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Trainerentlassung in Nord Harrislee & Fortuna marschiert weiter
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Trainerentlassung in Nord Harrislee & Fortuna marschiert weiter

3. Liga Frauen Nord 26/27: So lief der 6. Spieltag

  • TSV Nord Harrislee: Trainerentlassung noch vor dem Spiel
  • TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck: Erste Niederlage gegen Neubrandenburg
  • HSG Blomberg-Lippe 2: Die HSG wartet weiter auf Punkte
  • TV Hannover-Badenstedt: Nur Remis gegen Eider Harde
  • HC Leipzig 2: Scheitert knapp an der Überraschung
  • Buxtehuder SV 2: Achtungserfolg gegen den Frankfurter HC

Spieltag 6 ist abgeschlossen und es ist viel passiert in der Staffel Nord der 3. Liga Frauen. Die spannendste Staffel in Handball Europa, nachdem verrückten letzten Spieltag, bei dem kein Spiel über drei Tore Differenz ausgegangen ist, dachten sich die Mannschaften „wir machen so nur noch schlimmer". Wenn der höchste Sieg am Spieltag mit vier Toren war, dann weißt du hier wird bis zum Schluss nichts geschenkt und am Ende der Saison hast du 20 Jahre deiner Lebenszeit verloren. Neben den knappen Ergebnissen wird soeben mal eine Trainerentlassung vollzogen, fängt die Stimmung an zu kippen bei der HSG Blomberg-Lippe und weckt Neubrandenburg Erinnerungen an Todesfelde.

TSV Nord Harrislee: SC SFN Vechta 32:34 (15:15)

Paukenschlag beim TSV Nord Harrislee schon vor dem Heimspiel gegen den SC SFN Vechta. Der TSV hat sich nämlich  von ihrem Cheftrainer Sönke Marxen getrennt und das bisherige Co-Trainerin Anna Helmer bis Jahresende Interimsweise das Amt der Cheftrainerin übernimmt. Das Heimspiel sollte also der Neustart in die Saison sein, in der man leider noch vollkommen punktlos gestartet war. Am Ende müssen sich die Frauen vom TSV Nord Harrislee auch im Spiel eins von neu Cheftrainerin Anna Helmer gegen den SC SFN Vechta geschlagen geben. Großen Anteil am Sieg der Vechtaerinnen hat Svenja Ruhöfer mit 12 Toren wird sie zur Woman of the Match und Karla Witte mit 8 Toren. Für Vechta war es der berühmte Arbeitssieg gegen eine hoch motivierte und kämpferische Mannschaft aus Nord Harrislee, der man angemerkt hat heute unbedingt die ersten Punkte holen zu wollen. So verlief das Spiel dann auch und der TSV konnte das Spiel 40 Minuten lang hoffen halten mit immer wechselnden Führungen. Doch Vechta schaffte es in den letzten 20 Minuten sich bis 10 Minuten vor Schluss mit fünf Toren abzusetzen. Nord Harrislee kam zwar noch mal näher ran aber am Ende war es zu spät. So feiert Vechta, nachdem Unentschieden letzter Woche, endlich mal den zweiten Sieg seit dem ersten Spieltag und kann sich etwas Luft im Tabellenkeller verschaffen.

TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck: SV Fortuna 50 Neubrandenburg 26:30 (11:12)

In Bielefeld haben sich am Wochenende zwei der drei noch ungeschlagenen Mannschaften mit dem TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck und dem SV Fortuna 50 Neubrandenburg getroffen. Nachdem Unentschieden der Bielefelderinnen letzte Woche, wollten die Frauen vom TuS gegen die Fortuna wieder in die Erfolgspur zurück. Es war ihnen aber bewusst, dass das gegen den starken Aufsteiger aus Neubrandenburg nicht einfach werden würde und sie die vollen 60 Minuten an ihr Leistungsmaximum gehen werden müssen, da die Fortuna eine Mannschaft ist, die bis zur letzten Minute sich nicht aufgibt und alles hineinwirft. In der ersten Halbzeit gelang es Bielefeld/Jöllenbeck auch sehr gut und hatten die Gäste aus Neubrandenburg eigentlich da, wo sie die Fortuna haben wollten. Leider muss sich der TuS 97 in der ersten Halbzeit vorwerfen lassen, dass sie sich nicht absetzen und sich keine hohe Führung herausspielen konnten. Der Bruch im Spiel der Gastgeberinnen kam dann mit der Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit drehten dann die Gäste aus Neubrandenburg auf und schafften es sich stetig und kontinuierlich abzusetzen. So feiert am Ende wieder der SV Fortuna 50 Neubrandenburg und kann mittlerweile den fünften Sieg im fünften Spiel einfahren und so manch einer träumt schon von der nächsten Todesfelde Saison. Bielefeld/Jöllenbeck hingegen muss nach dem Unentschieden letzter Woche nun die erste Niederlage hinnehmen und verliert erstmals und etwas den Anschluss an die oberen Tabellenplätze.

