Pfullingen setzt Ausrufezeichen, Meister Kornwestheim bezwingt Absteiger HCOB
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Prädikat Topspiel: Der Kracher zwischen Staffelmeister SV Salamander Kornwestheim und Zweitliga-Absteiger HC Oppenweiler/Backnang erfüllte alle Anforderungen – am Ende setzten sich die Lurchis mit 33:30 durch und fügten dem Drittliga-Rückkehrer damit die erste Saisonniederlage zu. Dabei verzeichneten die Gäste nach der Pause durchaus gute Chancen, das Spiel noch zu drehen. HCOB-Trainer Rui Silva sagte nach dem Abpfiff: „Am Ende muss man sagen, dass wir den Sieg heute nicht verdient haben." Vor allem die erste Halbzeit stellte ihn nicht zufrieden. „Wir haben in der Abwehr nicht gut gespielt und zu viele Zweikämpfe verloren", bemängelte Rui Silva. Er meinte: „Es hat uns an der Intensität und an der Konzentration gefehlt." Zur Pause führte Kornwestheim mit 17:13, die Murrtaler glichen auf 24:24 aus und schienen Morgenluft zu schnuppern. Doch sieben torlose Minuten sorgten für eine Serie, die den Hausherren mit 29:24 in die Karten spielte.
Hartes Stück Arbeit: Die HSG Konstanz konnte mit dem 29:26-Erfolg beim TV Bittenfeld II die Erfolgsspur halten, hatte dafür aber viel Arbeit zu verrichten. Mit 14:13 verzeichnete die Mannschaft von HSG-Trainer Ralf Bader eine knappe Halbzeitführung, die anschließend sogar auf 19:15 anwuchs. Doch nach dem 26:23 sieben Minuten vor dem Ende begann das Zittern nach dem 26:26-Ausgleich in Konstanzer Unterzahl. „Wir haben eine super Abwehr gespielt, machen den Ball aber nicht rein", sagte Bader. „Der Gegner hat alles versucht, wir haben mit absoluter Willenskraft dagegengehalten und kühlen Kopf bewahrt." Mit Blick auf die kommenden Wochen forderte er ein, dass „wir besser mit unseren Chancen umgehen. Das muss ich von jedem erwarten, der auf diesem Niveau gut sein möchte."
Jung-Gallier zähmen Junglöwen: Im Duell der Zweitvertretungen feierte der HBW Balingen-Weilstetten II seinen ersten Saison-Heimsieg mit 35:30 über die Rhein-Neckar Löwen II. Bis zum 26:26 blieb die Partie offen. HBW-Trainer Micha Thiemann war anschließend zufrieden: „Wir haben aus den ersten Spielen gelernt, in der Crunchtime mehr Fokus in die Aktionen zu legen. Die Stressphase haben wir gut bewältigt mit drei blitzsauberen Angriffen. Das wird uns enorm helfen für die Saison. Unser Innenblock stand souverän, und David hat wieder einen tollen Auftritt gezeigt. Der Sieg geht auch in der Höhe in Ordnung." Sein Gegenüber, Löwen-Coach Daniel Wernig, erklärte: „Wir hatten wieder Phasen drin, in denen uns ein bisschen die Stabilität gefehlt hat. Drei, vier Fehlwürfe zu viel und drei, vier technische Fehler, die wir selbst produziert haben, haben uns am Ende ein bisschen die Punkte genommen." Mit der Abwehrarbeit war der Trainer dagegen zufrieden: „Im Sechs-gegen-sechs haben wir wirklich gut verteidigt, alle haben sich eingebracht und gute Spielanteile gehabt."
Ausrufezeichen gesetzt: Der VfL Pfullingen bleibt als eines von nur noch vier Teams verlustpunktfrei, durch den 44:34-Statement-Erfolg beim TSB Heilbronn-Horkheim sendete der aktuelle Tabellenführer zeitgleich an klares Signal an die Konkurrenz. Der Grundstein für den deutlichen Auswärtserfolg beim Vorjahres-Vizemeister wurde dabei vor allem in der Defensive gelegt. „Wir haben uns für eine gute Abwehrleistung, die über das gesamte Spiel vorhanden war, belohnt." Auch in der zweiten Halbzeit verteidigte der VfL souverän und ließ die Gastgeber nur zu wenigen guten Chancen kommen. Am Ende stand ein verdienter Erfolg, den Gerstlauer vor allem der geschlossenen Mannschaftsleistung zuschrieb: „Wir haben Horkheim wenig Chancen gelassen und haben am Ende absolut verdient über ein hervorragendes Kollektiv gewonnen."
Darüber hinaus feierten die Wölfe Würzburg einen gelungenen Einstand: Als letzter Drittligist absolvierten die Bayern nun ihr erstes Liga-Spiel der neuen Saison und gewannen mit 26:23 bei der SG Pforzheim/Eutingen. Im Stadtderby feierte außerdem der HC Erlangen II einen torreichen Heimerfolg – am Ende stand ein 42:36 gegen den TV Erlangen-Bruck. Das Aufsteiger-Duell zwischen dem TSB Schwäbisch Gmünd und der SG Regensburg ging mit 31:27 an Regensburg und der noch verlustpunktfreie TSV Neuhausen/Filder setzte seine Erfolgsserie mit einem 43:38 bei Aufsteiger HSG Albstadt fort.
(ENI) / Foto: HC Oppenweiler/Backnang
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