Erlangen setzt ein Ausrufezeichen – Wolfschlugen und die Eulenfrauen im Torrausch
3. Liga Frauen Süd 26/27: So lief der 5. Spieltag
TSV Wolfschlugen: 39 Tore und eine Machtdemonstration
- HC Erlangen: Ausrufezeichen im Spitzenspiel – die Kurpfalz Bären deutlich geschlagen
- TSG Friesenheim: Eulenfrauen überrollen Schozach-Bottwartal mit 43 Toren
- SV Allensbach: Souveräner Auswärtssieg beim TSV Ismaning
- TuS Schutterwald: Acht-Tore-Sieg in Haunstetten
- TSG Haßloch: Defensivstarker Auftritt gegen die Bundesligareserve aus Göppingen
Was für ein fünfter Spieltag in der Staffel Süd der 3. Liga Frauen! Während im Norden knappe Entscheidungen für Spannung sorgten, standen im Süden vor allem deutliche Siege und zahlreiche Tore im Mittelpunkt. Allen voran der TSV Wolfschlugen und die Eulenfrauen aus Friesenheim, die zusammen unglaubliche 82 Treffer erzielten. Auch der HC Erlangen setzte im Spitzenspiel gegen die Kurpfalz Bären ein deutliches Ausrufezeichen. Während die einen weiter auf Erfolgskurs bleiben, wächst bei anderen Mannschaften weiter der Druck.
TSV Haunstetten 1892: TuS Schutterwald 27:35 (11:16)
Acht Tore Unterschied, 35 eigene Treffer und zwei Punkte im Gepäck. Für den TuS Schutterwald hätte die Auswärtsfahrt nach Augsburg kaum erfolgreicher verlaufen können. Von Beginn an ließen die Gäste keinen Zweifel daran aufkommen, wer an diesem Nachmittag die Punkte mitnehmen würde. Angeführt von Nadja Kaufmann, die mit elf Treffern zur besten Torschützin avancierte, setzte sich Schutterwald bereits nach einer Viertelstunde deutlich auf 12:3 ab. Haunstetten fand zunächst überhaupt kein Mittel gegen die Offensive der Gäste, konnte den Rückstand bis zur Halbzeit aber immerhin auf fünf Tore verkürzen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Schutterwald die spielbestimmende Mannschaft und baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Treffer aus. Die Gastgeberinnen versuchten zwar, noch einmal heranzukommen, konnten den deutlichen 27:35-Endstand aber nicht verhindern. Während Schutterwald mit breiter Brust auf die kommenden Aufgaben schauen darf, muss Haunstetten vor allem an der Defensive arbeiten, um in den nächsten Spielen wieder etwas Zählbares mitzunehmen.
TSV Wolfschlugen: SG Kappelwindeck/Steinbach 39:24 (22:12)
In Wolfschlugen dürfte man nach dem fünften Spieltag mit einem breiten Grinsen auf die Tabelle schauen. Der TSV lässt auch gegen die SG Kappelwindeck/Steinbach nichts anbrennen und feiert einen deutlichen 39:24-Heimerfolg. Bereits nach zwölf Minuten führten die Gastgeberinnen mit 8:3 und machten früh klar, in welche Richtung die Partie gehen sollte. Auch eine Auszeit der Gäste brachte nicht die erhoffte Wende, sodass Wolfschlugen den Vorsprung bis zur Halbzeit auf zehn Tore ausbaute. Wer auf eine Aufholjagd der Gäste in der zweiten Hälfte gehofft hatte, wurde enttäuscht. Wolfschlugen knüpfte nahtlos an die starke erste Halbzeit an und schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe. Besonders Antonia Amann wusste mit sieben Treffern zu überzeugen. Für Kappelwindeck/Steinbach hingegen war es ein gebrauchter Tag, an dem die Disqualifikation von Petra-Sinziana Botarel in der 23. Minute zusätzlich erschwerend hinzukam. Am Ende steht ein ungefährdeter 39:24-Erfolg, mit dem Wolfschlugen seine starke Form bestätigt und die Konkurrenz weiter aufhorchen lässt.
