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Hanau, Gelnhausen und Leutershausen gewinnen Derbys, Saarlouis-Pleite überrascht
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Hanau, Gelnhausen und Leutershausen gewinnen Derbys, Saarlouis-Pleite überrascht

3. Liga: Alle Infos zum siebten Spieltag in der Staffel Süd-West

  • Saarlouis unterliegt Münster schmerzhaft daheim
  • Hanau setzt Erfolgstrend mit Derbysieg über Rodgau fort
  • Gelnhausen und Leutershausen halten sich mit Derbysiegen im Topfeld

Das Maß aller Dinge: Die HSG Krefeld Niederrhein bleibt auf der Erfolgswelle, mit einem 32:19-Sieg über den TuS Opladen feierten die Eagles den siebten Erfolg im siebten Spiel – und steht damit allein an der Spitze. Trainer Mark Schmetz zeigte sich insbesondere angesichts der schwierigen personellen Voraussetzungen zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Die Trainingswoche war sehr schwer, weil viele Spieler krank und nicht fit waren. Sie haben auf die Zähne gebissen und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Daher bin ich froh, wie das Spiel gelaufen ist", formulierte der HSG-Coach. „Wir haben wieder eine sehr kompakte Abwehr gestellt. Vorne hat uns insgesamt etwas die Aggressivität gefehlt, weil wir heute nicht so viele Körner hatten. Trotzdem haben wir 32 Treffer erzielt."

Schmerzhaftes Resultat: Die HG Saarlouis, Vorjahresmeister und Aufstiegsfavorit, hat gegen die TSG Münster mit einem 28:38 die erste Saisonniederlage kassiert – und mit zehn Toren Differenz eine ziemlich heftige. Münsters Schlussmann Johannes Jepsen mit 17 Paraden und Ex-Erstliga-Shooter Patrick Weber mit 15 Treffern überragten dabei. Währenddessen funktionierte bei den Saarländern vieles nicht – vor allem in der zweiten Spielhälfte. „Wir werden das intensiv aufarbeiten und eine deutliche Reaktion zeigen", so ein enttäuschter HG-Coach Jörg Lützelberger. Die Entscheidung in Saarlouis fiel in der Phase kurz vor und kurz nach der Halbzeitpause, als Münster die Partie in zehn Spielminuten drehte und vom 14:13 (27.) auf 17:22 (38.) stellte. „Wir haben nach leichten Vorteilen zu Beginn immer mehr zugelassen, dass Patrick Weber und Johannes Jeppsen immer dominanter wurden und dann bis zum Schluss keine Lösungen gegen die beiden gefunden. Die Niederlage, insbesondere die Art und Weise in der zweiten Halbzeit, tut extrem weh", so das Fazit des Saarlouiser Trainers.

Starke Nerven: Der TV Gelnhausen hat das Hessen-Derby bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II mit 29:25 für sich entschieden und bleibt damit ohne Niederlage in der laufenden Saison. „Wir standen gut und aggressiv in der Abwehr und haben uns gegenseitig sehr gut geholfen", lobte der Sportliche Leiter Sergej Budanow. Nach dem 10:6 durch Jannik Geisler in der 21. Minute ließen die Rot-Weißen einige Möglichkeiten liegen, während Hendrik Pantel im HSG-Tor stärker wurde. Nach drei Dutenhofener Treffern in Folge war die Partie beim 10:9 wieder völlig offen. Aus einem 19:14 wurde innerhalb weniger Minuten ein 19:19, sodass die Partie in der 47. Minute plötzlich wieder völlig offen war. Doch Malolepszy und Co. bewiesen einmal mehr Nerven aus Stahl. „Vor allem in der engen Phase haben wir immer an unsere eigenen Stärken geglaubt, sind im Kopf klar geblieben und haben uns nicht aus dem Konzept bringen lassen", sagte Budanow. „Am Ende haben wir das Spiel sehr abgeklärt nach Hause gebracht."

Beste Stimmung: Die Laune bei Saase3 Leutershausen ist grandios, schließlich wurde das Derby gegen das HLZ Friesenheim/Hochdorf II mit 26:24 gewonnen – und dadurch steht die Spielgemeinschaft mit 11:3 Punkten auf dem dritten Rang. „Wir sind super reingekommen", freut sich S3L-Trainer Florian Taafel, der einmal mehr den Zusammenhalt der Mannschaft und die hohe Motivation aller Spieler lobte. Besser hätte es bisher kaum laufen können und das trotz eines eher kleinen Kaders. „Klar passieren immer wieder Fehler", räumt der Coach ein, „auch ich mache nicht immer alles richtig". Aber insgesamt stimme die Richtung und das ganze Team sei schon jetzt sehr gut zusammengewachsen. Das Spiel gegen Friesenheim/Hochdorf II sei ein klassisches Derbyspiel gewesen. „Da wurde auf beiden Seiten gekämpft bis zur letzten Sekunde", schmunzelt Florian Taafel. Letztlich schien der Sieg gegen die Pfälzer nie gefährdet, auch wenn es die S3L auf den letzten Metern dann doch noch etwas spannender machte und Friesenheim bis auf zwei Tore herankommen ließ. „Wir haben zwei richtige starke Torhüter auf beiden Seiten erlebt", resümiert der Trainer.

Serie fortgesetzt: Die HSG Hanau befindet sich weiter auf dem aufsteigenden Ast, mit einem 35:30-Derbysieg über die HSG Rodgau Nieder-Roden feierten die Grimmstädter den dritten Erfolg in Serie. „In dem Moment, wo wir ein bisschen am Kippen waren und den Blauen Block gebraucht haben, waren sie da ", sagte Trainer Axel Spandau zu der Stimmung in der kritischen Phase des Spiels nach Abpfiff. „Ich fand die erste Halbzeit von uns in der Abwehr sehr stark. Da hatte Nieder-Roden erhebliche Probleme, durchzukommen. Und am Ende haben die vier Rechtshänder im Rückraum das letztendlich gerissen, muss ich einfach sagen." Bis zum 26:27 hielten die Baggerseepiraten den direkten Kontakt, dann schlug die Stunde von Marek Schöber. Vier Angriffe in Folge tankte er sich durch die Rodgauer Deckung und erzielte vier astreine Tore. Da auf der anderen Seite die Abwehr immer stabiler und leidenschaftlicher verteidigte, setzte sich Hanau vorentscheidend auf 31:26 in der 55. Minute ab.

Der Longericher SC Köln war unterdessen daheim erfolgreich: Gegen Aufsteiger HV Vallendar feierten die Domstädter einen 37:28-Erfolg, der sie auf Platz sieben klettern lässt. Vallendar verbleibt hingegen auf dem letzten Platz – punktgleich mit Mitaufsteiger TSV Bayer Dormagen II, der eine 28:32-Heimniederlage gegen Interaktiv.Handball Düsseldorf-Ratingen kassierte. Und das Duell zwischen dem TV Kirchzell und den Bergischen Panthern endete mit einem 35:35-Unentschieden.

(ENI) / Foto: HG Saarlouis

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