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Gipfeltreffen in Erlangen: Wer bleibt in der 3. Liga Frauen Süd ungeschlagen?
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Gipfeltreffen in Erlangen: Wer bleibt in der 3. Liga Frauen Süd ungeschlagen?

Der 6. Spieltag in der 3. Liga Frauen Süd: Allensbach vor Heimauftakt gegen den Meister – Schlusslichter hoffen auf erste Punkte

Gipfeltreffen in Erlangen: Wer bleibt ungeschlagen?

HC Erlangen – TSV Wolfschlugen (Sonntag, 15:00 Uhr)

Mehr Spitzenspiel geht kaum! Wenn der HC Erlangen am Sonntag den TSV Wolfschlugen empfängt, stehen sich die beiden letzten ungeschlagenen Mannschaften der 3. Liga Frauen Süd gegenüber. Mit 10:0 Punkten führt Wolfschlugen die Tabelle an, doch Erlangen sitzt dem Spitzenreiter mit 8:0 Zählern und einem Spiel weniger im Nacken. Ein Heimsieg würde den Gastgeberinnen damit die Tabellenführung bescheren, während Wolfschlugen einen seiner größten Verfolger auf Distanz halten könnte. Für reichlich Spannung in der Karl-Heinz-Hiersemann-Halle ist also gesorgt.

Vor allem die Wolfschlugener Offensive dürfte die Gastgeberinnen vor eine große Herausforderung stellen. Mehrfach knackte der Tabellenführer in dieser Saison bereits die Marke von 35 Treffern und erwies sich mit seinem schnellen Angriffsspiel als kaum zu stoppen. Erlangen hat allerdings ebenfalls eindrucksvoll seine Qualitäten unter Beweis gestellt und zuletzt sogar beim amtierenden Staffelsieger aus Ketsch gewonnen. Nun wird sich zeigen, ob die Gastgeberinnen auch den torhungrigen Spitzenreiter in Schach halten können.

 

Eulenfrauen wollen in Schutterwald nachlegen

TuS Schutterwald – TSG Friesenheim (Freitag, 20:30 Uhr)

Mit drei Siegen in Folge reisen die Eulenfrauen aus Friesenheim am Freitagabend zum TuS Schutterwald und wollen ihren Platz in der Spitzengruppe weiter festigen. Einfach dürfte das allerdings nicht werden, denn in der Mörburghalle wartet ein unangenehmer Gegner. Vor allem Schutterwalds Rückraum bereitet den Gästen einiges an Arbeit. Nadja Kaufmann hat in dieser Saison bereits 37 Treffer erzielt und gehört gemeinsam mit Nadine Czok und Selina Margull zu den gefährlichsten Angreiferinnen der Ortenauerinnen. Die Gastgeberinnen wollen ihrerseits den Schwung aus dem jüngsten Erfolg in Haunstetten nutzen, um den nächsten Favoriten zu ärgern.

Bei Friesenheim gestaltet sich die personelle Situation derweil nicht ganz einfach. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kreisläuferin Sara Jelicic muss Trainer Niklas Weißbrod erneut umstellen. Immerhin steht die erst 17-jährige Marlene Botta noch einmal zur Verfügung, bevor sie zu ihrem Stammverein TSG Münster zurückkehrt. „Wir sind breit genug aufgestellt und haben verschiedenste Qualitäten", gibt sich Weißbrod zuversichtlich. Dass Schutterwald ein schwieriges Pflaster ist, wissen die Eulenfrauen aus der vergangenen Saison, als sie sich dort mit einem 31:31 begnügen mussten.

 

Allensbach empfängt den Meister zum ersten Heimspiel

SV Allensbach – Kurpfalz Bären (Samstag, 17:30 Uhr)

Endlich wieder Handball in der Riesenberghalle! Nach drei Auswärtsspielen zum Saisonauftakt dürfen die Frauen des SV Allensbach am Samstag erstmals vor eigenem Publikum antreten. Mit den Kurpfalz Bären aus Ketsch kommt allerdings ausgerechnet der amtierende Staffelsieger an den Bodensee. Für die Gäste steht einiges auf dem Spiel, denn nach der Niederlage gegen Erlangen soll der Rückstand auf die Spitzengruppe nicht noch größer werden. Allensbach wiederum will seinen Heimauftakt nutzen, um gegen einen der Titelanwärter für eine Überraschung zu sorgen.

Das nötige Selbstvertrauen dürfte die Mannschaft von Trainer Martin Gerstenecker mitbringen. Die Gastgeberinnen haben bereits gezeigt, dass sie mit einer konsequenten Abwehrarbeit auch stärkeren Gegnern Schwierigkeiten bereiten können. „Mit dieser Leistung können wir jeden schlagen", hatte Gerstenecker nach dem jüngsten Erfolg in Ismaning erklärt. Ob die zuletzt angeschlagenen Jennifer Heinstadt und Fitore Aliu-Berisha zur Verfügung stehen, ist allerdings noch offen. Ketsch wird seinerseits alles daransetzen, die Favoritenrolle anzunehmen und den ersten Heimauftritt der Allensbacherinnen zu verderben.

