HCOB-Erfolgsserie hält an, Aufsteiger Regensburg überrascht erneut
3. Liga: Alle Infos zum achten Spieltag in der Staffel Süd
- Oppenweiler/Backnang knackt 40-Tore-Marke
- Pfullingen bleibt ungeschlagen an der Spitze
- Nach Konstanz verliert auch Würzburg gegen Aufsteiger Regenburg
Premiere in der Serie: Die Erfolgsserie des HC Oppenweiler/Backnang hält weiter an. Bei Aufsteiger HSG Albstadt setzte sich der Zweitliga-Absteiger souverän mit 40:31 durch, feierte damit den fünften Sieg am Stück – und erstmals wurde die 40-Tore-Marke geknackt. „Wir haben das Spiel mit einer guten Energie bewältigt. Wir haben mit viel Tempo gespielt. Dieses Tempo brauchen wir, und wir wollen das beibehalten", bilanzierte HCOB-Trainer Rui Silva. Für seine Mannschaft war der Sieg zu keinem Zeitpunkt gefährdet. „Insgesamt hatten wir das Spiel gut im Griff. 14 technische Fehler sind allerdings zu viel – auch gegen eine Mannschaft, die so offensiv verteidigt. In der Abwehr war es nicht einfach, weil der Gegner häufig mit sieben Feldspielern agiert hat", ergänzte Silva. „Unsere Torhüter harmonieren inzwischen sehr gut mit unserem Abwehrsystem. Wir wissen, aus welchen Positionen die Gegner ihre Würfe nehmen können, und unsere Torhüter sind darauf vorbereitet. Jetzt stehen zwei wichtige Heimspiele gegen Mannschaften mit unterschiedlichen Spielweisen an. Wir müssen zeigen, dass wir uns weiterentwickeln. Unser Ziel ist es, den Monat mit vier weiteren Punkten abzuschließen."
Weiter ungeschlagen: Der VfL Pfullingen hat beim TV Bittenfeld II einen 32:28-Auswärtssieg eingefahren und damit die Tabellenführung verteidigt. Nach acht Spieltagen sind die Echazstädter bei sieben Siegen und einem Remis weiterhin das einzige noch ungeschlagene Team der Staffel. VfL-Trainer Fabian Gerstlauer zeigte sich nach der Partie zufrieden, hatte aber auch den schwierigen Spielverlauf im Blick: „Es war, wie erwartet, eine schwere Aufgabe." Besonders die Defensivleistung seiner Mannschaft gab letztlich den Ausschlag. „Entscheidend war eine in vielen Phasen hervorragende Abwehrleistung", erklärte Gerstlauer. Auch die Phase vor der Halbzeit sei wichtig gewesen: „Wir haben unsere Möglichkeiten zum Ende der ersten Halbzeit genutzt, konnten uns einen Vorsprung erarbeiten und haben die Führung mit viel Leidenschaft bis ins Ziel verteidigt." Die Bittenfelder verbleiben derweil mit erst zwei Siegen im Tabellenkeller.
Zu viele Fehlwürfe: Fünf Tage nach dem Überraschungscoup gegen Würzburg musste sich der TSV Neuhausen/Filder nun dem Vorjahresmeister SV Salamander Kornwestheim mit 28:34 geschlagen geben. Dadurch verpassten die MadDogs den Sprung auf Platz drei. „Wir hatten recht viele Fehlwürfe aus guten Wurfsituationen, somit haben wir das insgesamt in Teilen gut gelöst, auch in der Abwehr. Ein paar Sachen, die wir uns vorgenommen haben, haben gut funktioniert, leider in der Summe war es dann ein Stück weit zu wenig. Nicht umsonst ist Kornwestheim eine Mannschaft, die seit einem Jahr zu Hause nicht mehr verloren hat und das haben sie jetzt auch wieder gezeigt", bilanzierte TSV-Trainer Daniel Brack. „Wir hatten mehrfach die Chance, auf zwei Tore zu verkürzen, auch bei freien Abschlüssen aus dem Konter, was uns dann leider nicht gelungen ist. Es war dann so, dass es dazu geführt hat, dass wir leider das Spiel abgeben mussten", war er trotz Niederlage mit der Leistung einverstanden.
Reife Vorstellung: Nach der Niederlage in Konstanz konnte der HBW Balingen-Weilstetten II mit einem deutlichen 40:29 über den TV Erlangen-Bruck zurück in die Erfolgsspur finden. Dabei untermauerten die Jung-Gallier von Trainer Micha Thiemann, dass der starke Saisonstart kein Zufall gewesen ist. Über 18:13 zur Pause dominierten die Gastgeber über 25:20, 29:21 und 34:24 das Duell. „Wir hatten wieder einen starken Markus Bierfreund im Tor. Und in der Schlussphase macht Oskar Bessel es genauso gut. Was die Jungs in dieser Besetzung gezeigt haben, macht mich stolz. Auch die Rote Karte gegen Lars bringt uns nicht aus dem Konzept", bilanzierte Thiemann.
Nächste Überraschung: Aufsteiger SG Regensburg konnte das nächste Ausrufezeichen setzen. Nach dem überraschenden Sieg bei Aufstiegsaspirant Konstanz besiegte der Liga-Neuling auf die favorisierten Wölfe Würzburg mit 33:31 und kletterte damit auf Rang vier. Die Negativserie der Rhein-Neckar Löwen II hält derweil an, mit 28:33 beim HC Erlangen II setzte es siebte Niederlage am Stück. Darüber hinaus konnte die SG Pforzheim/Eutingen auf Rang zehn klettern – bei Aufsteiger TSB Schwäbisch Gmünd feierten die Goldstädter einen 27:26-Erfolg.
(ENI) / Foto: HCOB
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