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22 Paraden: Krake macht seinem Namen alle Ehre
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22 Paraden: Krake macht seinem Namen alle Ehre

Spieltagszusammenfassung A-Jugend-Bundesliga: Erste Saisonsiege für Essen und Emsdetten

1. Liga Nord

Füchse Berlin – SG Flensburg-Handewitt 31:28 (15:18)

Durch den knappen Sieg im Nachholspiel bleiben die Füchse Berlin dem THW Kiel und dem TSV Burgdorf auf den Fersen. „Wir haben bis auf zehn Minuten gegen Ende der ersten Halbzeit eine disziplinierte und kämpferische Leistung gezeigt", sagte Füchse Trainer Sven Suton. Diese Leistungsdelle vor der Pause nutzte Flensburg prompt aus, um mit 18:15 in Führung zu gehen. Das korrigierten die Gastgeber direkt nach Wiederbeginn. Innerhalb von elf Minuten war das Ergebnis zum 23:21 korrigiert. Malte Lorz trumpfte nun groß auf. 6 seiner 14 Tore erzielte er zwischen den Minuten 34 und 43. Suton sah den Schlüssel zum Sieg aber auf der anderen Seite des Feldes: „22 Torhüterparaden und eine schlaue, kompakte Abwehr waren heute ausschlaggebend." Füchse Schlussmann Ole Krake zählte zu den herausragenden Akteuren und zog Flensburg den Zahn.

TuSEM Essen – VfL Eintracht Hagen 36:26 (16:11)

In der vorgezogenen Partie des 5. Spieltags war TuSEM Essen die dominante Mannschaft und holte sich verdientermaßen seine ersten Punkte in dieser Saison. In einem Derby tut dieser Erfolg natürlich besonders gut. „Jetzt sind wir in der Saison angekommen", atmete Trainer Florian Buddenborg auf, während VfL-Coach Jan-Lars Gaubatz gestehen musste, sich ein anderes Ergebnis vorgestellt zu haben. Nach dem Hagener 1:0 bestimmte TuSEM mit dem zehnfachen Torschützen Henri Huthoff die Partie und lag permanent in Führung, was auch mit dem guten Verhalten der Gastgeber gegen die 5:1-Deckung der Eintracht zusammenhing. „Wenn wir effizient waren, haben wir uns direkt abgesetzt", beobachtete Buddenborg. Eingangs der zweiten Hälfte hoffte Gaubatz auf einen versöhnlicheren Ausgang. „Wir sind ganz ordentlich reingekommen, aber dann brach es wieder über uns hinein. 23 technische Fehler sind zu viel." So blieb es bei einer Ausbeute von 19 Feldtoren, zu denen sich sieben Siebenmeter von Tom Leon Bauernfeind gesellte (100-Prozent-Quote).

2. Liga Nord

TV Emsdetten – VfL Horneburg 35:27 (18:11)

Im Duell der bislang noch sieglosen Mannschaften holte der TVE am Ende mit deutlichem Vorsprung seine ersten Saisonpunkte. Nach einer offenen Anfangsviertelstunde setzte sich der Zweitliga-Nachwuchs auf 18:11 ab. Die Flüchtigkeitsfehler aus den ersten Minuten stellte die Mannschaft von Marco Grgic ab. Vor allem Julius Huckebrink (9 Tore) war ein wichtiger Faktor beim TVE. Die Gastgeber setzten nach der Pause ihren Lauf fort und verteidigten auch Horneburgs Sieben-gegen-Sechs mit guter Einstellung. Der VfL, der in Person von Tom Hamm seinen besten Schützen hatte (8 von 27 Hornburger Toren gingen auf sein Konto), muss weiterhin auf seinen ersten Sieg warten.

2.Liga Süd

JSG Melsungen/Körle/Guxhagen – HSG Rodgau Nieder-Roden 22:28 (8:18)

Die HSG Rodgau Nieder-Roden brannte mehr auf das Hessenderby als die Gastgeber – zumindest erweckte das Ergebnis aus der ersten Halbzeit diesen Eindruck. Ab der zehnten Minute drückten die „Baggerseepiraten" der Partie ihren Stempel auf. Die sichere Abwehr mit Torwart Daniele Giannusa in ihrem Rücken ließ bis zur Pause nur acht Gegentore zu, und weil im Gegenzug das Tempospiel funktionierte, waren die „MT Talents" schon zur Pause auf zehn Treffer distanziert. „Wir haben in der zweiten Halbzeit teilweise zehn Prozent weniger gegeben", stellte HSG-Trainer Julian Klein fest, sodass Melsungen zum 19:22 verkürzte (47.). In den entscheidenden Phasen fanden die Rodgauer aber wieder zu ihrem Spiel zurück und ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. „Leider war unsere schlechte erste Halbzeit entscheidend. Ähnlich wie gegen Bietigheim haben sich die Jungs nicht aufgegeben und im Spielverlauf deutlich gesteigert, aber der Rückstand war einfach zu groß", so das Fazit von Melsungens Coach Eugen Gisbrecht. Bei seinem Team ragte Philipp Kuhlen mit zwölf Toren heraus.

SG BBM Bietigheim – HG Oftersheim/Schwetzingen 33:28 (16:15)

Beide Mannschaften unterliefen doch einige Fehler, sodass mit Bietigheim sich die Seite durchsetzte, die sich davon weniger beeindrucken ließ. „Wir sind geduldig und konzentriert geblieben", machte SG-Trainer Manuel Schmidt den entscheidenden Unterschied aus. Bis zur 37. Minute betrug die Differenz nur zwei Tore. Dann setzte sich Bietigheim ab und war nicht mehr einzuholen. Oftersheims Coach Justin Hahne fand, dass ein Unterschied von eins, zwei Bällen dem Spielverlauf eher entsprochen hätte. „In dieser Höhe war die Niederlage zu deutlich. Ausschlaggebend war, dass wir in der Endphase den Zug zum Tor vermissen ließen und um die 20 technische Fehler hatten. So gewinnst du in der Bundesliga kein Spiel."

(René Weiss)

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