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Spitzenspiel endet ohne Sieger, Münster und Düsseldorf feiern Derbysiege
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Spitzenspiel endet ohne Sieger, Münster und Düsseldorf feiern Derbysiege

3. Liga: Alle Infos zum dritten Spieltag in der Staffel Süd-West

Packendes Spitzenspiel: Im Vergleich zwischen Vorjahres-Meister und -Vizemeister gab es keinen Sieger, der TV Gelnhausen und die HG Saarlouis trennten sich mit einem 28:28-Unentschieden. Darüber jubelte insbesondere der amtierende Meister Saarlouis, denn der Ausgleich fiel in letzter Sekunde. Dass die Saarländer ihren Punktgewinn nach dem Schlusspfiff ausgelassen feierten, sprach ebenfalls für die Leistung des TVG. „Es war ein Spiel auf ganz hohem Drittliganiveau. Vielleicht sogar mit einem verdienten Unentschieden, auch wenn es natürlich ein bisschen wehtut, den Ausgleich in der letzten Sekunde zu bekommen", sagte Trainer Patrick Beer, der den fehlenden Tim Beckmann vertrat und seinen Einstand auf der TVG-Bank gab. „Im ersten Moment geht man vom Feld und denkt: Mist, das hätten zwei Punkte sein können", sagte Beer. „Aber das haben wir in der Kabine ganz schnell wieder abgeschüttelt. Es ist ein Punkt, der uns wirklich stolz macht, weil wir sehr gut gespielt haben und ans Maximum gegangen sind."

Souverän gewonnen: Im Duell „David gegen Goliath" wurde Zweitliga-Absteiger HSG Krefeld Niederrhein seiner Favoritenrolle bei Aufsteiger HV Vallendar absolut gerecht, am Ende stand ein 38:25-Auswärtssieg. Dabei ragte insbesondere Justin Wollny heraus. Der Linksaußen erzielte drei Treffer in Folge und hatte damit maßgeblichen Anteil an der wegweisenden 9:5-Führung der Krefelder. „Wir wussten, dass es heute kein leichtes Spiel wird. Wir haben uns daher gut vorbereitet. Am Anfang hat es Vallendar mit Sechs-gegen-Sechs probiert. Als dann mit Sieben-gegen-Sechs gespielt wurde, kam Unruhe ins Spiel. Trotzdem haben wir das gut gelöst. Wir haben aber auch zu viele Gegentore kassiert", bilanzierte Krefeld-Trainer Mark Schmetz.

Drittes Spiel, dritter Sieg: Saase3 Leutershausen reitet weiter die Erfolgswelle. Nun gewann die Mannschaft von Trainer Florian Taafel it 23:21 beim TuS Opladen und hielt die eigene Weste weiß. „Wir sind so richtig im Aufwind, alles ist lockerer geworden", sagte S3L-Kapitän Maximilian Kessler. In der vergangenen Saison habe es gedauert, bis sich alle zusammengefunden hätten. Das sei jetzt einfacher geworden, „wir ergänzen uns und haben einen sehr guten Austausch zwischen jüngeren und erfahreneren Spielern". Einfach, da waren sich Trainer und Kapitän einig, war das Spiel gegen Opladen nicht. „Die gegnerische Mannschaft war ganz genau auf uns eingestellt und stand in der Abwehr sehr gut", sagte Taafel. Entsprechend war relativ bald klar, dass im Angriff nicht viel gehen würde. Nach der Pause erarbeiteten sich die Gäste über fünf Treffer schließlich einen entscheidenden Vorsprung.

Derby-Niederlage: Die HSG Hanau musste sich bei der TSG Münster im Rhein-Main-Derby mit 30:32 geschlagen geben – und wartet damit weiterhin auf den ersten Punktgewinn der neuen Spielzeit. „In der ersten Viertelstunde waren wir nicht ganz im Spiel drin, haben einen relativ klaren Rückstand kassiert", sagte Hanau-Trainer Axel Spandau. „Die Mannschaft hat dann Moral gezeigt und bewiesen, dass sie kämpfen kann. Unser großes Manko war heute mit Sicherheit, dass wir zu viele freie Würfe von den Außenpositionen liegen lassen haben — ich glaube, insgesamt neun, dazu kommen noch zwei Siebenmeter: Das sind elf Würfe, die relativ frei sind, und das ist natürlich problematisch." Mit 5:9 lagen die Gäste früh zurück, kämpften sich zwar auf 15:15 wieder heran, doch über 24:21 und 28:24 konnte Münster entscheidend davonziehen.

Knappe Kiste: Gegen Aufsteiger TSV Bayer Dormagen II setzte sich die HSG Rodgau Nieder-Roden am Ende mit 32:31 durch. Dabei hatten die Gäste zunächst mehr von der Partie, führten kurz nach der Pause sogar noch mit 19:15. Anschließend kippte die Begegnung jedoch innerhalb weniger Minuten. Nieder-Roden steigerte sich und glich beim 20:20 erstmals aus. Wenig später gingen die Gastgeber mit 23:22 erstmals in Führung. „In der zweiten Halbzeit dreht das Spiel etwas zu schnell und etwas unglücklich. Ein, zwei Sachen können wir cleverer machen", analysierte Dormagen-Coach Peer Pütz. Bis zum 29:29 hielten die Gäste das Ergebnis ausgeglichen, dann setzten sich die Baggerseepiraten durch. „Wir kämpfen uns wieder zurück. Am Ende war es ein enges Spiel, das genauso auch in die andere Richtung hätte ausgehen können", so Pütz. „Insgesamt war es eine gute Leistung, auf die wir weiter aufbauen können."

Im zweiten Derby am Rhein gab es an diesem Wochenende eine kleine Überraschung: Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen feierte gegen den Longericher SC Köln einen 43:35-Heimerfolg – dabei waren die Gäste nicht zuletzt durch das Weiterkommen im DHB-Pokal bislang recht gut drauf. Das HLZ Friesenheim-Hochdorf II feierte außerdem einen 33:26-Heimerfolg über den TV Kirchzell und die Bergischen Panther besiegten die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II mit 26:23 – damit bleibt die Wetzlarer Zweitvertretung als eines von drei Teams weiterhin punktlos.

(ENI) / Foto: TV Gelnhausen

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