Neubrandenburg nicht zu stoppen & das erste Remis in Vechta
3. Liga Frauen Nord 26/27: So lief der 5. Spieltag
- TV Hannover-Badenstedt: Torhüterin Lotta Willuhn bringt Hannover auf die Siegerstraße
- HSG Eider Harde: Mit Lucky Punch zum dritten Sieg in Folge
- Frankfurter HC: Zurück in der Erfolgsspur gegen Oldenburg 2
- SC SFN Vechta: Vechta rettet sich zum Punktgewinn
- SV Fortuna 50 Neubrandenburg: Neubrandenburg beweist Moral
- SV Grün Weiss Schwerin: Schwerin mit dem besseren Ende für sich
Am Spieltag fünf in der 3. Liga Frauen Nord kam es zur ersten Punkteteilung zweier Mannschaften, aber in den anderen Hallen war es nicht weniger spannend. Insgesamt ergibt sich an diesem Wochenende eine Gesamttordifferenz von lediglich 11 Toren Unterschied, dabei ist kein einziges Spiel mit mehr als drei Toren Differenz ausgegangen. Die Spiele an diesem Spieltag sind dreimal mit drei Tore, zweimal mit ein Tor und einmal Unentschieden geendet. Das Unentschieden war dabei mit Abstand das torreichste Spiel mit 70 Toren, während in den übrigen fünf Spielen keine 60 Tore gefallen sind.
HSG Blomberg-Lippe 2: TV Hannover-Badenstedt 27:30 (13:17)
Das Freitagabend Spiel zwischen der HSG Blomberg-Lippe 2 und dem TV Hannover-Badenstedt hat etwas gebraucht, um in Fahrt zu kommen, so leisteten sich beide Mannschaften einen recht nervösen Beginn. So dauerte es vier Minuten bis Merja Schröder auf Blomberger Seite die Torejagd eröffnete. Das Zwang vor allem den Trainer der Gäste aus Hannover zu einer frühen Auszeit nach knapp 9 Minuten, jedoch zeigte die Auszeit nach eine kurzen Karenzzeit seine Wirkung und die Gäste aus Hannover konnten sich schließlich Stück für Stück absetzen. Auch Dank und vor allem wegen ihrer Torhüterin Lotta Willuhn konnte sich dann Hannover gerade zu Beginn der zweiten Halbzeit entscheiden absetzen. Gegen Ende kamen die Blombergerinnen zwar nochmal dran und schnupperten 10 Minuten vor dem Ende sogar am Ausgleich, der nicht gelang und Hannover sich anschließend wieder absetzen konnte. Für den TV Hannover-Badenstedt ein wichtiger Sieg, der sie weiterhin verlustpunktfrei mit 8:0 Punkten nach vier Spielen auf Platz 2 in der Tabelle bringt, dagegen sieht es für die Blomberger Zweite immer düsterer aus, war es doch die fünfte Niederlage in Folge. So stehen die Blombergerinnen nach dem 5. Spieltag mit 0:10 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.
HSG Eider Harde: HC Leipzig 2 30:29 (16:15)
Im Spiel der HSG Eider Harde gegen den HC Leipzig 2 hätte man vor der Saison nicht erahnen können, dass die HSG zu diesem Zeitpunkt als klarer Favorit in dieses Spiel gehen würde. Nach vier gespielten Spielen gehen die Schleswig-Holsteinerinnen zwar mit nur zwei Punkten mehr in das Spiel, konnten jedoch ihre vier Punkte aus den vergangenen beiden Spielen holen, dabei haben sie letzte Woche unteranderem den SV Grün Weiss Schwerin bezwingen können. Aber mit dem Sieg gegen Leipzig hat die HSG nicht nur den dritten Sieg in Serie eingefahren und steht jetzt mit sechs Punkten gesichert im Mittefeld, sondern konnte ihre starke Siebenmeter Bilanz weiter ausbauen. Auch gegen Leipzig gibt es eine 100% Quote vom Strich bei der HSG, die sich so langsam zu den Siebenmeterköniginnen avancieren. Für die Leipzigerinnen ist die knappe Niederlage ein weiterer Rückschlag und das nach dem Sieg vorige Woche gegen Blomberg 2. Die Niederlage kassiert der HC Leipzig 2 am Ende auf bittere Art und Weise sieben Sekunden vor dem Ende, jedoch muss man sich auch vorwerfen lassen nicht konstant genug über die 60 Minuten die eigene Stärke auf die Platte gebracht zu haben.
Frankfurter HC: VFL Oldenburg 2 28:25 (13:10)
Der Frankfurter HC fährt am Ende ein klaren Start-Ziel-Sieg ein und holt ohne große Probleme gegen die Zweite des VFL Oldenburg die nächsten zwei Punkte. Nachdem man vorige Woche sich noch in Hannover geschlagen geben musste, wollte man dieses Mal unbedingt gegen Oldenburg wieder in Erfolgsspur zurück und den nächsten Sieg einfahren. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und der vorhandenen Kaderbreite konnte ein verdienter Sieg eingefahren und so weiterhin Anschluss an die Tabellenspitze gehalten werden. Für die Oldenburgerinnen bleibt die Saison ein Achterbahnfahrt der Gefühle, nach der Auftaktniederlage folgten zwei Siege in Folge, um jetzt mit dem Spiel in Frankfurt wieder bei zwei Niederlagen in Serie zu stehen. So machen es sich die Oldenburgerinnen im Tabellenmittelfeld gemütlich und schauen aktuelle sowohl im Tabellenkeller als auch an der Tabellenspitze nur zu.
