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Kazmeiers Buzzer-Beater bringt JANO den Sieg
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Kazmeiers Buzzer-Beater bringt JANO den Sieg

Spieltagszusammenfassung 1. A-Jugend-Bundesliga: Kiel dominiert das Topspiel gegen Berlin

Staffel Nord

Füchse Berlin – THW Kiel 27:41 (14:19)

Bei der Neuauflage des B-Jugend-Finales von 2025/26 hatten viele ein spannendes Aufeinandertreffen erwartet, das war es nur 20 Minuten lang. Danach dominierten die Gäste von der Förde die Begegnung fügten dem Füchse-Nachwuchs die höchste Niederlage seit vielen Jahren zu. „Das Spiel ist nach 20 Minuten komplett auf die Kieler Seite gekippt. Kiel war die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen", gratulierte Füchse-Trainer Sven Suton. Mit 8:5 (11.) und 12:11 (21.) führten die Hauptstädter, aber dann ging es ruckzuck in die andere Richtung. Schon bis zur Pause hatten die „Zebas" einen Fünf-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Sowohl im klassischen Sechs-gegen-Sechs mit Kreisläufer als auch mit vier Rückraumspielern im Sieben-gegen-Sechs fanden die Gäste gute Lösungen. „Auch in der Abwehr konnten wir unseren Torhütern bei zunehmendem Spielverlauf mehr Hilfe geben", beobachtete Trainer Felix Höppner zufrieden, der den klaren Sieg auch in dieser Höhe verdient fand gegen eine Berliner Mannschaft, die auf wichtige Spieler verzichten musste.

HC Hamburg – 1. VfL Potsdam 34:40 (19:25)

Als Vier-Punkte-Spiel hatten beide Teams die Partie ausgemacht, weil es potenziell um wichtige Punkte für die Plätze vier und fünf gehen könnte. Dabei riefen die Brandenburger die bessere Gesamtleistung ab. Das Hamburger 1:0 war die einzige Führung der Gastgeber, die danach nur noch einem Rückstand hinterherjagten. Beim 9:3 (8.) hatte der VfL das Geschehen bereits im Griff. „Wir haben keine Zweifel aufkommen lassen", lobte Trainer Alexander Haase. Auch als die Einheimischen in der 17. Minute zum 11:13 verkürzten, behielt Potsdam kühlen Kopf und zog mit mannschaftlicher Geschlossenheit wieder davon. Mit Luca Grundmann, Alexander Bleich (beide 9 Treffer) und Oscar Schley (10/5) waren gleich drei Gästespieler besonders gierig nach Toren.

SC Magdeburg – TV Bissendorf-Holte 43:34 (19:12)

Thomas Köblin hatte nach dem Zittersieg gegen den VfL Eintracht Hagen die Sinne seiner Magdeburger Spieler geschärft, auch gegen kleinere Gegner hochkonzentriert zu Werke zu gehen. „Heute haben wir phasenweise unser Limit abgerufen", sagte der SCM-Trainer nach dem deutlichen Heimsieg gegen den TV Bissendorf-Holte. Ein paar Probleme mit der Verteidigung des gegnerischen Kreisläufers und bei der Chancenverwertung verhinderten nach Kölblins Meinung das durchaus mögliche noch höhere Ergebnis. „Der Sieg war jederzeit ungefährdet." Der TVBH kämpfte gegen den Deutschen Meister mit einem alten „Leid". Zu viele Fehler und Auszeiten gaben Bissendorf keine Chance. „In den Phasen, in denen alle wach sind und alle ihre 100 Prozent bringen, sind wir ebenbürtig. Wir halten nicht nur mit, sondern sind phasenweise auch besser. Auf dem Niveau unterscheidet eine gute von einer sehr guten Mannschaft aber eben die Fehleranzahl. Da war Magdeburg heute einfach deutlich besser als wir", so Gästetrainer Julian Vodde.