Eulenfrauen: SG Schozach-Bottwartal 43:25 (16:10)
Die Eulenfrauen aus Friesenheim feiern mit einem deutlichen 43:25-Erfolg gegen die SG Schozach-Bottwartal den höchsten Sieg des fünften Spieltags. Dabei sah es zunächst nicht nach einer derart klaren Angelegenheit aus. Die Gäste hielten in der Anfangsphase gut dagegen und konnten nach zehn Minuten sogar mit 4:3 in Führung gehen. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fanden die Gastgeberinnen zunehmend ihren Rhythmus und setzten sich bis zur Pause auf 16:10 ab. Im zweiten Durchgang übernahmen die Eulenfrauen endgültig die Kontrolle und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Besonders in der Schlussphase zeigte sich die offensive Stärke der Gastgeberinnen, die in den letzten zehn Minuten weitere 14 Treffer erzielten. Für Schozach-Bottwartal hingegen wurde aus einer zunächst ausgeglichenen Begegnung eine deutliche Niederlage, bei der vor allem die Defensive große Probleme offenbarte. Friesenheim dagegen darf sich über einen überzeugenden Heimerfolg freuen und setzt mit 43 erzielten Toren ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz.
Kurpfalz Bären: HC Erlangen 24:31 (12:14)
Im Spitzenspiel des fünften Spieltags setzt der HC Erlangen ein deutliches Ausrufezeichen und gewinnt bei den Kurpfalz Bären mit 31:24. Dabei entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Begegnung, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Die Gastgeberinnen konnten sich zwischenzeitlich auf 6:4 absetzen, ehe Erlangen die Partie drehte und mit einer knappen 14:12-Führung in die Halbzeit ging. Auch im zweiten Durchgang blieb es zunächst spannend. Die Kurpfalz Bären kämpften sich nach einem Vier-Tore-Rückstand zurück und glichen in der 40. Minute zum 18:18 aus. Doch ausgerechnet in dieser Phase fanden die Gäste die passende Antwort und setzten sich mit fünf Treffern in Folge auf 23:18 ab. Diesen Vorsprung ließ sich Erlangen nicht mehr nehmen und baute ihn bis zum Schlusspfiff sogar auf sieben Tore aus. Besonders Lara Carbone überzeugte mit acht Treffern und hatte großen Anteil am Auswärtserfolg. Während Erlangen mit diesem Sieg seine Ambitionen unterstreicht, müssen die Kurpfalz Bären nach einer lange offenen Partie einen bitteren Rückschlag hinnehmen.
TSV Ismaning: SV Allensbach 23:33 (9:15)
Für den SV Allensbach hat sich die Auswärtsfahrt nach Ismaning gelohnt. Mit einem deutlichen 33:23-Erfolg nehmen die Gäste vom Bodensee beide Punkte mit nach Hause. Bereits in der Anfangsphase übernahm Allensbach die Kontrolle und setzte sich nach einer Viertelstunde auf 7:2 ab. Besonders in der Offensive fanden die Gastgeberinnen zunächst kaum Lösungen gegen die gut organisierte Defensive der Gäste. Zwischenzeitlich wuchs der Vorsprung sogar auf acht Treffer an, ehe Ismaning den Rückstand bis zur Halbzeit auf 9:15 verkürzen konnte. Nach der Pause versuchte der TSV zwar, den Anschluss wiederherzustellen, doch Allensbach hatte stets die passende Antwort parat. Die Gäste ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, bauten ihren Vorsprung weiter aus und machten spätestens beim 30:20 in der 53. Minute alles klar. Am Ende steht ein ungefährdeter 33:23-Auswärtserfolg für den SV Allensbach, der über die gesamte Spielzeit die spielbestimmende Mannschaft war.
TSG Haßloch: FRISCH AUF Göppingen II 25:20 (16:8)
Die TSG Haßloch feiert gegen die Bundesligareserve von FRISCH AUF Göppingen einen verdienten 25:20-Heimerfolg. Bereits in den ersten Minuten machten die Gastgeberinnen deutlich, dass sie die beiden Punkte unbedingt in Haßloch behalten wollten. Nach knapp zehn Minuten führte die TSG bereits mit 5:1 und setzte sich im weiteren Verlauf immer deutlicher ab. Besonders in der Defensive standen die Gastgeberinnen sicher und ließen den Gästen kaum Möglichkeiten, ins Spiel zu finden. Zur Halbzeit hatte sich Haßloch bereits einen komfortablen Acht-Tore-Vorsprung erspielt. Im zweiten Durchgang baute die TSG ihre Führung zunächst weiter aus und lag nach 45 Minuten sogar mit zehn Treffern vorne. Erst in der Schlussviertelstunde fanden die Göppingerinnen besser ins Spiel und konnten den Rückstand noch etwas verkürzen. Wirklich gefährlich wurde es für Haßloch allerdings nicht mehr. Am Ende steht ein verdienter 25:20-Heimsieg, bei dem die Gastgeberinnen vor allem mit einer starken ersten Halbzeit den Grundstein für die beiden Punkte legten.
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