Spitzenclub Wisła Płock weitere Erfahrung auf höchstem Niveau und wurde mit dem Team polnischer Vizemeister. Besonders spannend ist der Transfer auch mit Blick auf die bisherige Kaderplanung der Krefelder: Nachdem sich die Eagles bereits zuvor mit einem Spieler aus der polnischen Superliga verstärkt haben, folgt nun der nächste Neuzugang aus einer der stärkeren europäischen Ligen. Mit Borucki gewinnen die Eagles zudem einen noch entwicklungsfähigen Torhüter, der bereits Nationalmannschaftsluft geschnuppert hat und beim angestrebten direkten Wiederaufstieg eine wichtige Rolle einnehmen soll.

 

Cedric Marquardt (HSG Hanau)

Die HSG Hanau hat die durch das Karriereende von Max Bergold entstandene Lücke auf Linksaußen mit Cedric Marquardt adäquat geschlossen. Der 25-Jährige wechselt vom Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld Niederrhein zu den Grimmstädtern und unterschreibt einen Vertrag bis Sommer 2027. Besonders spannend macht den Transfer Marquardts Erfahrung auf höherem Niveau: Insgesamt kommt der schnelle und wurfstarke Linksaußen auf 37 Einsätze und 52 Tore in der 2. Handball-Bundesliga. Mit Krefeld feierte er zudem in der Saison 2024/25 den Aufstieg in die 2. Liga und gehörte dort zuvor zu den Leistungsträgern.

Gleichzeitig bringt der Wechsel eine besondere Verbindung zur Region und zur HSG mit sich. Marquardt wurde beim TV Gelnhausen ausgebildet, kennt Hanau aus zahlreichen Drittliga-Duellen und kehrt nun aus privaten Gründen in seine Heimatregion zurück. Auch familiär gibt es bereits eine Verbindung zu den Blau-Weißen, denn sein älterer Bruder Robin Marquardt spielte einst selbst für die HSG Hanau. Damit gewinnt der Drittligist einen Spieler im besten Handballalter, der Zweitliga-Erfahrung und zusätzliche offensive Qualität mitbringt, gleichzeitig aber die Liga, die Region und den Verein bereits bestens kennt. Seine Qualität konnte Marquardt bereits in seinem ersten Pflichtspiel für Hanau unter Beweis stellen. Beim Duell gegen den Bundesligisten HC Erlangen im DHB-Pokal war er mit 5 Toren zweitbester Werfer seiner Mannschaft.

 

Jan-Steffen Minerva (TV Gelnhausen)

Der TV Gelnhausen hat die Nachfolge von Daniel Drozdz im Tor frühzeitig geregelt und mit Jan-Steffen Minerva einen äußerst erfahrenen Keeper verpflichtet. Der 36-Jährige wechselt vom Zweitligisten TV Großwallstadt zu den Barbarossastädtern und unterschreibt einen Vertrag bis 2028. Besonders spannend ist der Transfer aufgrund der umfangreichen höherklassigen Erfahrung des 1,95 Meter großen Torhüters. Minerva spielte über viele Jahre in der 2. Handball-Bundesliga und sammelte mit dem TV Hüttenberg und dem ThSV Eisenach zudem Erfahrung in der 1. Bundesliga.

Seit 2018 gehörte er beim TV Großwallstadt zu den prägenden Spielern und bringt damit eine Routine mit, die für einen Drittligisten alles andere als selbstverständlich ist. Gelnhausen gewinnt somit nicht nur sportliche Qualität und Stabilität auf einer Schlüsselposition, sondern auch einen Führungsspieler, der seine Erfahrung an die jüngeren Torhüter im Kader weitergeben kann. Gerade mit Blick auf die ambitionierten Ziele des TVG ist die Verpflichtung eines langjährigen Erst- und Zweitligatorhüters ein bemerkenswertes Signal. Eine weitere Besonderheit des Transfers ist, dass Minerva weiterhin als Leiter der Jugendakademie in Großwallstadt tätig sein wird, wodurch sich in Zukunft große Synergieeffekte ergeben, die beide Mannschaften nutzen können.

 

Mario Stark (TV Kichzell)

Mit Mario Stark kehrt ein weiterer Spieler vom TV Großwallstadt in die 3. Liga zurück. Der erfahrende Rückraumspieler wurde beim TVK ausgebildet und sammelte dort bereits 2010/11 seine ersten Erfahrungen im Aktivenbereich, ehe er 2016 nach Großwallstadt wechselte. Dort etablierte sich Stark über viele Jahre in der 2. Handball-Bundesliga und sammelte umfangreiche Erfahrung auf höherklassigem Niveau. Diese Routine und Qualität soll der Rückkehrer nun in Kirchzell einbringen und eine zentrale Rolle innerhalb der Mannschaft übernehmen. Gleichzeitig schließt sich für den gebürtigen TVK-Spieler ein Kreis: Nach fast einem Jahrzehnt im Zweitliga-Handball kehrt Stark zu seinen sportlichen Wurzeln zurück. Damit gewinnt Kirchzell nicht nur einen erfahrenen Rückraumspieler, sondern auch einen Akteur, der den Verein und sein Umfeld bestens kennt und eine besondere Verbindung zum TVK mitbringt.

