Aufsteiger HV Grün-Weiß Werder schockt Meister EHV Aue und holt einen Punkt
3. Liga: Alle Infos zum vierten Spieltag in der Staffel Nord-Ost
Ohne Chance: Im Heimspiel gegen den TSV Altenholz wurden Aufsteiger TSV Burgdorf II klar die Grenzen aufgezeigt, die Gäste gewannen mit 34:25. „Unser Gegner hat gezeigt, warum er jedes Jahr zu den Favoriten der Liga gehört", resümierte Jungrecken-Coach Koray Ayar. Obwohl sich seine Sieben nach Kräften wehrte, zeigte der Gast bereits nach einer knappen Viertelstunde, wer das Feld als Sieger verlassen wird. Die anfängliche 5:3-Führung der Hannoveraner beeindruckte die Gäste kaum. Der Burgdorfer Angriff fand immer weniger Lösungen gegen den kompakt und sicher stehenden Abwehrriegel der Altenhölzer. „Wir müssen die Niederlage anerkennen und akzeptieren das Altenholz das deutlich abgezocktere Team war. In der Analyse werden wir alles nochmal aufarbeiten und unsere Schlüsse daraus ziehen", sagte Ayar.
Erster Erfolg: Aufsteiger HC Hamburg II konnte im vierten Anlauf die ersten Punkte verbuchen, im Heimspiel gegen die Füchse Berlin II verbuchten die Hansestädter einen 30:29-Erfolg. „Wir sind überglücklich, dass wir nach drei teils klaren Niederlagen gegen gute Teams nun endlich Punkte in Hamburg behalten haben", erklärte HCH-Coach Lukas Ossenkopp. Dabei zeigte seine Sieben wie in den vorherigen Partien erneut eine gute Defensivleistung, leistete sich im Angriff bei gutem Vorsprung aber immer wieder zu viele Fahrkarten, weshalb es bis zum Ende spannend blieb. Speziell die offensive Deckung der Berliner stellte die Hausherren immer wieder vor Aufgabe. „Letztlich bin ich stolz darauf, dass wir die entscheidenden Aktionen gut gespielt haben, uns fällt ein riesiger Stein vom Herzen", ergänzte Ossenkopp. „Aber wir wissen, dass wir weiterhin an unserer Wurfquote und Struktur im Angriff arbeiten müssen. Der Sieg gibt uns jedoch Rückenwind für die kommenden Aufgaben."
Weiterhin punktlos: Der Oranienburger HC muss weiterhin auf den ersten (Teil-)Erfolg der neuen Spielzeit warten, im Heimspiel gegen den DHK Flensborg setzte es mit einem 24:27 die vierte Niederlage im vierten Saisonspiel. Dabei war ein Punktgewinn für den OHC nicht unmöglich. Das betonte auch DHK-Trainer Magnus Frisk Jensen. Ihm sei schon vor dem Anpfiff klar gewesen, „dass es über weite Strecken wieder Kleinigkeiten sein werden, die den Unterschied machen". Mit Zwischenständen von 3:1, 5:5 und 8:10 gab es einen spannenden Spielverlauf. Ziel der Gäste sei es gewesen, den OHC plattzulaufen, mit den Isolationen Eins-gegen-eins vor Aufgaben stellen. „Das hat geklappt." Die Gastgeber ließen in der Offensive diverse Chancen ungenutzt. „Wir hatten uns einen Matchplan zurechtgelegt", bemerkte Trainer Alexander Thurm. Dieser sei zwei, drei Mal richtig gut aufgegangen – häufiger aber auch nicht. „50 Minuten lang konnten die Jungs gegenhalten. Dann brechen wir hinten raus einfach ein."
Überraschung: Der bislang punktlose Aufsteiger HV Grün-Weiß Werder hat für Aufsehen gesorgt und mit einem 33:33 gegen Vorjahresmeister und Aufstiegsaspirant EHV Aue den ersten Zähler eingefahren. Dabei verbuchten die Gäste beim 1:0 die einzige Führung des Spiels, anschließend zog Werder über 6:3 und 14:11 davon, lag nach der Pause gar mit 19:14 vorn. Beim 26:26 glich der EHV aus, konnte das Spiel aber nicht drehen. „Einerseits haben wir bis zum Schluss gekämpft", resümierte Aue-Coach Uwe Jungandreas. „Aber 19 Ballverluste in der ersten Hälfte sind einfach zu viel. Daraus müssen wir lernen, wenn wir so spielen wie heute, brauchen wir über die obersten Plätze nicht sprechen." Freude herrschte indes bei HV-Trainer Max Ziegler vor: „So wie das Spiel gelaufen ist, haben wir den Punktgewinn absolut verdient. Ich bin stolz, dass die Jungs diesmal von vornherein keine Angst gezeigt haben."
Neben Altenholz bleibt auch Vorjahres-Vizemeister MTV Braunschweig weiterhin verlustpunktfrei. Die Niedersachsen feierten bei der HSG Eider Harde einen deutlichen 38:25-Auswärtserfolg. Aufstiegsaspirant HC Empor Rostock fand indes nach der Niederlage im Spitzenspiel gegen Aue zurück in die Erfolgsspur und landete einen 34:33-Heimsieg über die HG Hamburg-Barmbek. Außerdem setzte sich der SC Magdeburg II deutlich mit 41:30 gegen den SV Plauen-Oberlosa durch und der Stralsunder HV bezwang den noch sieglosen Aufsteiger NHV Concordia Delitzsch mit 27:25.
(ENI) / Foto: Oranienburger HC
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