17 Tore beim TVB-Sieg: Can Akkoc trifft aus allen Lagen
Spieltagszusammenfassung 2. A-Jugend-Bundesliga: Friesenheim feiert ersten Saisonsieg – Geniales Ende für Lübeck nach langer Reise
Staffel Nord
Bergischer HC – MTV Lübeck 30:33 (15:14)
Als sich die Lübecker Spieler am Sonntag in den Mannschaftsbus setzten, taten sie dies mit einem guten Gefühl. „Ein tolles Wochenende hat ein geniales Ende genommen", sagte Trainer Kevin Ehrenberg nach dem Auswärtssieg in Solingen. Zur Pause noch knapp im Hintertreffen liegend, wirkte der MTV im zweiten Abschnitt präsenter. Till Schooff, der das Tempospiel forcierte und Kjell Nowacki im rechten Rückraum mit viel Druck auf die gegnerische Abwehr und zwölf Toren waren die aus dem guten Kollektiv herausstechenden Spieler der Gäste. „Wir hatten den längeren Atem in der Endphase", nannte Ehrenberg einen Schlüssel zum Sieg. Dem BHC genügte eine der besten Saisonleistungen in der ersten Halbzeit nicht zum Sieg. „Wir haben noch ein paar Fehlerchen zu viel gemacht", fand Trainer Daniel Haase, dass man mehr als eine Ein-Tor-Führung hätte mitnehmen können. Er lobte gleichzeitig auch die Gäste, die ihre Sache gut machten. Haase: „Wir haben verdient verloren, aber auch dieses Spiel bringt uns weiter."
TV Emsdetten – HG Owschlag/Kropp/Tetenhusen 42:31 (19:16)
Durch einen Vorteil auf der Torhüterposition blieb OKT in der ersten Halbzeit noch in Reichweite zum TVE. „Wir waren gut gestartet, hatten zwischendrin fünf, sechs Minuten mit Abschlussproblemen gegen den Torwart, konnten danach die Fehler des Gegners, aber gut nutzen und uns absetzen", beschrieb Emsdettens Trainer Marco Grgic den Spielverlauf. Nach Wiederbeginn gehörten die ersten Minuten erneut den Gastgebern, die viele Ballgewinne verzeichneten und daraus in den Tempogegenstoß kamen. „Wir haben es in der zweiten Halbzeit gut gemacht, viele Sachen auf den Punkt gespielt und konnten allen Spielern noch einmal Einsatzzeiten geben", so Grgic. Das zu fehlebehaftete Angriffsspiel und der 3:0-Lauf der Gastgeber vor der Pause machte OKT-Trainer Flemming Bunse als spielentscheidend aus.
Staffel Süd
TVB Stuttgart – SG BBM Bietigheim 39:30 (17:15)
Der prestigeträchtige Derbysieg ging an die an diesem Tag schwierig zu bezwingenden Stuttgarter. „Dieser Sieg fühlt sich gut an", hob Trainer Danijel Grgic nach dem Prestigeerfolg gegen die Enztaler hervor. Dieses am Ende deutliche Ergebnis deutete sich schon in der Anfangsphase der Begegnung an. Trotz der 5:2-Führung (7.) hielt beim TVB eine gewisse Unsicherheit Einzug, obwohl dazu überhaupt kein Grund bestand. „Die Chancenverwertung wurde zu unserem Problem, dass wir nur mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die Pause gegangen sind", schilderte Grgic. Eine höhere Führung wäre möglich gewesen. Nach Wiederbeginn legten die Einheimischen noch einmal eine Schippe drauf. Mit eine Abwehrsteigerung und mehr Konsequenz im Abschluss wuchs der Unterschied. 31 der 39 Tore verbuchte das Trio Can Akkoc, Samuel Kynast und Yurij Nakaso, wobei Akkoc mit 17 Treffern, darunter drei Siebenmeter, herausragte.
HLZ Friesenheim-Hochdorf – HT München 31:25 (16:15)
Max Sormani war zufrieden mit den ersten Saisonsieg, Daniel Teschner trotz der Auswärtsniederlage mit einer anständigen Leistung seiner personell gebeutelten Münchener. Die kamen mit einer starken ersten Halbzeit furios aus den Startlöchern (1:5, 9.), mussten aber kurz vor der Pause mit der unglücklichen Roten Karte gegen den bis dahin schon siebenmal erfolgreichen Henry von Haniel einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Das Ausscheiden machte sich in der zweiten Halbzeit bemerkbar. „Wir haben uns durch die Situation leider nervös machen lassen, aber insgesamt bin ich mit der Leistung der Jungs trotzdem sehr einverstanden", sagte HT-Coach Teschner. Unter anderem kristallisierte sich der Abschluss immer mehr als Münchener Problemfeld heraus. Paul Lanfrit war bei über 40 Prozent abgewehrter Würfe ein wichtiger Faktor im Spiel der Pfälzer.
SG Pforzheim/Eutingen – HG Oftersheim/Schwetzingen 26:24 (12:9)
Es bleibt dabei: Die HG Oftersheim-Schwetzingen hat gegen die SG Pforzheim/Eutingen seit Jahren Schwierigkeiten. Auch diesmal konnten die Kurpfälzer gegen die Mannschaft von Alexander Lipps nichts holen, und das obwohl beim Gastgeber mit Finn Meißner, Tim Hurst und Jonas Schulz der nominell beste Rückraum fehlte. Dafür waren die Außen Giancarlo Luminario sowie Xaver Billmaier zwei Aktivposten. Auch Schlussmann Devan Uludag zeigte eine starke Leistung. „Ich kann leider nur sagen, dass die erste Halbzeit Arbeitsverweigerung war und in der zweiten Halbzeit der Killerinstinkt gefehlt hat", so das ernüchternde Fazit von Gästetrainer Justin Hahne. Die Einheimischen lagen über das ganze Spiel hinweg nie im Rückstand, und das obwohl mit Finn Meißner,
HC Elbflorenz – TV Großwallstadt 32:36 (18:23)
Durch die vielen Ausfälle und das spielfreie Wochenende hatte der TV Großwallstadt ein wenig seinen Rhythmus verloren, machte aus dieser nicht einfachen Situation trotz der weiten Auswärtsfahrt und des unangenehmen Gegners, aber mit seinem Auswärtssieg das Beste. Gegen die wechselte Abwehrformation von offensiv bis defensiv war Großwallstadt gewappnet und fand gute Lösungen, wie Trainer Hodzic urteilte. „Wir haben mit einem starken Angriff das Spiel in der ersten Halbzeit kontrolliert. Die Abwehrleistung geht sicherlich besser, aber die mangelnde Abstimmung lag auch an der dünneren Trainingsbeteiligung der letzten Zeit." Groß war der Leistungsunterschied zwischen beiden Teams nicht. HCE-Coach Henning Cal hob hervor, dass sich seine Schützlinge im Tempospiel und in der Abwehr den Allerwertesten aufgerissen haben. Nach etwas mehr als einer Dreiviertelstunde schlossen die Sachsen zum 28:29 auf. „Leider haben wir es nie geschafft auszugleichen oder sogar knapp in Führung zu gehen, was das Momentum auf unsere Seite gezogen hätte." In diesen Momenten hatten die Einheimischen mit Unkonzentriertheiten zu kämpfen. „Großwallstadt war insgesamt die etwas reifere Mannschaft", so Cal.
Text: Fabian Weber/Foto: Fronia
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