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Marokko, Japan, USA: Aus Budenheims A-Jugend in die Handballwelt
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Marokko, Japan, USA: Aus Budenheims A-Jugend in die Handballwelt

Spieltagausblick A-Jugend-Bundesliga: Dutenhofen verliert Punkte am Grünen Tisch

Staffel Süd, Partie im Blick:

DJK Sportfreunde Budenheim – JSG Balingen-Weilstetten (Sonntag, 15 Uhr)

Aus dem beschaulichen Rheinhessen in die weite Handballwelt – bei den der DJK Sportfreunde Budenheim ist das in diesem Jahr ein Fortsetzungsroman, der momentan bereits in seinen dritten Teil geht. „Eine tolle, eine besondere Geschichte für uns", sagt Trainer Kai Schiebeler, der inzwischen über vier Nationalspieler in seinem Kader verfügt. Torwart Felix Gleißner bestritt seine ersten Länderspiele für die DHB-Auswahl gegen Frankeich, Linkshänder Alvar Matsuura zählt seit einem Lehrgang im April zum Kader der japanischen A-Nationalmannschaft, Idriss El Hammoumi nahm mit der marokkanischen U18-Nationalmannschaft am Afrika-Cup Abidjan (Elfenbeinküste) teil und aktuell befindet sich Außen Sam Karram mit der U19-Auswahl der USA im Einsatz. Er nimmt in Salinas (Puerto Rico) an der IHF Trophy für Nordamerika und die Karibik teil. Die Budenheimer Internationalen haben Erfolg: El Hammoumi gewann mit seinem Land durch einen 18:17 im kleinen Finale gegen Guinea Bronze, nachdem man in der Vorschlussrunde an den übermächtigen Ägyptern gescheitert war. Der DJK-Neuzugang aus Hanau erzielte im Turnierverlauf 19 Tore und war damit bester Schütze seiner Mannschaft. Sam Karram führte die US-Boys beim Turnierauftakt mit neun Toren zum Sieg gegen Gastgeber Puerto Rico. Ohne Karram, aber mit El Hammoumi und Matsuura, der mit seinem Wechsel von der HSG Eckbachtal nach Budenheim einst aus der Pfalzliga den Sprung in die B-Jugend-Bundesliga schaffte, empfängt die Mannschaft von Kai Schiebeler und Fabian Vollmar am Sonntag die JSG Balingen-Weilstetten in der „Grünen Hölle". Apropos Nationalspieler: Davon haben auch die „Junggallier" etwas in ihren Reihen: die amtierenden U18-Europameister Lenn Strobel und Kalle Gaugisch. „Wir hatten und haben noch mit Ausfällen von Leistungsträgern zu kämpfen. Währenddessen nehmen andere Spieler eine tolle Entwicklung. Wenn wir in naher Zukunft wieder alle zusammenhaben, freue ich mich die bewährten und die neuen Stützen gemeinsam einsetzen zu können", sagt JSG-Trainer Adrian Fuladdjusch. Nach zwei Auftaktniederlagen kam Balingen mit dem Sieg gegen Erlangen in der Saison an. „Auch wenn wir Budenheim in der Vorbereitung besiegt haben, müssen wir am Sonntag ans Maximum gehen", weiß Fuladdjusch.
Der Gegner steht zwar noch bei null Punkten, zeigte in allen bisherigen Spielen aber über weite Phasen gut Leistungen. „Leider reißen uns schwächere Abschnitte, in denen wir einen Lauf gegen uns kassieren, vieles ein. Daran arbeiten wir. Wir hätten bislang schon Punkte holen können und versuchen das jetzt gegen Balingen", so Trainer Schiebeler.

Rhein-Neckar Löwen – JANO Filder (Samstag, 16.30 Uhr)

„Die Tabelle spiegelt das Leistungsvermögen der Mannschaften in der 1. Liga Süd noch nicht richtig wider", sagt Filder-Trainer Alexander Adam nach drei Spieltagen. Bei dieser Bewertung bezieht er nicht zuletzt den 0:4-Punkte-Start der Rhein-Neckar Löwen mit ein, bei denen JANO am Samstag zu Gast ist. Viele Verletzungen und daraus entstehende personelle Verschiebungen machen den Nordbadenern erheblich zu schaffen. Ohne einige Leistungsträger ist es auch für das ambitionierte Löwenrudel nicht einfach. An der Kadersituation ändert sich gegenüber dem Spiel in Leipzig vor zwei Wochen nicht viel. „Auch wenn kein Spieler aus dem Lazarett zurückkehrt, hoffen wir, dass wir zu unserer Stärke finden. Die konnten wir in Leipzig nicht zeigen. Gegen das variable Abwehrspiel von JANO mit unterschiedlichen Deckungssystem müssen wir uns sehr gut anpassen", so Löwen-Trainer Martin Berger.
Trotzdem der Ausfälle beim Gastgeber geht Alexander Adam von einer schwierigen Aufgabe aus. Er führt der von ihm, Magnus Gründig und Jens Geiselhart trainierten Mannschaft die Bedeutung der Auswärtspartie im Kronauer Sportzentrum deutlich vor Augen. „Wenn wir unter die Top-Vier oder Top-Fünf kommen wollen, wären Punkte wichtig." Mit 4:2 Punkten ist Adam zum jetzigen Stand nicht unzufrieden, allerdings habe man noch nicht sein Maximum erreicht. Es fehlt den „Falken" noch an der Konstanz über 60 Minuten und der Konsequenz im Abschluss. Linus Zemmel und Max Balbuchta bringen diese hingegen schon sehr wohl mit. Sie liegen auf den Plätzen eins und drei in der Torschützenliste der 1. Liga Süd. Mit einer Handverletzung vorerst pausieren muss Max Klein.

