HSG Konstanz stellt Anschluss her, TV Erlangen-Bruck gewinnt Kellerduell
3. Liga: Alle Infos zum siebten Spieltag in der Staffel Süd
- VfL Pfullingen bleibt einziges Team der Staffel ohne Niederlage
- Oppenweiler/Backnang springt mit viertem Sieg in Serie auf Rang zwei
- Rhein-Neckar Löwen II spielen stark, aber unterliegen Vorjahresmeister Kornwestheim
Anschluss hergestellt: Die HSG Konstanz liegt wieder auf Tuchfühlung zu oberen Gefilden, mit einem 33:28-Erfolg feierte das Team von Bodensee den Derbysieg über den HBW Balingen-Weilstetten II. „Es hat viel Spaß gemacht", strahlte Adam Studenkowski nach dem Spiel. Dank zahlreicher sehenswerter Paraden wurde er von den Zuschauern zum Spieler des Spiels gewählt, gab die Lorbeeren allerdings direkt weiter an seine Vordermänner. „Wir haben", so der Neuzugang aus Pforzheim, „60 Minuten eine super Abwehr gespielt." Auch HSG-Coach Ralf Bader konnte zufrieden Bilanz ziehen: „Wir konnten nach auftretenden Problemen sofort Verbesserungen erzielen. Nur im Angriff hatten wir zwischenzeitlich einen kleinen Bruch drin, ohne den wir uns vielleicht schon früher noch deutlicher hätten absetzen können." Auf der Gegenseite zeigte sich HBW-Trainer Micha Thiemann enttäuscht: „Die Niederlage ist verdient. Wir wussten, was auf uns zukommt – und haben doch keine Lösungen gefunden. Wir kommen dann zwar mehr und mehr rein und bewegen uns vorne besser, aber werfen leider einfach nicht gut genug. Wir hatten keinen Spieler voll im Spiel drin, weil Konstanz das dann wirklich gut verteidigt hat."
Moral und Einsatz, aber kein Ertrag: Die Rhein-Neckar Löwen II haben gegen Vorjahresmeister SV Salamander Kornwestheim ein starkes Spiel geliefert, mussten sich am Ende aber dennoch mit 29:34 geschlagen geben. Kornwestheim erwischte den deutlich besseren Start und führte nach gut drei Minuten bereits mit 3:0. Die Junglöwen fanden anschließend besser in die Begegnung, mussten die Gäste aber zunächst weiter davonziehen lassen. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde stand es 4:10. Dieser Hypothek mussten die Hausherren trotz verbesserter Leistung im weiteren Verlauf Tribut zollen. „Ich kann der Mannschaft eigentlich gar keinen Vorwurf machen. Viele Spieler hatten durch das U19-Spiel zuvor heute fast 120 Minuten in den Beinen. Wir haben uns gut vorbereitet und gerade in der ersten Halbzeit viele richtig gute Möglichkeiten herausgespielt. Entscheidend war heute aber der Torhüter auf der Gästeseite. Wir haben, glaube ich, 15 oder 16 sehr gut herausgespielte Chancen nicht genutzt. Auf diesem Niveau ist das einfach zu viel", bilanzierte Löwen-Coach Daniel Wernig.
Vierter Streich: Zweitliga-Absteiger HC Oppenweiler/Backnang mischt weiterhin ganz oben mit, durch den 27:19-Erfolg über den TSB Schwäbisch Gmünd feierten die Murrtaler den vierten Sieg in Serie. „Dennis Wipf war heute einfach richtig gut", stellte Coach Rui Silva seinem seit Wochen in guter Form agierenden Keeper eine Bestnote aus. Am Sieg gegen den Aufsteiger hatte der Zugang vom VfL Eintracht Hagen daher auch maßgeblichen Anteil. Er lieferte 16 Paraden bei 19 Gegentoren – ein starker Wert von 46 Prozent. „Wichtig ist, dass wir gewonnen haben. Wir haben im Angriff viele Fehler gemacht und nicht klar genug gespielt", ergänzte Silva. TSB-Trainer Aaron Fröhlich erklärte: „Wir wollten unbequem sein, das hat gut funktioniert. Mit unserer 5:1-Abwehr haben wir unseren Gegner vor eine neue Aufgabe gestellt. Vorne hatten wir eine schlechte Wurfquote. Man hat gesehen, welch hohe Qualität der HC Oppenweiler/Backnang in der Abwehr hat."
Als einzige Mannschaft der Staffel bleibt Tabellenführer VfL Pfullingen ohne Niederlage. Mit einem 30:28-Heimerfolg über den HC Erlangen II gelang der sechste Sieg im siebten Spiel. Hinter den Verfolgern Oppenweiler/Backnang und Kornwestheim konnte der TSV Neuhausen/Filder auf Rang vier ebenfalls einen wichtigen Sieg einfahren: Durch das 39:38 gegen die Wölfe Würzburg hielten die MadDogs den Kontakt nach oben und einen direkten Konkurrenten auf Distanz – für die Wölfe war es die zweite Niederlage im fünften Saisonspiel.
Bei Sorgenkind TV Erlangen-Bruck ist unterdessen der Knoten geplatzt: Im Kellerduell schaffte „Brooklyn United" gegen Aufsteiger HSG Albstadt mit einem 39:30 den ersten Saisonsieg. Albstadt bleibt hingegen als einziges Team der Staffel punktlos am Tabellenende. Deutlich besser läuft es für Mitaufsteiger SG Regensburg: Mit dem 38:35-Heimerfolg über den TSB Heilbronn-Horkheim schafften die Regensburger den vierten Sieg im siebten Spiel, der Rang sechs bedeutet. Und der TV Bittenfeld II landete mit dem 27:22 bei der SG Pforzheim/Eutingen den zweiten Saisonsieg und verließ damit vorübergehend die Abstiegszone.
(ENI) / Foto: HSG Konstanz
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