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Wolfschlugen immer noch ungeschlagen, Ismaning feiert Wiesn-Erfolg
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Wolfschlugen immer noch ungeschlagen, Ismaning feiert Wiesn-Erfolg

3. Liga Frauen: So lief der dritte Spieltag in der Staffel Süd

  • TSV Wolfschlugen untermauert Tabellenführung:Der TSV setzte sich im Duell gegen das Schlusslicht SG Schozach-Bottwartal souverän durch, bleibt ungeschlagen an der Spitze.
  • Kurpfalz Bären bleiben erster Verfolger:Die Ketscher Bären feierten einen deutlichen Auswärtssieg und bleiben dem Spitzenreiter dicht auf den Fersen.
  • TSG Friesenheim trotzt großen Personalsorgen:Trotz eines durch Verletzungen stark ausgedünnten Kaders erkämpften sich die Eulenfrauen einen Erfolg beim TSV Haunstetten.
  • TSV Ismaning entscheidet Wiesn-Spieltag für sich:Die Isar Devils drehten nach der Pause auf und hielten die Punkte beim 32:25-Heimsieg gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach in eigener Halle.

An diesem 3. Spieltag standen in der 3. Liga Frauen Staffel Süd aufgrund eines reduzierten Spielplans nur vier statt der gewohnten sechs Partien auf dem Programm. Vor allem die jeweiligen Favoritinnen konnten sich die Punkte schnappen. An der Tabellenspitze gab es wenig Veränderung, der TSV Wolfschlugen bleibt weiterhin ungeschlagen, Ismaning überholte allerdings die Eulenfrauen und steht jetzt auf dem 3. Tabellenplatz.

TSV Haunstetten 1892 - TSG Friesenheim - 32:36 (18:19) 

Trotz reduziertem Kader und einer Niederlage aus dem letzten Spiel haben die Eulenfrauen aus Friesenheim alles in dieses Match gegen den TSV Haunstetten gelegt – und gewonnen. Die Eulenfrauen mussten nicht nur auf die langzeitverletzte Charlotte Lohr verzichten, sondern aufgrund von weiteren Verletzungen auch auf Jana Heidger im Rückraum und Luna Bohn am Kreis. Eulentrainer Niklas Weißbrod sagte vor dem Spiel im eigenen Vorbericht: „Das ist natürlich nicht das, was man sich als Trainer wünscht. Aber das gibt auch den verbleibenden Spielerinnen die Chance, sich zu präsentieren und Verantwortung zu übernehmen." Und das haben sie. Aber leichte zwei Punkte waren es in Augsburg definitiv nicht. Das erste Tor der Partie fiel bereits nach rund 30 Sekunden durch Haunstettens Chiara Joerss, die im gesamten Spiel noch elf weitere Tore draufsetzte. Die Zahl 12 scheint wohl zu Joerss‘ Glückszahl zu werden, da sie in allen bisherigen Spielen 12 Tore verwandelte. Danach ging es fast im Minutentakt hin und her und so stand es nach 10 Minuten durch Eulenfrau Felicity Gunst 5:5. Nach dem verworfenen Siebenmeter von Friesenheims Rebecca Brecht in der 11. Minute und einem Doppeltreffer von Mona Kuczaty zum 7:7 in der 14. Minute, gab es im Friesenheimer Spiel eine kleine Delle. Haunstetten konnte innerhalb von drei Minuten auf ein 10:9 spielen und zwang die Eulen in Minute 17 zur Auszeit. Ab da war es ein stetiges Kopf-an-Kopf-Rennen beider Teams, bei dem allerdings ab der 19. Minute Friesenheim immer ein kleines bisschen die Nase vorne hatte. Haunstettens Chiara Joerss verwandelte den Foul-Siebenmeter kurz vor der Halbzeitpause zum 18:19, Eulenfrau Melissa Engeln durfte dank Zeitstrafe schon ein bisschen früher in die Pause. Sie war es auch, die in Halbzeit 2 den ersten Treffer für ihr Team warf. In der zweiten Halbzeit dominierten die Gäste aus Friesenheim phasenweise das Spiel, konnten in der 37. Minute sogar auf ein 20:24 davonziehen. Diesen Vier-Tore-Abstand konnten die Augsburgerinnen nicht mehr vollständig einholen, ihn aber durch Chiara Joerss in der 42. Minute nochmal zum 23:25 verkürzen. Nach 45 gespielten Minuten nahm Haunstettens Michael Rothfischer bei einem Spielstand von 24:28 die Auszeit, in der Hoffnung, seinem Team nochmal Kraft für die Aufholjagd mitzugeben. Auch wenn sie nochmal auf zwei Tore verkürzen konnten, gelang es den Gastgeberinnen nicht mehr, das Spiel nochmal zu drehen. In der 57. Minute zog Friesenheim dann zum 28:34 davon. Fast mit Schlusspfiff konnte aber Haunstettens Daniela Knöpfle die letzte Ergebniskosmetik betreiben und den finalen Spielstand mit dem 32:36 einloggen. Heimtrainer Rothfischer sagte in Vereinsmedien vor dem Spiel noch: „In diesem Spiel können nur wir punkten, egal wie es ausgeht."

