Weiße Westen und erstes Kellerduell: Spannung in der Staffel Süd
Die 3. Liga Frauen Süd geht in den nächsten kompletten Spieltag: Spitzenreiter Wolfschlugen will seine Siegesserie ausbauen, während Erlangen ungeschlagen bleiben möchte.
- Spitzenreiter TSV Wolfschlugen reist mit drei Siegen aus drei Spielen zum TuS Schutterwald.
- HC Erlangen ist weiterhin ohne Punktverlust und empfängt den formstarken TSV Ismaning.
- Schozach-Bottwartal und Haßloch kämpfen weiter um die ersten Punkte der Saison.
- Göppingen II bleibt ungeschlagen, während Kappelwindeck/Steinbach gegen die Kurpfalz Bären den Fehlstart stoppen will.
Nach dem verkürzten dritten Spieltag ist die 3. Liga Frau Staffel Süd am kommenden Wochenende wieder vollständig im Einsatz und es zeichnet sich bereits ein erstes Bild über die Verfassung der Teams ab. Tabellenführer TSV Wolfschlugen will seine perfekte Bilanz weiter ausbauen und auch der ebenfalls noch ungeschlagene HC Erlangen will seine starke Form weiter bestätigen. Am Tabellenende geht es für Schozach-Bottwartal und Haunstetten dagegen um die ersten Punkte der Saison.
Schutterwald fordert den noch ungeschlagenen Spitzenreiter
Mit drei Siegen aus drei Spielen und 101 erzielten Treffern, hat der TSV Wolfschlugen bislang kaum Zweifel an seinen Aufstiegs-Ambitionen aufkommen lassen. Nach Erfolgen gegen Haunstetten und Friesenheim setzte sich der Tabellenführer am vergangenen Wochenende auch gegen Schozach-Bottwartal mit einem deutlichen 39:24 durch. Vor allem ab Mitte der ersten Halbzeit zog Wolfschlugen davon und führte bereits zur Pause mit 21:12.
Am Samstag um 17:30 Uhr wartet mit dem TuS Schutterwald nun die nächste Aufgabe. Die Gastgeberinnen stehen nach drei Begegnungen bei 3:3 Punkten und haben bereits gezeigt, dass sie auch gegen starke Gegner mithalten können. Auf das 28:28 zum Auftakt gegen Göppingen II folgte ein 29:24-Erfolg gegen Ismaning, ehe sich Schutterwald zuletzt den Kurpfalz Bären mit 24:33 geschlagen geben musste. Vor allem Nadja Kaufmann gilt es für die Wolfschlugener im Angriff möglichst einzuschränken. Die Rückraumspielerin hat gegen Ketzsch zehn Treffer erziehlt und ist bislang Schutterwalds beste Torschützin.
Für Schozach und Haunstetten geht es um Luft im Tabellenkeller
Deutlich angespannter ist die Situation bei der SG Schozach-Bottwartal. Die Gastgeberinnen warten nach drei Niederlagen aus drei Partien noch immer auf die ersten Punkte. Allerdings hatte Schozach-Bottwartal zum Auftakt auch ein anspruchsvolles Programm zu bewältigen. Jetzt soll am Samstag um 18 Uhr gegen den Tabellenachten Haunstetten erstmals etwas Zählbares herausspringen.
Doch auch der TSV kann die Punkte gut gebrauchen. Haunstetten gewann zwar am zweiten Spieltag mit 26:19 gegen Aufsteiger Haßloch, verlor aber sowohl gegen Wolfschlugen als auch Friesenheim. Damit bietet das direkte Duell beiden Mannschaften die Chance, den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herzustellen.
Erlangens weiße Weste trifft auf Ismaninger Rückenwind
Zu einem interessanten Vergleich im oberen Tabellenbereich kommt es am Samstagabend beim HC Erlangen. Der HCE hatte am vergangenen Wochenende spielfrei und ist nach seinen bisherigen beiden Auftritten weiterhin ohne Punktverlust. Der TSV Ismaning reist allerdings ebenfalls mit Selbstvertrauen an. Nach dem 38:30-Auftakterfolg gegen Schozach-Bottwartal und der 24:29-Niederlage in Schutterwald meldeten sich die Isar Devils am vergangenen Wochenende mit einem 32:25 gegen Kappelwindeck/Steinbach zurück. Mit einem Auswärtserfolg könnte Ismaning den nächsten Schritt in Richtung Spitzengruppe machen und Erlangen nach ihrem perfekten Saisonstart eine erste Niederlage zuführen.
