HG Saarlouis und HSG Krefeld Niederrhein peilen jeweils den Auswärts-Hattrick an
3. Liga: Alle Infos zum vierten Spieltag in der Staffel Süd-West
- Krefeld jagt den perfekten Start: Der Zweitliga-Absteiger will in Hanau den vierten Sieg im vierten Spiel und zugleich den dritten Auswärtserfolg in Serie feiern.
- Leutershausen weiter makellos: Saase3 ist mit drei Siegen gestartet und will seine weiße Weste nun auch beim heimstarken TV Kirchzell verteidigen.
- Topduell in Ratingen: Interaktiv.Handball trifft nach zwei deutlichen Heimsiegen auf den weiterhin ungeschlagenen TV Gelnhausen.
- Saarlouis vor dem nächsten Härtetest: Der Vorjahres-Meister beendet sein Auswärtsspiel-Triple beim offensivstarken Longericher SC Köln.
Samstag, 19. September, 17.30 Uhr: Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen – TV Gelnhausen
Standortbestimmung: Der TV Gelnhausen ist stark gestartet und weiterhin ungeschlagen, nun gastieren die Barbarossastädter aber bei Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen, das zuletzt mit zwei deutlichen Heimsiegen aufhorchen ließ. „Wir sind mit 5:1 Punkten sehr gut in die Spielzeit gestartet und fahren selbstbewusst nach Ratingen", sagt TVG-Trainer Patrick Beer. „Wir freuen uns auf ein Duell auf Augenhöhe." Doch auch die Gastgeber gehen mit Rückenwind in die Partie: „Düsseldorf ist momentan die Mannschaft der Stunde", sagt Beer. „Sie hatten mit Krefeld, Hanau und Longerich ein extrem schweres Auftaktprogramm und haben sich dabei mit beachtlichen 4:2 Punkten sehr gut geschlagen." Besonders auffällig ist bislang die offensive Durchschlagskraft der Ratinger. 106 Treffer gelangen in den ersten drei Saisonspielen. Mehr Tore erzielten bislang nur Krefeld und Longerich, wobei die Kölner bereits eine Partie mehr absolviert haben. Das Herzstück des Ratinger Spiels sieht Beer vor allem im schnellen Umschalten. „Das Prunkstück ist sicherlich das Tempospiel."
Samstag, 19. September, 18 Uhr: HV Vallendar – Bergische Panther
Punktgleich gegeneinander: Aufsteiger HV Vallendar und die Bergischen Panther kämpfen im direkten Duell um den zweiten Saisonsieg und die Chance, sich etwas vom unteren Drittel abzusetzen. Denn bei noch vier sieglosen Mannschaften in der Staffel öffnet sich die Gelegenheit, frühzeitig ein kleines Polster herauszuspielen, was speziell für die gastgebenden Liga-Neulinge wichtig sein dürfte. Beide Mannschaften mussten in der Frühzeit der Saison bereits Niederlagen gegen Leutershausen einstecken, dazu unterlagen die Panther zum Auftakt auch Staffelmeister Saarlouis und Vallendar zuletzt Zweitliga-Absteiger Krefeld. Ihre bislang einzigen Punkte holten die Hausherren im Aufsteiger-Duell gegen Dormagen, die Gäste waren ihrerseits am vergangenen Spieltag gegen Dutenhofen erstmals siegreich.
Samstag, 19. September, 19 Uhr: Longericher SC Köln – HG Saarlouis
Dritte Reise: Vorjahres-Meister HG Saarlouis beendet sein Auswärtsspiel-Triple mit der Fahrt zum Longericher SC Köln – und will dort auch im dritten Spiel ungeschlagen bleiben und punkten. In Rodgau siegte die HGS, bei Vizemeister Gelnhausen gab es ein Remis. „In Köln erwartet uns ein hartes Spiel, aber wir sind zuversichtlich, dass wir auch im dritten Topspiel punkten werden", sagt Saarlouis-Talent Marko Jelicic. Für seinen Coach Jörg Lützelberger stellt die nächste Herausforderung für seine Mannschaft eine etwas anders geartete Qualität dar. Die Kölner seien eine emotionale, schnell spielende Angriffs-Mannschaft, die mit ihren individuellen Qualitäten anders als die letzten Gegner über den Rückraum Treffer aus der Distanz erzielen. „Wir müssen schauen, dass wir genügend gesunde Spieler an den Start bekommen und solche Spiele auch als Learning nutzen. Wir wollen möglichst viel Positives hineinbringen und mitnehmen", so LSC-Coach Christian Stark, der sein Team in der Außenseiterrolle sieht.