SC SFN Vechta: TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck 35:35 (22:21)
Das erste Unentschieden in der Staffel Nord der 3. Liga Frauen präsentieren uns am 5.Spieltag SC SFN Vechta und die TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck. So glücklich über einen gewonnen Punkt werden beide Mannschaften nicht sein, zumal der Punkt beiden nicht wirklich besonders gut weiterhilft. Auf der einen Seite steht da der SC SFN Vechta, die wahrscheinlich retrospektiv am ehesten noch den Punkt gegen eine Mannschaft aus der Spitzengruppe der Liga mitnimmt, nachdem man drei Niederlagen in Serie schlucken musste. Vechta muss sich am Ende vorwerfen das Spiel nicht vorher schon entschieden zu haben. So führten die Vechtaerinnen phasenweise mit sechs Toren und waren fast 40 Minuten die spielbestimmende Mannschaft gegen an diesem Tag schlagbar wirkende Bielefelderinnen und müssen in den letzten 10 Minuten sogar noch um einen Punkt zittern. 9 Tore von Svenja Ruhöfer, 6 Tore Ava Lorisch und 5 Tore Katherina Reisbisch und Lisa Kuhlmann bewiesen, dass Torlaune und der Wille heute etwas Zählbares in Form von zwei Punkten zu holen vorhanden war und insgesamt 35 Tore auf der eigenen Seite sind ein starkes Argument für ein Sieg. Beim SC SFN Vechta ist man sich auch bewusst, dass 35 Tore zu bekommen gegen eine so eingespielte und abgezockte Mannschaft wie dem TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck einfach zu viel ist. Auf der anderen Seite steht mit dem TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck eine Mannschaft auf der anderen Seite, die ihren ersten Punkt ausgerechnet gegen eine Mannschaft abgeben muss, die aus der unteren Tabellenhälfte kommt. Sie bleiben durch das Unentschieden zwar weiterhin ungeschlagen in der Saison, verlieren aber etwas an Boden an der Tabellenspitze und müssen jetzt als erster Verfolger nach Minuspunkten dafür sorgen den Druck auf die ersten beiden Mannschaften hochzuhalten. Am Ende muss man sich vor allem beim TuS 97 vorwerfen lassen zu spät in das Spiel gekommen zu sein und so die Gegnerinnen „unnötig" stark gemacht zu haben. Positiv zu erwähnen ist, man hat die im Sport berühmte Mentalität bewiesen und hat sich in das Spiel hineingearbeitet und sich so das Unentschieden noch verdient.
SV Fortuna 50 Neubrandenburg: Buxtehuder SV 2 30:29 (15:17)
„Fortuna-Handballerinnen sorgen weiter für Furore" so betitelt der Nordkurier den Heimerfolg der Fortunen gegen die Zweite des Buxtehuder SV. Es ist der vierte Sieg in Serie, der vierte Sieg im vierten Spiel und somit steht man weiterhin als Aufsteiger mit 8:0 dank der besseren Tordifferenz auf Tabellenplatz eins vor dem TV Hannover-Badenstedt. Dabei sah es im Spiel gegen die Buxtegirls aus Buxtehude lange nicht so aus, als können die Neubrandenburgerinnen ihren furiosen Saisonstart fortführen, mussten sie doch 40 Minuten lang einem Rückstand hinterherrennen. Die Buxtegirls waren gut eingestellt auf ihre Gegnerinnen und führten verdient gegen die Fortuna. Am Ende bringt sich die junge Truppe des BSV selbst um den verdienten Lohn durch zu viele Technische Fehler, welche die Neubrandenburgerinnen im Spiel hielten, aber auch dafürsorgten, dass sie das Spiel für sich entscheiden konnten. Die SV Fortuna 50 Neubrandenburg zeigt mit dem Sieg, dass sie mittlerweile die nötige Resilienz und das Selbstvertrauen hat, auch solche Spiele, bei denen man schwer ins Spiel kommt, doch noch zu ziehen. Allen voran übernahmen dann Fine Stenzel (12 Tore) und Madlen Kloska (9 Tore) die Verantwortung und brachten es zusammen auf 21 der 30 Tore und waren am Ende mit den starken Paraden ihrer Torhüterin Johanna Krause die Lebensversicherung der Fortuna.
SV Grün Weiss Schwerin: TSV Nord Harrislee 28:25 (10:13)
Der SV Grün Weiss Schwerin ist zurück in der Erfolgsspur mit einem hart erkämpften 28:25 Erfolg zuhause gegen den TSV Nord Harrislee. Das Spiel startete ganz im Sinne der Gastgeberinnen aus Schwerin. Die Grün Weissen konnten direkt in Führung gehen und diese schnell und stetig bis auf 4 Tore ausbauen. Doch nach ungefähr 24 Minuten dann der Bruch im Schweriner Spiel und die Gäste aus Nord Harrislee, die bis dato punktlos waren und alle ihre bisherigen vier Spiele verloren hatten, kamen immer besser ins Spiel hinein. So konnten die Frauen vom TSV drei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit zum ersten Mal in Führung gehen und das Spiel auf ihre Seite ziehen. Am Ende konnte sich der TSV eine drei Tore Führung zur Pause erspielen und es ging zur zweiten Halbzeit genauso weiter für Nord Harrislee. Aber auch Nord Harrislee konnte die Führung nicht bis zum Ende halten und es kam 10 Minuten vor dem Ende zum Bruch auf Seiten des TSV, was den SV Grün Weiss Schwerin wieder ins Spiel brachte, die das Spiel dann in den letzten 10 Minuten drehen konnten und so am Ende doch noch als Siegerinnen vom Feld gehen. Der TSV Nord Harrislee wartet so weiterhin auf die ersten Punkte der Saison und muss die vierte Niederlage im vierten Spiel verarbeiten.
Text: Beat Kutter / Bild: @hkn.fotos
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