TSV Ismaning – SG Kappelwindeck/Steinbach - 32:25 (16:17)

Der Wiesn-Spieltag in Ismaning bei München war für die Gastgeberinnen auf jeden Fall erfolgreich. Die Isar Devils konnten die zwei Punkte in der eigenen Arena halten und die Gäste der SG Kappelwindeck/Steinbach mit einem 32:25 nach Hause schicken. Auch wenn der Spielstand recht deutlich war, war das Spiel auf beiden Seiten fair. Insgesamt nur drei Zeitstrafen und eine gelbe Karte wurden durch das Schiedsrichtergespann um Rick Ehrenpfordt verteilt. Bis Geschwindigkeit ins Spielgeschehen kam, dauerte es allerdings. Das erste Tor der Partie fiel in der 2. Minute durch Ismanings Lara Klein. Erst rund drei Minuten später gabs durch Lilleth Klein den Ausgleich zum 1:1. Die Gastgeberinnen konnten in den darauffolgenden zwei Minuten zwei Treffer in Folge verwandeln, was ihnen die SGKS direkt nachmachte und so stand es in der achten Spielminute 3:3. In der Folge lieferten sich beide Teams ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum 6:6 in Minute 11. Die Isar Devils zündeten dann ihren Turbo in der Offensive und stellten ihre Abwehrreihe fest an die Sechsmeter-Linie. Ein 3:0-Lauf durch Ismaning zwang die Gäste der SGKS in der 13. Minute in die erste Auszeit. Ismaning hatte sich bis dahin präsent eingespielt und dominierte die darauffolgenden Minuten. Kappelwindeck/Steinbach ließ sich allerdings durch die Isar Devils nicht einschüchtern und verkürzte den Abstand in der 23. Minute zum 13:12 und setzten kräftetechnisch nochmal einen drauf. Nach einem 0:3-Lauf im Angriff der SGKS und einer starken Abwehr konnten die Gäste das Spiel drehen und mit einem 16:17 in die Halbzeitpause gehen. Die Isar Devils nutzten die Pause, um nochmal intensiv an ihrem Angriffsspiel zu feilen und so trafen ab der 32. Minute Christina Ball und Alexandra Beckmann drei Mal in Folge für die Heimmannschaft und holten sich mit dem 20:18 die Führung zurück. Lange fünf Minuten nach Kappelwindecks erstem Treffer in der zweiten Hälfte, konnte Sara Hildebrand erneut den Ball versenken. Ismanings Führung konnten die Gäste allerdings nicht mehr einholen, mussten nach dem Time-Out der Isar Devils in der 51. Minute nochmal einen 3:0-Lauf einstecken. In den letzten zehn Spielminuten war die Luft bei den Gästen dann raus und sie konnten nur noch drei Treffer verwandeln. Ismaning nutzte seine Chance und beendete ihren Wiesn-Spieltag mit einem 32:25 durch drei Treffer in Folge von Franziska Romig, Christina Ball und Alexandra Beckmann. Mit zwei Niederlagen in Folge liegt die SGKS aktuell auf dem vorletzten Tabellenplatz. Beste Werferin der Gäste war Petra-Sinziana Botarel mit sieben Treffern, gefolgt von Sara Hildebrandt mit sechs Treffern.   

TSV Wolfschlugen – SG Schozach-Bottwartal - 39:24 (21:12) 