Samstag, 19. September, 19.30 Uhr: TV Kirchzell – Saase3 Leutershausen
Unbedingt dranbleiben: Mit drei Siegen am Stück ist Saase3 Leutershausen blendend in die neue Saison gestartet – nun will die Spielgemeinschaft beim TV Kirchzell nachlegen. „Wir wollen unbedingt daran anknüpfen und die nächsten zwei Punkte nach Hause holen", formulierte S3L-Trainer Florian Taafel. Dabei erwartet der Coach eine schwere Herausforderung in Unterfranken: „Kirchzell ist sehr heimstark, das ist eine erfahrene Truppe, die sich schon lange in der 3. Liga hält." Ein Sieg und zwei knappe Niederlagen stehen für die Gastgeber zu Buche. „Da ist der Druck natürlich groß, dass sie zu Hause gewinnen wollen", ergänzte Taafel.
Samstag, 19. September, 19.30 Uhr: HSG Rodgau Nieder-Roden – TuS Opladen
Dickes Brett zu bohren: Der TuS Opladen hat eine schwere Auswärtsaufgabe bei der HSG Rodgau Nieder-Roden zu bewältigen. Denn während die Gäste als eines von noch drei punktlosen Mannschaften in der Staffel im Tabellenkeller hängen, konnten die Baggerseepiraten bereits durchaus beachtliche Ergebnisse erzielen: Von der Niederlage gegen Aufstiegsfavorit und Staffelmeister Saarlouis abgesehen feierte die HSG einen Heimsieg über Aufsteiger Dormagen und entführte einen Punkt bei formstarken Kölnern, die kurz zuvor erst im DHB-Pokal mit dem Einzug in die nächste Runde für Furore sorgten. Keine leichte Aufgabe also für Opladen in einem Spiel, in dem Rodgau der klare Favorit ist.
Sonntag, 20. September, 17 Uhr: HSG Hanau – HSG Krefeld Niederrhein
Hattrick im Visier: Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld Niederrhein will den vierten Sieg im vierten Spiel – und mit dem Duell bei der HSG Hanau das dritte Auswärtsspiel in Serie gewinnen. Krefeld und Hanau standen sich bislang fünfmal in Pflichtspielen gegenüber. Viermal gingen die Eagles als Sieger vom Feld, einmal gab es ein Unentschieden. Auch das Torverhältnis spricht mit 173:143 deutlich für die Krefelder. Dazu starteten die Gastgeber im Vergleich zu den Gästen mit zwei Niederlagen. Krefeld-Trainer Mark Schmetz lässt sich vom Fehlstart des Gegners nicht blenden. „Das ist eine Mannschaft mit viel Erfahrung. In Hanau wurde das Team in der Sommerpause noch einmal verstärkt. Die Aufstiegsrunde wurde zuletzt nach einer sehr starken Rückrunde und Platz vier nur knapp verfehlt und soll jetzt erreicht werden. Nach den beiden Niederlagen steht die Mannschaft schon unter Druck und will unbedingt gegen uns gewinnen."
Sonntag, 20. September, 17 Uhr: HLZ Friesenheim-Hochdorf II – TSG Münster
Duell der Optimisten: Sowohl das HLZ Friesenheim-Hochdorf II als auch die TSG Münster sind souverän in die neue Saison gestartet. Das HLZ landete Siege über Dutenhofen und Kirchzell, musste sich nur Aufstiegsfavorit Krefeld geschlagen geben. Die Münsteraner sind sogar unbesiegt, feierten Siege gegen Dutenhofen und Hanau und teilten sich die Punkte mit Aufsteiger Dormagen.
Text: Enrico Niemeyer | Foto: Ruppenthal
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