 

Patrick Kiesewalter (HC Oppenweiler/Backnang)

Der HC Oppenweiler/Backnang komplettiert seinen Kader mit einem vielversprechenden Talent vom VfL Gummersbach II. Der erst 19 Jahre alte Patrick Kiesewalter wechselt zum Zweitliga-Absteiger und soll in den kommenden beiden Jahren gezielt weiterentwickelt werden. Mit seinen 2,08 Metern bringt der Kreisläufer außergewöhnliche körperliche Voraussetzungen mit und kann sowohl im Angriff als auch im Innenblock eingesetzt werden. Kiesewalter wurde bereits für die deutschen U-Nationalmannschaften berufen und trainierte in den vergangenen Monaten regelmäßig mit der Bundesliga-Mannschaft des VfL Gummersbach.

Dadurch konnte er trotz seines jungen Alters bereits Erfahrungen auf höchstem Trainingsniveau sammeln. Für Oppenweiler/Backnang ist die Verpflichtung damit vor allem perspektivisch spannend: Der HCOB gewinnt einen körperlich starken und entwicklungsfähigen Nachwuchsspieler, dem langfristig der Sprung in den Spitzenhandball zugetraut wird. Unter Trainer Rui Silva soll Kiesewalter nun in der 3. Liga Spielpraxis sammeln und den nächsten Schritt seiner Entwicklung machen.

 

Caio Pogorzalski (VFL Eintracht Hagen U23)

Mit Caio Pogorzalski sichert sich die U23 von Eintracht Hagen einen der interessanteren jungen Linkshänder der 3. Liga. Der 19-Jährige wechselt vom Liga-Konkurrenten ATSV Habenhausen an die Volme und erhält einen Vertrag bis 2028. Pogorzalski ist hauptsächlich im rechten Rückraum zu Hause, kann aufgrund seiner Schnelligkeit und spielerischen Fähigkeiten aber auch auf anderen Rückraumpositionen eingesetzt werden. Seine handballerische Ausbildung erhielt er unter anderem beim HC Bremen, mit dem er auf hohem Nachwuchsniveau spielte und in der A-Jugend-Bundesliga beziehungsweise deren Nachfolgewettbewerb auf sich aufmerksam machte. Zudem gehörte er bereits zu den vom DHB nominierten Talenten seines Jahrgangs.

Trotz seines jungen Alters verfügt Pogorzalski inzwischen auch über Erfahrung im Männerbereich und hat beim ATSV Habenhausen in der 3. Liga auf sich aufmerksam gemacht. Unter anderem überzeugte er mit acht Treffern gegen den TSV Anderten. In Hagen trifft er künftig auf eine extrem junge Mannschaft, deren Durchschnittsalter für die Saison 2026/27 aktuell bei lediglich 20,4 Jahren liegt. Der Transfer passt damit konsequent zur Ausrichtung der Eintracht, entwicklungsfähigen Spielern früh Verantwortung auf Drittliga-Niveau zu übertragen. Mit Pogorzalski kommt ein junger Linkshänder, der eine Ausbildung auf hohem Nachwuchsniveau, DHB-Erfahrung und bereits vorhandene Drittliga-Praxis miteinander verbindet und sich in Hagen langfristig für höhere Aufgaben empfehlen kann.

 

Janne Pietrusky (HSG Konstanz)

Mit Janne Pietrusky holt die HSG Konstanz ein vielversprechendes Eigengewächs zurück an den Bodensee. Der 20-jährige Rechtsaußen wurde zunächst im Konstanzer Nachwuchs ausgebildet, ehe er vor fünf Jahren in die Nachwuchsakademie des Bundesligisten SC DHfK Leipzig wechselte. Dort durchlief Pietrusky die U17 und U19, erreichte unter anderem das Halbfinale beziehungsweise Viertelfinale der deutschen Jugendmeisterschaft und sammelte bereits Erfahrungen im Training der Bundesliga-Profis. Seit zwei Jahren läuft der Linkshänder zudem für Leipzigs U23 in der 3. Liga auf und überzeugte bereits in seiner ersten Saison mit 87 Treffern.

