VfL Pfullingen weiter ungeschlagen, HBW Balingen-Weilstetten II gereift
3. Liga: Alle Infos zum sechsten Spieltag in der Staffel Süd
Maschine angeworfen: Die HSG Konstanz ist ihrer Favoritenrolle im Derby bei der HSG Albstadt gerecht geworden und hat einen 39:27-Auswärtserfolg eingefahren. Dabei war die Situation vorher eindeutig: Aufsteiger Albstadt konnte noch keinen Zähler einfahren, Konstanz trotz überraschender Punktverluste aber immerhin schon gut punkten. Nach 35 Minuten leuchtete schon ein 21:14 für die Gäste auf der Anzeigetafel. Die Kräfte der aufgrund des hohen Tempos der Konstanzer offensiv wie defensiv sehr geforderten Hausherren begannen in der Folge zusehends zu schwinden. Schon vor Anbruch der letzten Viertelstunde (21:29) war die Vorentscheidung gefallen. Konstanz hatte aber noch lange nicht genug und blieb bis zum Schluss auf dem Gaspedal. „Wir haben", lobte Trainer Ralf Bader, „hinten richtig dicht gemacht und sind in der zweiten Hälfte dominant aufgetreten."
Glanzlos gewonnen: Im Rems-Murr-Duell setzte sich der favorisierte Zweitliga-Absteiger HC Oppenweiler/Backnang mit 28:25 beim noch sieglosen TV Bittenfeld II durch. Dabei machten es die Gäste nach der Pause noch einmal unnötig spannend: Der HCOB lag bereits mit 16:9 und 22:15 vorne, doch der TVB verkürzte mit einer 8:2-Serie auf 23:24 und ärgerte die Murrtaler bis zum Abpfiff. „Es steckte zu sehr in den Köpfen, dass wir das Spiel über kurz oder lang lösen werden. Aber so läuft es nicht, nichts ist selbstverständlich. Wenn wir vorankommen wollen, müssen wir in so einem Spiel auch zeigen, dass wir besser sind", erklärte Oppenweiler-Coach Rui Silva. „In Durchgang zwei hatten zu viele das Spiel bei plus sieben abgehakt. Aber wir haben Fehler um Fehler gemacht. Am Ende haben wir gewonnen, aber für das, was wir erreichen wollen, war das nicht genug."
Weiterhin ungeschlagen: Der VfL Pfullingen bleibt auch nach dem Spitzenspiel Tabellenführer der Süd-Staffel, bei Vorjahres-Meister SV Salamander Kornwestheim holte die Mannschaft von Trainer Fabian Gerstlauer ein 36:36-Remis. Damit gab es im sechsten Spiel den ersten Punktverlust, der VfL bleibt aber ungeschlagen. Nach Rückständen, etwa beim 8:11 in der ersten und dem 17:20 in der zweiten Halbzeit, kämpften sich die Pfullinger immer wieder hin die Partie zurück, führten kurz vor dem Ende sogar jeweils mit einem Tor. „Am Ende können wir froh über einen Punkt sein und bleiben damit weiter ungeschlagen", resümierte Gerstlauer nach der Partie. „Trotz eines guten Starts haben wir uns auf ein wildes Spiel mit vielen Fehlern eingelassen. Obwohl wir in der ersten Halbzeit teilweise mit vier Toren und in der zweiten Halbzeit mit drei Toren zurücklagen, sind wir immer drangeblieben und hatten zum Schluss sogar die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen." Über den gesamten Spielverlauf gesehen sei es damit ein gewonnener Punkt beim Meister des letzten Spieljahres, so Gerstlauer.
Reife Vorstellung: Der HBW Balingen-Weilstetten II konnte mit einem 38:30 über Aufsteiger SG Regensburg den zweiten Sieg in Folge einfahren. Dabei ließen sich die Gastgeber auch von einer starken Aufholjagd der Regensburger nicht beeindrucken: Nach furiosem Start mit 9:2-Führung für den HBW glichen die Gäste kurz vor der Pause zum 13:13 aus. Doch Balingen präsentierte sich nach dem Seitenwechsel gefestigt und legte einen starken 8:0-Lauf zum 28:19 hin. Trainer Micha Thiemann analysierte nüchtern: „Wir hatten wieder einen starken Markus Bierfreund im Tor. Wir arbeiten uns über ein ordentliches Tempospiel nach vorne. Wir haben dann in der zweiten Halbzeit gut verteidigt und vorne bessere Lösungen gefunden."
Trotz guter Leistung gab es auch für den TSV Neuhausen/Filder an diesem Wochenende keine Punkte, beim TSB Heilbronn-Horkheim setzte es eine 33:38-Niederlage. Dabei hatten die Gäste im ersten Durchgang noch mehr vom Spiel, lagen sogar mit 14:11 in Führung. Doch mit dem 17:17-Ausgleich zur Pause kippte das Duell, Horkheim zog auf 30:24 entscheidend davon. „In der zweiten Hälfte hatten wir dann so ein bisschen eine Schwächephase zwischen der 40. und 45. Minute, wo wir dann in Unterzahl geraten sind und aufgrund dieser Zeitstrafe, nicht mehr ins Spiel zurückgefunden haben. Ich bin dennoch mit der Einstellung und der Einsatzbereitschaft meiner Mannschaft sehr zufrieden. Wir müssen schauen, dass wir an den Baustellen, die wir haben, weiterarbeiten", bilanzierte Neuhausen-Coach Daniel Brack.
Nicht belohnt: Lange konnten sich die Rhein-Neckar Löwen II teuer bei den Wölfen Würzburg verkaufen, am Ende aber siegte der Favorit mit 33:30. Dabei lagen die Junglöwen zeitweise mit 12:8 vorn, ehe Würzburg das Duell drehte. „Es ist schon sehr bitter, weil ich glaube, dass wir heute die stärkere Mannschaft waren. Über 54 Minuten habe ich eine unfassbar gute Mannschaft von uns gesehen. Das hat mich sehr gefreut. Wir haben unter der Woche wirklich Gas gegeben, um vor allem die Abwehr zu stabilisieren, mit noch mehr Energie aufzutreten und noch mutiger zu sein", sagte RNL-Coach Daniel Wernig. Darüber hinaus feierte die SG Pforzheim/Eutingen einen 31:27-Auswärtserfolg beim HC Erlangen II und die Partie zwischen dem TSB Schwäbisch Gmünd und dem TV Erlangen-Bruck endete mit einem 29:29-Unentschieden.
(ENI) / Foto:HBW
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