Friesenheim empfängt den Nachbarn mit Rückenwind
Auch in Friesenheim steht am Samstagabend eine interessante Begegnung bevor. Die Eulenfrauen gehen mit zwei Siegen aus drei Partien in das Nachbarschaftsduell gegen die TSG Hassloch und konnten zuletzt trotz personeller Probleme ein wichtiges Erfolgserlebnis beim 36:32 Sieg gegen TSV Haunstein feiern. Dabei musste Friesenheim mehrere Ausfälle kompensieren. Charlotte Lohr fehlt langfristig, zudem standen Jana Heidger und Luna Bohn zuletzt nicht zur Verfügung. Umso wichtiger war der Auswärtserfolg, mit dem sich die Eulenfrauen in der oberen Tabellenhälfte festsetzen konnten. Hassloch befindet sich dagegen weiterhin in der Eingewöhnungsphase an die neue Spielklasse. Nach zwei deutlichen Niederlagen und einem Tordifferenz von -13 hofft die TSG im Derby auf die ersten Punkte.
Göppingen II bleibt bislang ungeschlagen
Einen ungewöhnlichen Saisonstart erleben FRISCH AUF! Göppingen II und der SV Allensbach. Die Gastgeberinnen haben bislang erst zwei Begegnungen absolviert und sind dabei noch ungeschlagen. Auf das 28:28 zum Auftakt gegen Schutterwald folgte beim ersten Auswärtsspiel ein 27:20 bei der SG Kappelwindeck/Steinbach. Gerade defensiv überzeugte die Göppinger Zweitvertretung dabei in der Schlussphase. In den letzten elf Minuten ließ das Team nur noch einen Gegentreffer zu und entschied die Partie damit deutlich für sich.
Noch weniger Spielpraxis bringt der SV Allensbach mit. Wegen zweier Spielverlegungen hat der SVA bislang lediglich einmal in der Liga gespielt. Beim HC Erlangen unterlag die Mannschaft mit 33:37. Trainer Martin Gerstenecker sah dabei vor allem eine schwächere Phase von gut zehn Minuten als ausschlaggebend dafür, dass für seine Mannschaft nicht mehr möglich war. Vor dem Duell am Sonntag um 16 Uhr bezeichnete Gerstenecker die Göppinger Zweitvertretung als eine „kleine Wundertüte", da im Vorfeld nie ganz klar ist, welche Spielerinnen aus dem Bundesligakader zur Verfügung stehen. Personell kann Allensbach seinerseits wieder auf einen breiten Kader zurückgreifen.
Kappelwindeck will den Fehlstart gegen Ketsch stoppen
Zum Abschluss warten am Sonntag noch die Kurpfalz Bären auf die SG Kappelwindeck/Steinbach. Nach dem 20:27 gegen Göppingen II und dem 25:32 in Ismaning steht die SG nach ihren ersten beiden Saisonspielen noch ohne Punkt da. Die Kurpfalz Bären haben ihren eigenen Fehlstart dagegen bereits korrigiert. Nach der 30:36-Auftaktniederlage gegen Friesenheim gewann der amtierende Staffelmeister zunächst mit 31:23 bei Schozach-Bottwartal und anschließend mit 33:24 in Schutterwald. Dort blieb die Begegnung lange offen, bevor sich die Bären im letzten Drittel entscheidend absetzen konnten.
Kappelwindeck dürfte bei den Gästen dennoch unangenehme Erinnerungen wecken. Bereits in der vergangenen Saison bereitete die SG dem späteren Meister große Schwierigkeiten und brachte den Bären im Hinspiel die einzige Niederlage der ersten Saisonphase bei. Auch im Rückspiel lag Ketsch lange zurück, drehte die Begegnung aber noch zu einem 31:27-Erfolg.
Text: Jan-Malte Minnerup | Foto: Jennifer Seng
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