TSV Burgdorf – SG Flensburg-Handewitt 28:25 (15:13)

Die „Jungrecken" blieben auch am vierten Spieltag ungeschlagen, taten sich im Heimspiel gegen Flensburg aber schwer, weil sie zu statisch agierten und nicht richtig in ihren Flow kamen. Diesmal sicherte sich der TSV seine Vorteile über die Abwehr. „Hier haben wir viel Energie eingebracht und das Spiel zu unseren Gunsten gedreht", schilderte Burgdorfs Trainer Sven Hylmar, der den Widerstand der Gäste lobte. „Flensburg hat sehr emotional verteidigt." Die Deckung vor dem starken Schlussmann Julius Zschuckelt zwang Burgdorf immer wieder zu schwierigen Würfen. „Leider fehlte uns die Effizienz beim Torabschluss", machte SG-Teammanager Alexander Simon einen entscheidenden Makel aus. Nichts vorwerfen mussten sich Klaas Simon und Constantin Minning mit sechs beziehungsweise sieben Toren. Die Gäste lagen nach 56 Minuten noch gleichauf (24:24), hatten in der Endphase aber das Nachsehen. Auch, weil Nationalspieler Moritz Detlefsen die Rote Karte sah. Sein Ausscheiden war eine Schwächung in den letzten Minuten.

Staffel Süd

Rhein-Neckar Löwen – JANO Filder 34:35 (18:15)

„Es waren immer heiße Spiele zwischen uns und JANO", erinnerte sich Löwen-Trainer Martin Berger vor der Begegnung zurück. Das Spiel vom Samstagnachmittag reihte sich da nahtlos ein. Viel dramatischer hätte insbesondere die Endphase im Kronauer Trainingszentrum nicht verlaufen können. 13 Sekunden vor Schluss erzielte Matteo Kalvelage den Ausgleich zum 34:34 – der erste Saisonpunkt für die Nordbadener? Nein, weil Fritz Kazmeier mit einem Buzzer-Beater den 35. Treffer für die Gäste erzielte. „Es war die erwartet enge Kiste, die wir mit Glück und Können für uns entschieden haben", sagte JANO-Trainer Alexander Adam. Sein Team habe ein „gutes, aber nicht überragendes Spiel" gezeigt. Die dezimierten Löwen bereiteten den Gästen mit dem siebten Feldspieler einige Probleme. Hier fand Filder erst in der Endphase einen besseren Zugriff. So holte man auch den 16:20- (34.) und 24:26-Rückstand (45.) auf. „Wir haben in diesem ausgeglichenen Spiel mit allen Mann gekämpft und seine sehr gute Moral gezeigt", hob Adam das Kollektiv hervor. Die beiden gefährlichsten JANO-Torschützen Max Balbuchta, der mit elf Toren und seinen Ideen das Spiel auf Rückraum Mitte führte, und Linus Zemmel (11/9) prägten das Bild im Angriff. Bei den Löwen sah Trainer Martin Berger gegenüber dem Leipzig-Spiel einn Fortschritt. Noah Rieth arbeitete unermüdlich in der Abwehr, Manuel Finneiß und Tarik Graf überzeugten im Angriff, Patrick Ehrgott und Noah Oremek bildeten einen sicheren Innenblock. „Trotzdem haben einige Kleinigkeiten den Ausschlag gegen uns gegeben. Die B-Jugendlichen hatten den harten Fight gegen Bietigheim in den Knochen, wir haben zu viele freie Würfe vergeben und JANO hat sich viele Siebenmeter sowie drei Zeitstrafen gegen uns in der zweiten Halbzeit erarbeitet. Das spielte eine wichtige Rolle. Trotzdem hätten sich beide Seiten über ein Unentschieden nicht beschweren dürfen", so Berger.

HC Erlangen – HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 32:34 (18:18)

Die „Mittelhessen Youngsters" waren die konstantere und konsequentere Mannschaft, die sich gut an ihren Matchplan hielt und somit die Karl-Heinz-Hiersemann-Halle als knapper, aber verdienter Sieger verließ. Die Dutenhofener starteten gut ins Spiel und konterten auch ihren 4:7-Rückstand prompt. Ab diesem Zeitpunkt begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. „In der zweiten Halbzeit ist es uns gelungen, sowohl in Angriff als auch Abwehr unseren Matchplan konsequenter umzusetzen. Über 30 Minuten konnten wir uns peu à peu absetzen, hatten im Angriff immer wieder Lösungen und waren auch weiterhin sehr effektiv", schilderte HSG-Trainer Kai Nober. Außerdem zahlte sich in der Hintermannschaft eine zwischenzeitliche Umstellung auf eine defensive 6:0-Deckung aus. So holte sich der Wetzlarer Nachwuchs wichtige Sicherheit. Am Ende wählte man noch einmal eine offensivere Herangehensweise – die HSG war gut darin, flexibel zu agieren. Trainer Nober: „Nach einer Viertelstunde hat uns nichts aus der Bahn geworfen. Somit konnten wir einen hochverdienten aus Erlangen gegen einen wirklich guten Gegner mitnehmen." Gut, aber nicht genug. „Wir hatten technische Fehler und Fehlwürfe in jeweils zweistelliger Höhe. Deshalb war es eine unnötige Niederlage. Leider sind wir unter unseren Möglichkeiten zurückgeblieben", urteilte HCE-Coach Tristan Staat.