Es war das erwartete Spiel von David gegen Goliath. Der TSV Wolfschlugen ist nicht nur Mitfavorit der Saison, sondern nutzte seinen Heimvorteil und dominierte die zweite Hälfte der ersten Halbzeit massiv. Mit einer Abwehrmauer, die hinten alles zumachte und einem schnellen und starken Angriffsspiel erspielten die Gastgeberinnen dann aber einen Halbzeitstand von 21:12 und ließen die Gäste mit hängenden Köpfen in die Kabine gehen. Dabei startete die SGSB mit zwei Treffern in Folge von Sina Klenk die Partie. Wolfschlugens Maike Wohnus und Meike Wurster zogen nach und stellten nach vier Minuten auf ein 4:4 Unentschieden. Zu Beginn hielten die Gäste noch gut mit, konnten bis zur 15. Minute das Unentschieden halten und zeitweise immer wieder in Führung gehen. Als die Gastgeberinnen drei Tore in Folge machten, zog Schozachs Trainer Daniel Weinheimer die Time-Out-Karte nach 17 Minuten. Zwar konnte Lena Siebert nochmal zum 11:9 aufholen, aber danach klappte bei den Gästen weder im Angriff noch in der Abwehr was. Wolfschlugens Leni Blessing traf drei Mal in Folge, Hanna Hojczyk und Laura Aurenz weitere zwei Male und stellten innerhalb von drei Spielminuten einen Spielstand von 16:9 her. Auch Schozachs zweite Auszeit in der ersten Hälfte brachte recht wenig und so spielte sich der TSV fast schon in einen Rausch, beendete die ersten 30 Minuten mit einer Neun-Tore-Führung. Aber auch die zweite Hälfte lief aus Sicht der Gäste nicht besser. Wolfschlugen stellte in der 34. Spielminute die Führung von +11 Toren her. Trotz einer Zeitstrafe an Schozachs Charlotte Beh, konnten die Gäste von der 37. bis zur 39. Minute drei Treffer in Folge versenken – das verkürzte den Abstand auf ein 25:17. Bis zum nächsten Gästetor vergingen allerdings lange drei Minuten, in denen Wolfschlugen wieder auf +10 stellte. Die Gäste hielten mit allem dagegen, was sie hatten, waren aber gegen die schnellen Angriffe und starken 1:1 Aktionen der Gastgeberinnen machtlos. Wie in der ersten Halbzeit konnte die SGSB nur 12 Tore versenken, davon aber das letzte Tor der Partie. Der TSV wurde seiner Favoritenrolle gerecht und beendete das Match mit knapp 40 Toren und einem 39:24. Damit stehen sie ungeschlagen an der Tabellenspitze, Schozach-Bottwartal bildet mit drei Niederlagen in Folge aktuell das Schlusslicht.  

TuS Schutterwald – Kurpfalzbären - 24:33 (12:15) 

Ähnlich deutlich wie das Spiel in Wolfschlugen endete auch die Partie des TuS Schutterwald gegen die Kurpfalz Bären. Dass auch diese Partie für den Heimverein alles andere als leicht wird, bewahrheitete sich leider. Die Gastgeberinnen kamen mit zwei Punkten aus dem letzten Spiel auf die heimische Platte, wohlwissend, auf welchen Gegner sie treffen. Die Ketscher Bären sind ebenfalls Topfavoritinnen mit Blick auf die Meisterschaft und Wolfschlugen auf den Fersen. Schaut man sich den gesamten Spielverlauf an, dominierten die Gäste permanent, vor allem aber in den letzten zehn Minuten. Die roten Teufel aus der Ortenau brauchten rund fünf Minuten, bis sie selbst im Spiel angekommen sind. Bis dahin legten die Ketscherinnen mit einem 0:4-Lauf vor. Vor allem Bärin Elena Fabritz traf doppelt. Nadja Kaufmann legte sich für die Heimmannschaft ordentlich ins Zeug und traf alle drei Tore bis zum 3:5 in der 9. Spielminute. Schutterwalds Trainer Axel Schmidt musste nach 12 Minuten bereits die erste Auszeit nehmen, wieder nach einem 0:3-Lauf der Gegnerinnen. Neben der gewaltigen Angriffsstärke der Bären, kam für die Gastgeberinnen dann auch noch Wurfpech dazu – Kaufmann verwarf den Siebenmeter in der 17. Minute. Trotzdem war sie die auffälligste Spielerin auf Seiten des Heimvereins, erzielte allein 6 der 12 Tore in der ersten Halbzeit. Ab der 20. Minute hatten dann auch die Teufel einen Lauf, holten vom 6:11 zum 9:11 auf, blieben dann ihren Gegnerinnen auf den Fersen – verkürzten sogar auf ein 11:12. Nach den ersten 30 Minuten stand es 12:15, was nach den Anfangsschwierigkeiten eine enorme Leistung seitens der Gastgeberinnen war. Die roten Teufel starteten auch in die zweite Halbzeit gut, Elisa Seigel und Franka Derr hielten den Anschluss an Ketsch mit einem 15:16 in der 35. Minute. Nach und nach wuchs der Abstand allerdings wieder zugunsten der Bären, zwang die Schutterwalderinnen nach einem 1:5-Lauf in die Auszeit in Minute 47. Ab da bestachen die Ketscherinnen durch  ihre individuelle Klasse, vor allem durch Elena Fabritz und Jule Haupt. Dass die Abwehr der Gäste hart ranging, zeigte sich auch in den Zeitstrafen und Verwarnungen – Ketsch sah vier Mal die Zeitstrafe und bekam zwei gelbe Karten. Dass die Gastgeberinnen nicht aufgeben wollten, zeigten sie immer wieder, aber irgendwann reichten die Kräfte gegen Ketsch nicht mehr aus. Da halfen auch Nadja Kaufmanns zehn Tore nur bedingt.

 

Text: Janina Sokoliuk / Foto: Christian Schmitz

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