 

 

Göppingen und Ismaning wollen wieder punkten

Frisch Auf Göppingen II – TSV Ismaning (Sonntag, 13:00 Uhr)

Wer findet zurück in die Erfolgsspur? Mit Frisch Auf Göppingen II und dem TSV Ismaning treffen am Sonntag zwei Mannschaften aufeinander, die zuletzt Niederlagen hinnehmen mussten und nun wieder punkten wollen. Die Göppinger Bundesligareserve möchte dabei ihren Heimvorteil ausspielen und den Anschluss an die Spitzengruppe halten. Für Ismaning geht es dagegen darum, nach dem wechselhaften Saisonstart wieder mehr Konstanz zu finden und sich in der Tabelle nach oben zu arbeiten.

Gerade im Angriff haben beide Mannschaften noch Luft nach oben. Göppingen verfügt zwar über reichlich offensive Qualität, bekommt aber Schwierigkeiten, wenn der Gegner früh das Kommando übernimmt und die eigenen Angriffe ins Stocken geraten. Ismaning wiederum muss seine Fehlerquote reduzieren und verhindern, dass einfache Ballverluste zu schnellen Gegentoren führen. Wer am Sonntag von Beginn an wacher ist und sich im Angriff die besseren Möglichkeiten erarbeitet, dürfte gute Chancen haben, die beiden Punkte auf sein Konto zu buchen.

 

Kappelwindeck kämpft um die ersten Punkte

SG Kappelwindeck/Steinbach – TSV Haunstetten (Sonntag, 15:30 Uhr)

Für die SG Kappelwindeck/Steinbach verlief der Saisonstart alles andere als erhofft . Nun soll am Sonntag gegen den TSV Haunstetten endlich der Knoten platzen. Die Gäste aus Augsburg sind mit zwei Siegen und drei Niederlagen allerdings ebenfalls noch nicht richtig in Schwung gekommen und wollen mit einem Auswärtserfolg ihr Punktekonto ausgleichen. Damit treffen zwei Mannschaften aufeinander, die dringend ein Erfolgserlebnis gebrauchen können.

Für Kappelwindeck wird vor allem entscheidend sein, die eigene Defensive zu stabilisieren. Zu häufig kassierten die Gastgeberinnen bislang einfache Gegentore und gerieten dadurch früh ins Hintertreffen. Gegen Haunstetten soll das anders laufen. Die Gäste dürften allerdings wenig Interesse daran haben, dem bislang sieglosen Gegner ausgerechnet jetzt die ersten Punkte zu überlassen. Für Kappelwindeck bietet sich damit die Chance, den Fehlstart vor eigenem Publikum zu beenden, während Haunstetten mit einem Sieg den Abstand zur unteren Tabellenregion vergrößern könnte.

 

Haßloch will beim Schlusslicht nachlegen

SG Schozach-Bottwartal – TSG Haßloch (Sonntag, 16:00 Uhr)

Kann Aufsteiger Haßloch den nächsten Coup landen? Nach dem überraschenden 25:20-Erfolg gegen Frisch Auf Göppingen II reisen die Pfälzerinnen am Sonntag mit reichlich Selbstvertrauen zur SG Schozach-Bottwartal. Dort wartet eine Mannschaft, die nach fünf Niederlagen noch immer auf ihre ersten Punkte hofft. Während Haßloch mit einem weiteren Sieg den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herstellen könnte, wird die Situation für die Gastgeberinnen zunehmend ungemütlich. Entsprechend viel steht für beide Mannschaften in der Langhanshalle auf dem Spiel.

Haßloch hat mit seinem ersten Saisonsieg gezeigt, dass der Aufsteiger auch gegen etablierte Drittligisten bestehen kann. Vor allem mit einer konsequenten Abwehrarbeit und einer engagierten Mannschaftsleistung wollen die Gäste nun nachlegen. Schozach-Bottwartal muss dagegen dringend seine defensiven Schwierigkeiten in den Griff bekommen, um nicht erneut früh einem deutlichen Rückstand hinterherzulaufen. Allerdings haben die Gastgeberinnen in dieser Saison auch schon bewiesen, dass sie enge Begegnungen liefern können. Gelingt es ihnen, an diese Leistungen anzuknüpfen, könnte sich am Sonntag ein spannender Kampf um zwei wichtige Punkte entwickeln.

 

Text: Jan-Malte Minnerup | Foto: Julia Ritter

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