Für Konstanz ist die Rückkehr damit gleich in mehrfacher Hinsicht spannend: Die HSG bekommt einen jungen Spieler zurück, der aus dem eigenen Nachwuchs stammt, anschließend fünf Jahre in einem Bundesliga-Nachwuchsleistungszentrum ausgebildet wurde und trotz seines Alters bereits über reichlich Drittliga-Erfahrung verfügt. Mit dem Dreijahresvertrag bis 2029 setzt Konstanz zudem langfristig auf Pietrusky, der nun bei seinem Heimatverein den nächsten Schritt seiner Entwicklung machen soll.

 

Filip Begić (Wölfe Würzburg)

Mit Filip Begic sichern sich die Wölfe Würzburg einen hochveranlagten Linkshänder aus der Nachwuchsarbeit des SC Magdeburg. Der 2007 geborene Rückraumspieler kommt als frischgebackener Deutscher A-Jugend-Meister nach Würzburg und war damit zuletzt Teil einer der erfolgreichsten Nachwuchsmannschaften Deutschlands. Beim Magdeburger Leistungszentrum erhielt Begic eine Ausbildung auf höchstem Niveau und sammelte trotz seines jungen Alters bereits erste Spielpraxis im Herrenbereich in der 3. Liga. Auch international bringt der Kroate Erfahrung mit: Begic gehört der kroatischen Jugendnationalmannschaft an und zählt zu den interessanten Talenten seines Jahrgangs.

Vor allem die Kombination aus der Ausbildung beim deutschen Spitzenclub, dem Gewinn der Deutschen A-Jugend-Meisterschaft und seinen ersten Erfahrungen im Herrenhandball macht den Transfer für Würzburg reizvoll. Bei den Wölfen soll Begic nun den Übergang vom Nachwuchs- in den Herrenbereich vollziehen und sich langfristig im Drittliga-Handball etablieren.

 

Dennis Wipf (HC Oppenweiler/Backnang)

Mit Dennis Wipf verpflichtet der HC Oppenweiler/Backnang einen Torhüter, der trotz seiner erst 27 Jahre bereits reichlich Erfahrung auf nationalem und internationalem Niveau mitbringt. Der Schweizer wechselt vom Zweitligisten VfL Eintracht Hagen zum HCOB und bildet künftig gemeinsam mit dem 20-jährigen Dave Hörnig das Torhüterduo. Vor seinem Engagement in Hagen stand Wipf bereits für TuSEM Essen in der 2. Bundesliga zwischen den Pfosten und übernahm dort phasenweise eine wichtige Rolle mit viel Einsatzzeit. Zuvor gehörte er in seiner Heimat beim Spitzenclub Pfadi Winterthur zum Kader, gewann 2021 die Schweizer Meisterschaft sowie den Supercup und sammelte in zwei Spielzeiten Erfahrung in der EHF European League.

Darüber hinaus absolvierte Wipf drei Länderspiele für die Schweizer A-Nationalmannschaft. Für Oppenweiler/Backnang ist die Verpflichtung damit ein spannender Transfer: Der HCOB bekommt einen Keeper mit Zweitliga-, Europapokal- und Nationalmannschaftserfahrung, der mit 27 Jahren gleichzeitig noch Entwicklungspotenzial besitzt. Nach seiner Rolle als Nummer zwei in Hagen möchte Wipf beim HCOB wieder mehr Verantwortung und Spielanteile übernehmen und könnte damit zu einem wichtigen Faktor für die angestrebte defensive Stabilität werden.

 

Philipp Hlawatsch (HSG Konstanz)

Mit Philipp Hlawatsch sichert sich die HSG Konstanz einen der auffälligsten Spielmacher der 3. Liga Süd. Der 23-Jährige wechselt vom TuS Fürstenfeldbruck an den Bodensee und unterschreibt bis 2028. Hlawatsch gehört seit Jahren zu den Leistungsträgern der „Brucker" und hat sich trotz seines jungen Alters bereits reichlich Drittliga-Erfahrung erarbeitet. Seine aktuelle Saison unterstreicht seinen Stellenwert: Mit 106 Feldtoren weist der dynamische Rückraumspieler die viertbeste Bilanz der gesamten Süd-Staffel auf, nachdem ihm bereits in der Vorsaison 121 Treffer aus dem Spiel heraus gelungen waren.

Gleichzeitig übernimmt er als Co-Kapitän Verantwortung und prägt das Fürstenfeldbrucker Spiel als zentraler Ballverteiler. Für Konstanz ist der Transfer daher vor allem deshalb bemerkenswert, weil die HSG keinen klassischen Perspektivspieler verpflichtet, sondern einen bereits etablierten Topspieler der eigenen Liga, der mit 23 Jahren dennoch weiteres Entwicklungspotenzial besitzt. Mit seiner Kombination aus Torgefahr, Spielmacherqualitäten, Zweikampfstärke und Drittliga-Erfahrung könnte Hlawatsch unmittelbar eine wichtige Rolle im Konstanzer Rückraum übernehmen.

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