DJK Sportfreunde Budenheim – JSG Balingen-Weilstetten 40:30 (19:16)

Am 4. Spieltag ist die DJK Sportfreunde Budenheim in der Saison angekommen – und wie. Mit dem 40:30 gegen Balingen-Weilstetten feierten die Rheinhessen einen am Ende klaren Heimsieg. „Heute haben wir gesehen, was möglich sein kann, wenn wir 60 Minuten lang ohne größere Hänger hinbekommen. Wir hatten nach dem 9:4 nur einen kleinen Wackler, den wir aber schnell wieder beendeten", sagte Trainer Kai Schiebeler. Anders als in den Vorwochen blieben die Sportfreunde diesmal gefestigt und in der schwierigeren Phase auf Kurs. „So ist es dazu gekommen, dass das Spiel in der zweiten Halbzeit schnell entschieden war", merkte Schiebeler an. Ohne die verletzten Kalle Gaugisch, Julian Kromer, Tizian Dinger, Matts Häberlen und Florian Müller fehlten den „Junggalliern" unter anderen vier etatmäßige Innenblockspieler. „So kannst du hier dann auch einmal 40 Gegentore kassieren", erklärte Gästetrainer Adrian Fulladjusch. „Wir haben gegen eine Top-Leistung der Budenheimer alles versucht, aber auch gemerkt, dass in dieser Besetzung am Ende die Körner ausgingen." So wurde das Ergebnis hinten heraus deutlich für die Gastgeber.

Frischauf Göppingen – TSV Bayer Dormagen 31:29 (17:12)

Frischauf Göppingen entschied den Vergleich zwischen zwei noch verlustpunktfreien Mannschaften für sich und behält somit seine weiße Weste. Die „Abwehrschlacht", wie Frischauf-Trainer Tobias Hafner das Spiel charakterisierte, sah in der ersten Halbzeit eine deutlich überlegene Göppinger Mannschaft, die nach 30 Minuten auch folgerichtig mit 17:12 in Front lag. „Wir haben zwischen der 5. und 30. Minute ein überragende Deckung gestellt", so Hafner. Das Übergewicht hielt bis gegen Mitte des zweiten Abschnitts. Eine Verbindung aus Fehlwürfen, inkonsequenter Deckung und einfachen Fehlern schlich sich dann bei Frischauf ein. Trotzdem behielt Göppingen die Kontrolle. „Durch eine klasse Teamleistung haben wir völlig leistungsentsprechend gewonnen", ergänzte Hafner.

SC DHfK Leipzig – VfL Gummersbach 36:32 (14:13)

Auch wenn es für die Gummersbach nicht zu den ersten Punkten reichte, hinterließen die Oberbergischen in Sachsen einen guten Eindruck. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Sie haben bis zum Schluss gekämpft und unser bestes Spiel in dieser Saison gezeigt", lobte Trainer Joao Caracois. Die letzten drei Minuten gehörten dann jedoch Leipzig. „Da haben wir zwei schlechte Entscheidungen getroffen, die Leipzig für die Entscheidung nutzte", sagte der portugiesische VfL-Coach. Auch wenn für die Sachsen wieder das Ergebnis stimmte, hatte sich Trainer Matthias Albrecht eine andere Leistung gewünscht. Emotionen, Bereitschaft, Zweikämpfe – das alles hat Leipzig in der ersten Halbzeit gefehlt. Nach Wiederbeginn kehrten die Gastgeber effektiver, aggressiver und mit besseren Lösungen auf die Platte zurück. Wie schnell nachlässige Phasen den Gegner wieder ins Spiel bringen können, bekam Leipzig gegen Gummersbach zu spüren. „Wir haben bei unserer Vier- oder Fünf-Tore-Führung Gummersbach ins Spiel zurückgeholt. Das war absolut unnötig", kommentierte Trainer Matthias Albrecht. „Zum Glück konnten wir uns am Ende noch einmal steigern."

Text: René Weiss / Foto: Sylvia Göres

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