HSG Blomberg-Lippe 2: VFL Oldenburg 2 31:34 (14:15)

Auch im Duell der zweiten Mannschaften zwischen der HSG Blomberg-Lippe und dem VFL Oldenburg, muss sich die Hausherrinnen der HSG Blomberg-Lippe geschlagen geben und warten jetzt schon seit sechs Spielen auf die ersten Punkte. Die Oldenburgerinnen hingegen können nach zwei Niederlagen mal wieder doppelt Punkten und ihren Platz im Tabellenmittelfeld festigen. Dabei konnte die Zweite der HSG Blomberg-Lippe gut in das Spiel starten und man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie heute endlich mit Punkten für eine gute Leistung belohnen wollte. So verlief die erste Halbzeit sehr ausgeglichen mit Phasen, in denen die Blombergerinnen das Spielgeschehen bestimmt haben und sich teilweise mit drei Toren absetzen konnten. Aber die gute erste Halbzeit der HSG konnte nicht mit in die zweite Halbzeit genommen werden, in welcher der VFL immer besser ins Spiel kam und sich so bis auf sieben Tore absetzen konnte. Es kam zwar nochmal ein Aufbäumen der Blombergerinnen und man wollte sich nicht kampflos ergeben in der Schlussviertelstunde, aber schlussendlich kam es zu spät.

TV Hannover-Badenstedt: HSG Eider Harde 29:29 (14:17)

Auch in Hannover ist die HSG Eider Harde unbesiegt und hat jetzt schon seit dem zweiten Spieltag nicht mehr verloren, es ist das vierte Spiel in Folge. Für den TV Hannover-Badenstedt ist das Unentschieden ein herber Rückschlag im Kampf um die Tabellenspitze, denn der direkte Konkurrent aus Neubrandenburg hatte Vortags gewonnen. Am Ende müssen die Gastgeberinnen sogar froh sein aus dem Spiel noch mit einem Punkt rausgehen zu dürfen, sah das vor allem in der ersten Halbzeit ziemlich düster für Hannover aus. In der ersten Halbzeit konnte die HSG Eider Harde nach der 10-minütigen Anfangsphase das Spiel per Belieben dominieren und es drohte ein Debakel aus Sicht der Gastgeberinnen aus Hannover zu werden als die Gäste aus Harde plötzlich mit 8 Toren führten. Erst nach 40 Minuten konnten die Mannschaft aus Hannover wieder selbst in Führung und legte dann nochmal einen drauf und ging mit vier Toren in Führung. Die HSG Eider Harde lies sich aber genauso wenig abschütteln und blieb an den Hausherrinnen dran und erspielte sich so die Chance auf den Ausgleich in den letzten 10 Minuten, in welchen es eine ausgeglichenes Spiel war. Am Ende steht ein Unentschieden, mit dem die Gäste sicherlich mehr zufrieden sein können, aber unterm Strich verdient ist. Die HSG Eider Harde kann sich mit dem Punkt weiter im Mittelfeld behaupten und kommt dem Ziel Klassenerhalt näher. Für Hannover eher ein kleiner Rückschlag, auch wenn man ungeschlagen bleibt.

HC Leipzig 2: SV Grün Weiss Schwerin 28:29 (11:10)

In Leipzig ist am Sonntag tiefe Enttäuschung und tiefe Erleichterung ganz dicht beieinander, als die Zweite des HC Leipzig den SV Grün Weiss Schwerin empfängt. Die Gäste aus Schwerin fahren mindestens mit zwei blauen Augen wieder nach Hause. Den Leipzigerinnen hingegen bleibt die Erkenntnis dem großen Favoriten 60 Minuten alles abverlangt zu haben und am Rande eines Punktgewinn gewesen zu sein und trotz der Niederlage können sie aus dem Spiel erhobenen Hauptes gehen, auch wenn die Enttäuschung erstmal tief sitzt. Die Gäste aus Schwerin konnten sich zu keinem Zeitpunkt absetzen und schafften es maximal mit zwei Toren in Führung zu gehen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit mussten sie selbst eine Drangphase der Hausherrinnen überstehen in welcher die Leipzigerinnen mit zwei Toren in Führung gehen konnten. Für den HC Leipzig 2 heißt es jetzt selbstbewusst aus dem Spiel hinausgehen und den Schwung in die nächsten Spiele mitzunehmen, denn in zwei Wochen wartet der nächste Gegner aus der Spitzengruppe der Liga.

Buxtehuder SV 2: Frankfurter HC 34:31 (17:13)

Die Buxtegirls schaffen die Sensation gegen den Frankfurter HC und das auf beeindruckende Weise. Der Frankfurter HC, am gestrigen Sonntag, komplett neben der Spur verliert zurecht trotz der 11 Tore ihrer Spielerin Joana Rafaela Pires und muss die zweite Niederlage in den letzten drei Spielen verbuchen. Die Niederlage bedeutet für die Frankfurter einen weiteren Rückschlag im Aufstiegsrennen. Die Zweite des Buxtehuder SV sammelt derweil mit dem Sieg zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Dabei hat der BSV über die vollen 60 Minuten das Spiel gegen die Frankfurter dominiert und zu keinem Zeitpunkt den Anschein geweckt, dass sich am Ausgang dieses Spiels gestern irgendetwas ändern würde, was im letzten Spiel gegen Neubrandenburg noch anders war. Allen voran Amelie Petra Gabriel, die mit 12 Toren zur Toptorschützin im Spiel avanciert, hat großen Anteil am Sieg ihrer Mannschaft gegen den Frankfurter HC. Am Ende können die Frankfurter froh sein, dass das Spiel nur mit vier Toren verloren geht, sah das vor allem in der ersten Halbzeit deutlich erschreckender aus, als der BSV teilweise mit 7 Toren in Führung lag.

Text: Beat Kutter / Bild: Gabi Müller

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