HC Erlangen – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen (Sonntag, 14.30 Uhr)

Sowohl der Deutsche Meister von 2025 als auch der Überraschungs-Viertelfinalist der Vorsaison befinden sich noch in der Verfolgerrolle. Von den bislang erreichten Ergebnissen her wären beide Teams vor der Partie am Sonntag nach Plus-Punkten gleichauf, aber die beiden Zähler aus dem gewonnenen Spiel gegen den VfL Gummersbach gingen durch eine Wertung gegen die „Mittelhessen Youngsters" verloren. Das versucht der Nachwuchs aus Dutenhofen, Münchholzhausen und Wetzlar so schnell wie möglich zu korrigieren. „Wir wollen an unser Stabilität über 60 Minuten arbeiten. Wenn wir es schaffen, unsere guten Phasen auszubauen, stehen unsere Chancen gut auch enge Spiele zu gewinnen", schildert Trainer Kai Nober, worauf es ankommt. Nicht nur die Qualität des Gegners macht die Aufgabe in Franken zu einem schwierigen Auswärtsspiel, auch personell sieht es bei der HSG nicht optimal aus. Einige Spieler werden das Spiel verletzungsbedingt verpassen. Von einem ähnlichen Handicap berichtet Erlangens Coach Tristan Statt: „Unsere Kadersituation hat sich nicht wirklich entspannt. Aber wir spielen zu Hause und sind somit denke ich ganz gut gewappnet." Es wird der zweite Heimauftritt für den HCE in dieser Spielzeit nach dem fulminanten 41:30-Auftakt gegen Gummersbach. Danach gab’s auswärts zwei Niederlagen. „Vor allem gegen Balingen war unsere Deckungsleistung zu wenig. Da müssen wir uns steigern", bezieht sich Staat auf 36 Gegentore auf der Schwäbischen Alb.

Frischauf Göppingen – TSV Bayer Dormagen (Sonntag, 15 Uhr)

Dieses Aufeinandertreffen hat sich die Bezeichnung „Topspiel" absolut verdient. Mit jeweils 6:0 Punkten haben Göppingen und Dormagen noch nichts anbrennen lassen. Es könnten am Sonntag Kleinigkeiten darüber entscheiden, welche Serie auch über das Wochenende hinaus weiterhin Bestand hat. „Das wird ein heißer Tanz", ist sich Göppingens Trainer Tobias Hafner sicher. Über die Ergebnisse gegen Balingen, Erlangen und Dutenhofen/Münchholzhausen freut er sich, mit der Angriffsquote hingegen ist er noch nicht zufrieden. 91 Tore aus 3 Spielen bieten Luft nach oben. „Gegen Dutenhofen haben wir mit Glück noch den Sieg gezogen. Wenn wir das wiederholen, wird es uns treffen", will Hafner nicht alles nur aus der Perspektive der Ergebnisse betrachten. Erste Erfahrungen im Profibereich sammelt momentan der eine oder andere Göppinger Youngster. Durch die Verletztensituation in der Bundesliga trainieren ein paar U19-Talente in der 1. Mannschaft mit, Micha Lang stand gegen Flensburg erstmals im Kader von Ben Matschke.

SC DHfK Leipzig – VfL Gummersbach (Sonntag, 15.30 Uhr)

Es ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen werden kann. Die Entwicklung beim VfL Gummersbach setzt sich kontinuierlich fort, und so hoffen die Oberbergischen Stück für Stück näher an die stärkeren Teams heranzukommen. „Man muss bedenken, dass der Großteil der Mannschaft sein erstes A-Jugend-Jahr absolviert. Deshalb sind uns andere Teams in den Bereichen Körperlichkeit und Tempo voraus", stellt Trainer Joao Caracois fest. Im Training spürt er, dass die Abstimmung immer besser passt und auch in den Spielen konnte vor allem die Deckung Fortschritte erzielen. „Als nächstes versuchen wir, unseren Angriff zu steigern und dadurch mehr Sicherheit in unser Spiel zu bekommen", schildert der Portugiese. Am Angriff von Gegner Leipzig hapert es wahrlich nicht. Schon zweimal knackten die Sachsen die 40-Tore-Marke. „Das sieht schon sehr gut aus", lobt Trainer Matthias Albrecht. „Aber wir haben noch zu häufig Phasen, in denen wir nachlassen. Diese Phasen müssen wir verkürzen und die guten dafür ausdehnen." Gegen das gute Gummersbacher Eins-gegen-Eins-Verhalten braucht die Heimmannschaft Widerstandsfähigkeit in der Deckung, die auch zum Verteidigen der Kooperationen mit dem Kreisläufer beitragen soll. Das spielfreie vergangene Wochenende habe Albrechts Team aufgrund einiger Krankheitsfälle gutgetan. Hier und da noch nicht wieder richtig fit, aber insgesamt ordentlich regeneriert greift der SC am Sonntag nach den nächsten drei Zählern.

Text/Foto: René Weiss

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